Interview mit Ulrike Busch

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gerne! Wie ich immer wieder gern betone, bin ich Norddeutsche aus Leidenschaft. Geboren und aufgewachsen bin ich mitten im Ruhrgebiet, in Essen. Aber mich hat es schon früh dahin gezogen, wo die Landschaft eben und grün ist, wo einem frischer Wind um die Nase weht und das Meer nicht weit ist. Seit dreißig Jahren lebe ich nun in Hamburg, und meine Romane spielen natürlich alle in Norddeutschland.

Seit wann schreibst du?

Das Schreiben ist seit jeher mein Beruf, wenn auch nicht das literarische Schreiben. Ich habe Sprachwissenschaften mit Schwerpunkt Textlinguistik studiert. Seit 1989 arbeite ich als Texterin und Technische Redakteurin, seit 2003 bin ich in diesem Metier selbständig. Ende 2012 habe ich meinen ersten Roman begonnen, der ein Jahr später fertig wurde.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Es war Zufall, ich hatte das nie wirklich vor. An einem gemütlichen Herbstsonntag im Oktober 2012 hatte ich auf einmal eine Idee und habe einfach angefangen zu schreiben, allerdings ohne den Plan, ein Buch daraus entstehen zu lassen. Ich merkte aber bald, dass es eins werden will, und habe immer weiter daran gearbeitet, bis es fertig war.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Vor gut einem Jahr, nachdem „Der Pfauenfedernmord“ sich so gut verkaufte und Amazon Publishing mich „entdeckte“, war mir klar, dass ich mich innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre ganz aufs Romaneschreiben verlegen würde.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mein erstes Buch war „Himmelhochjauchzendhellblau“, ein Liebesroman für Senioren, in dem ich die letzten Lebensjahre meiner inzwischen verstorbenen Mutter verarbeitet habe. Es folgte „Leichte Mädchen haben’s schwer“, ein Band mit fünf Kurzgeschichten zu ein und derselben Protagonistin. Nein, es sind keine Porno-Geschichten. ;-) Beide Bücher habe ich als Selfpublisher veröffentlicht.

2015 habe ich meinen Nordseekrimi „Der Pfauenfedernmord“ geschrieben. Amazon Publishing hat diesen Roman in sein Verlagsprogramm übernommen, ebenso wie den darauffolgenden Krimi, „Jaspers letzter Flirt“. Beide Krimis gehören zur Serie „Kripo Wattenmeer“ und wurden in die „Edition M“ übernommen, das Krimi- und Thriller-Imprint von Amazon Publishing.

In Kürze kommt mein neuestes Buch heraus. Mehr dazu siehe unten.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Oh ja. Ich bin ein großer Fan der Nordsee-Inseln Amrum und Sylt, habe auf den Inseln recherchiert und natürlich auch Einheimische befragt. Außerdem habe ich zu polizeilichen Angelegenheiten Kriminalbeamte konsultiert.

Wo schreibst du am liebsten?

Bei mir zu Hause. Mit einem großen Pott grünem Tee und Keksen oder Schokolade auf dem Schreibtisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ich kann am besten nachmittags und abends schreiben. Also erledige ich vormittags administrative Dinge, beantworte Mails etc. und überarbeite das, was ich am Vortag geschrieben habe. Ab dem frühen Nachmittag schreibe ich dann weiter, oft bis in den späten Abend hinein.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Ich starte gerade eine neue Serie von Krimis. Sie spielen nicht in Nordfriesland wie die bisherigen beiden, sondern in Ostfriesland. Erscheinen werden sie beim Klarant-Verlag, der mich vor ein paar Wochen unter Vertrag genommen hat. Ein erstes Buch, das aber nicht zu dieser Serie gehören wird, erscheint am 18. November bei Klarant. Es ist ein Suspense-Roman, der als eBook für alle Formate erhältlich sein wird.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Eigentlich nicht. Ich bewundere eine ganze Reihe von Autoren für ihre Sprache und denke manchmal: ‚So wie der oder die möchte ich auch schreiben können.‘ Aber ich schreibe selbst schon viel zu lange, wenn es auch viele Jahre lang vorwiegend Gebrauchstexte waren. Mit der Zeit habe ich meinen eigenen Stil entwickelt.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Mein Lieblingsautor ist Martin Suter. Es gibt aber auch viele andere Autoren, die ich gerne lese; es kommen immer wieder neue hinzu. Eins meiner Lieblingsbücher ist Martin Suters „Ein perfekter Freund“.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich treibe gern Sport: Ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio, schwimme gern, fahre mit dem Fahrrad durch die Landschaft und bin bei Wind und Wetter gerne draußen. Auch fahre ich gern ans Meer. Von Hamburg zur Ostsee ist es nur ein Katzensprung. Und ich lese natürlich sehr gern, habe aber leider nicht so viel Zeit dafür, wie ich mir wünschte.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

In meinem Leben haben sich schon so viele Träume erfüllt – ich bin ein rundum glücklicher Mensch und empfinde sehr viel Dankbarkeit. Was ich mir wünsche, ist: Frieden auf der Welt. Dass niemand mehr aus seiner Heimat fliehen muss. Dass alle Menschen genug zu essen und zu trinken und ein Dach über dem Kopf haben. Dass kein Kind mehr hungrig zur Schule gehen muss. Dass alle Länder auf der Welt für alle Zeiten von Menschen regiert werden, die über gesunden Menschenverstand verfügen …

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Es ist mir sehr wichtig, solange es sachlich vorgetragen wird. Aus Leserkritiken habe ich schon einige wichtige Aussagen und Anregungen aufgenommen, die ich in meine zukünftigen Bücher einfließen lasse. Traurig finde ich allerdings, wenn jemand wütend darüber ist, dass er beim Kauf eines Buches schlicht danebengegriffen hat, wenn er einfach nicht zur Zielgruppe gehörte und dann seine Wut darüber am Autor auslässt und unter die Gürtellinie tritt. Solche Rezensionen sind für einen Autor wenig hilfreich.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich würde mich über neue Leserinnen und Leser freuen, gerade wo ich jetzt die neue Serie von Ostfrieslandkrimis beginne. Und Ihr seid herzlich willkommen auf meiner Facebook-Fanseite: https://www.facebook.com/pages/Ulrike-Busch-Autorin/635874766509781?ref=hl

Bis bald – liebe Grüße

Ulrike


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