Interview mit Katharina Gerwens

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Meinen Namen weißt du ja schon. Ich habe die Journalistenschule besucht, lange in Verlagen gearbeitet und bin seit 2010 als freie Autorin und Lektorin tätig.

Seit wann schreibst du?

Ich glaube, ich schreibe seitdem ich lesen kann. Meine ersten Geschichten waren Märchen und die habe ich auch noch selbst bebildert – allerdings grottenschlecht. Als ich schmerzlich begriff, dass das mit dem Malen nicht so toll ist, hab ich dann versucht, mit der Sprache Bilder zu finden.

Wie bist du zum Bücherschreiben gekommen?

Meine ersten Bücher habe ich nach dem Studium geschrieben - sie waren sehr schräg und abgehoben und wahrscheinlich nur für mich verständlich. Aber ich denke, das war eine gute Fingerübung. Apropos Finger: damals habe ich alles erst auf einer mechanischen und später auf einer elektrischen Schreibmaschine geschrieben. (Die gute Kugelkopf IBM.) Und wenn ich mit einer Seite fertig war oder Textteile umstellen wollte, so hab ich alles noch einmal abgetippt. Was für eine Arbeit! Das mag ich mir heute gar nicht mehr vorstellen.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Ich habe davon geträumt, ja, das gebe ich zu. Aber ich weiß nicht, ob ich wirklich daran geglaubt habe. Als Beschäftigte in einem Verlag habe ich ja gesehen, wie schwer es für unbekannte Autoren ist, ein Manuskript an den Lektor zu bringen.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Stille Post in Kleinöd (Piper 2007)

Die Gurkenflieger von Kleinöd (Piper 2008)

Anpfiff in Kleinöd (Piper 2009)

Rufmord in Kleinöd (Piper 2011)

Selig in Kleinöd (Piper 2012)

Schürzenjäger (Piper 2013)

Westfälische Affären (Piper Verlag 2014)

Kegeltour (Hocke Books, Kindle Edition 2014)

Die letzte Brezn (Piper 2014)

Das dicke Herz (duotincta, kindle edition 2015)

Gerlinde Gerlach und der Tanz der Tierchen (duotincta 2016)

Die letzte Ölung (Piper 2016)

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja, ich recherchiere für meine Bücher in genau den Orten, wo die Geschichten dann spielen. So war für meine jüngsten Krimis in Grafenau (Die letzte Brezn) und Hauzenberg (Die letzte Ölung). Augenblick ermittle ich in der Gegend um Passau.

Wo schreibst du am liebsten?

Es gibt bei mir einen fest installierten Schreibplatz. Das ist mein Büro, das kleinste Zimmer im ganzen Haus. Es hat ein Fenster zum Süden und eines zum Westen und darin stehen nur Schreibtisch, Bücherregale und mein Computer – und natürlich ein Stuhl. Die einzige, die mich dort stören darf, ist meine Katze.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ob es ein wirkliches Ritual ist, weiß ich nicht. Aber ich schreibe immer mindestens drei Seiten. Vorher stehe ich nicht auf. Manchmal dauert es drei Stunden – manchmal auch den ganzen Tag. Schreiben ist ja nun mein Beruf, und den übe ich täglich aus.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Mein nächster Krimi spielt wieder im bayerischen Wald, in einer kleinen Stadt in der Nähe von Passau. Er wird im September 2017 bei Piper erscheinen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Viele – aber am meisten geprägt hat mich sicher der magische Realismus des Gabriel Garcia Marques.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Es gibt Bücher die mich geprägt haben, das waren die Romane von Siegfried Lenz und Heinrich Böll. Das mit den Lieblingsautoren wechselt. Augenblicklich lese ich alles von William Boyd - davor habe ich die Bücher von Kate Atkinson verschlungen und dann natürlich so viele Krimis, wie ich in die Finger bekomme. 

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit bin ich gerne im Garten. Gerade jetzt im Herbst gibt es so viel zu ernten.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass mir meine Ideen nicht ausgehen. Und natürlich, dass wir gesund bleiben. Wir alle.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Das Feedback meiner Leser ist mir sehr wichtig. Ich habe auch schon des Öfteren Anregungen, die mir über meine Homepage zugesandt wurden, übernommen und weiterverarbeitet. Das ist dann ein interessanter Dialog.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich wünsche meinen Lesern weiterhin viel Vergnügen mit meinem Büchern und hoffe, dass sie an der ein oder anderen Stelle schmunzeln werden.


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