Interview mit Christian Biesenbach

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Hallo und von mir ein herzliches "Vielen Dank" zurück dafür, dass ich deine Interviewfragen beantworten darf. 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Christian Biesenbach. Ich bin 29 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Freundin und zwei Kaninchen am Mittelrhein zwischen Koblenz und Bonn. Neben dem Schreiben eigener Geschichten

bin ich ein eifriger Leser und (sofern ich nicht mal wieder verletzt bin) ein passionierter Handballspieler. 

Seit wann schreibst du? 

So richtig mit dem Schreiben angefangen habe ich während meines Freiwilligen sozialen Jahres nach dem Abitur 2007. Damals erschien es mir logisch, einige der Erlebnisse aufzuschreiben und in fiktionale 

Geschichten einzubetten. Allerdings hat es keines der Bücher zwischen 2007 und 20010 zu einer Veröffentlichung gebracht. Erst 2011 mit dem Thriller "Sonne, Wind und Mord" habe ich mich mit Erfolg auf das Abenteuer Selfpublishing eingelassen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Hm, das ist eine gute Frage. Während meines FSJ habe ich einige Sachen im Alltag eines Alten- und Pflegeheimes gesehen, die absolut nicht in Ordnung waren. Aber aufgrund der Schweigepflichten, die es ja gemeinhin gibt, 

wenn man sich auf einen Job dort einlässt, war es nicht möglich, darüber direkt zu sprechen. Also dachte ich mir, schreibe ich eine fiktionale Geschichte. Das machte irgendwie Spaß und danach folgte eine weitere und noch eine und so weiter.

Es hat sich irgendwann verselbstständig und es gab so viele Ideen, die ich gerne niederschreiben wollte, also habe ich nach und nach immer mehr Zeit investiert. 

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Den Gedanken hatte ich schon einmal nach einer Autorenlesung in der Grundschule, aber danach lief viel Wasser den Rhein hinunter. Erst, als 2011 mein Debüt mittels Selfpublishing und E-Book glückte, entstand die Idee, das schleppende

Grundschulpädagogik-Studium gegen den "Vollzeitjob" Schriftsteller zu tauschen. Ein gewagter Schritt und in den letzten Jahren auch nicht immer einfach, aber ich finde, es war die absolut richtige Entscheidung.  

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

In den letzten sechs Jahren war ich recht eifrig. Angefangen habe ich 2011 mit "Sonne, Wind und Mord". Danach kam 2012 der erste und zweite Teil der Möwennest-Horror-Reihe (Das Möwennest, Möwenfluch). 2013 "Sonne, Schnee und Tote" und außerdem "Möwenschloss" (Teil 3 Möwennestreihe).

2014 "Wintersonne" und "Das hundsgewöhnliche Leben". 2015 "Die Möwenmorde" (4. Teil Möwennest-Reihe). Und vor rund zwei Monaten mein neuer Thriller "Aufgabe 13: Töte sie alle!".

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Eine gewisse Grundrecherche ist beim Erzählen von Geschichte gemeinhin unerlässlich, zumal es in meinen Sonne-Thrillern oftmals um energietechnische Dinge und Polizeiarbeit geht. Aber selbst für Horror-Geschichte ist es unerlässlich, diverse Gegebenheiten nachzulesen oder zusammenzutragen, um dem Leser

ein möglichst korrektes Bild zu vermitteln, damit er/sie sich beim Lesen nicht an falschen oder ungenauen Angaben stören muss. Wobei ich gestehe, dass ich oft auch meiner Fantasie freien Lauf lasse oder Sachen übernehme, die ich aus Filmen oder anderen Büchern kenne (So spielt z.B. Aufgabe 13 in einer rein fiktiven Region in den Rocky Mountains). 

Wo schreibst du am liebsten?

Es hört sich vielleicht lustig an, aber am liebsten und am besten Schreiben kann ich tatsächlich, wenn ich mit meinem Laptop gemütlich auf dem Bett sitze. Das ist äußerst entspannt, auch wenn es womöglich nicht das Beste für meinen Rücken sein mag. 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, das habe ich in der Tat nicht. Meist kommen Ideen und Einfälle für Geschichten, Szenen, Orte, Kapitel und Charaktere von alleine zu mir, aber eben dann, wann es ihnen passt. Ich kann oder konnte bisher z.B. nie nach einem festgelegten Muster schreiben. (Frühstück, Kaffee, noch ein Kaffee, Schreiben, Kaffee, Schreiben, Mittagessen ... etc. oder so)

Das mündet zwangsläufig manchmal in Schreibblockaden, aber selbst wenn ich mir vornehme, pro Tag mindestens 1000 Wörter zu schreiben, weiß ich, wenn es nicht läuft im Kopf, lösche ich am Ende des Tages alles wieder.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Derzeit habe ich zwei mögliche Ideen, die ich verfolgen könnte. Zum einen eine Geschichte über einen erfolgreichen Autor, der plötzlich Albträume bekommt, mit dem Schlafwandeln anfängt und dabei zu einer unberechenbaren Gefahr für seine Mitmenschen wird. Oder aber eine Geschichte über einen rücksichtslosen IT-Unternehmer aus den Neunzigern, der unerwartet auf eine Kreuzfahrt eingeladen wird und den blanken Horror erlebt.

Welche Idee am Ende das Rennen macht, das entscheidet sich in den nächsten Tagen und Wochen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ich denke, dass man von jedem Buch, das man liest, auf irgendeine Weise beeinflusst wird, selbst wenn man natürlich versucht, seinen eigenen Stil zu kreieren. Müsste ich jemanden nennen, würden mir vor allem Stephen King und Terry Pratchett einfallen. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

"Wahn", "The Shining" und die große Mehrheit der Kurzromane von Stephen King und eigentlich ausnahmslos alles, was Terry Pratchett bis zu seinem Tod veröffentlicht hat.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit lese ich gerne, spiele Handball oder treffe mich mit Freunden und Familie. Hin und wieder finde ich auch die Zeit, mir Filme anzuschauen und Computerspiele zu spielen. Und da das Schreiben bei mir auch zumeist mehr Vergnügen als Pflicht und Arbeit ist, könnte man es hier sogar ebenfalls noch auflisten (Ich habe offensichtlich eine Menge Freizeit :-D )

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Das würde ich durchaus, aber dazu fällt mir gerade nichts ein. Ich bin im Moment glücklich mit dem, was mir das Leben gibt. Wenn es so bliebe und noch die ein oder andere positive Überraschung raushaut, wäre das wohl das Optimum. :-)

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Das Feedback meiner Leser ist mir sehr wichtig. Klar, das schreibt sich so leicht und wer würde auch etwas anderes darauf antworten. Allerdings glaube ich, dass es vor allem als Selfpublisher ohne Lektorat und Verlag im Hintergrund ganz wichtig ist, sich mit seinen Lesern auszutauschen. 

Schließlich steht und fällt der Erfolg als Autor ganz entscheidend damit, ob denen, die Geld in meine Geschichten investieren, gefällt oder nicht gefällt, was ich zu Papier bringe. Ich denke, Leser sind manchmal kritischer als ein Lektorat und haben genau die Sicht auf die Geschichten, 

die man als Autor nicht hat. Daher kann der Austausch mit meinen Lesern mir viele wertvolle Informationen und Anhaltspunkte geben, was ich z.B. beim nächsten Mal eventuell besser oder anders machen könnte. Allgemein genieße ich es auch einfach sehr, mit meinen Lesern zu kommunizieren und allgemein ernsthaft über meine Geschichten zu sprechen. Denn ich finde beispielsweise in meinem Freundeskreis leider nicht allzu häufig Leute, die meine Geschichten lesen und ohne rosarote Freundesbrille bewerten können.

Außerdem ist es stets spannend und abwechslungsreich, die Meinungen völlig fremder Personen anzuhören oder mit diesen Leuten zu sprechen. Man lernt dabei viele nette  (manchmal auch weniger nette ;-)) und interessante Menschen kennen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Danke für das Interview. Vielleicht habe ich ja den ein oder anderen neugierig auf meine Geschichten gemacht und bekomme noch ein bisschen mehr Feedback. Das wäre klasse. 


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