Interview mit Brigitte Diefenthaler (Brigitte Wolven)

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ja klar. Vor ziemlich genau 56 Jahren hat man mich auf den Namen Brigitte getauft und bis heute ist kein einsetzbarer Spitzname in Sicht. Zur Zeit schreibe ich unter dem Pseudonym „Brigitte Wolven“ Thriller. Ich oute mich als Grufti und lernfähiger Dinosaurier, was soziale Netzwerke und sonstige Geheimnisse der Computerwelt und des Internets betrifft. Wenn ich nicht vor dem PC klebe, bin ich gerne draußen in der Natur und bin, schon weil es mich dauernd friert, ein absoluter Sommermensch. Es gab Zeiten, in denen ich jeden Tag mit Freunden durch die Kneipen gezogen bin und bei Wein und Rauch die Welt gerettet habe. Jetzt bin ich Mutter zweier fast erwachsener Kinder und muss zugeben, dass sich die Welt nicht so einfach retten lassen will.

Seit wann schreibst du?

Eigentlich seit ich einen Stift halten kann. Romane schreibe ich allerdings erst seit 16 Jahren. Angefangen hat alles an meinem 40zigsten Geburtstag mit den Worten „Mit 40 fängt das Leben an“.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Zuerst bin ich zum Lesen gekommen. Es gab Zeiten, in denen ich Stammgast in unserer Stadtbücherei war und 2-3 Bücher pro Tag verschlungen habe. Geschichten aller Art haben mich fasziniert. Schon als Kind wusste ich, dass meine kleine Welt durch Bücher zum Universum werden konnte. Ich habe schon immer Geschichten erfunden und geschrieben. Allerdings wurden diese Projekte, wegen meiner Chaotenschrift und meiner Unart jeden Satz dreimal umzuschreiben, nie fertig. Dann kam unser erster PC mit diesem die wunderbare „entf-Taste“. Ab diesem Moment war ich dem Schreiben verfallen.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?

Geträumt habe ich davon schon als Grundschülerin und es gibt von mir tatsächlich einige selbst geklebte Bilderbücher, die ich allerdings niemanden gezeigt, sondern im Geheimen wie einen Schatz gehütet habe. Ich war die Vorleserin und Geschichtenerzählerin in unserer Familie. Ich glaube, über die Jahre hinweg, haben sich die Geschichten in mir angesammelt, die ich dann an meinem ersten PC wie im Rausch niedergeschrieben habe.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Leider bin ich auch in dieser Hinsicht eine Spätzünderin. Ich habe bei Gondrom einige Kindergeschichten veröffentlich, z.B. „Puschel in Gefahr“ und in einem Weihnachtsbuch „Weihnachten ohne Stress“ gibt es eine Kurzgeschichte von mir. Mein erster Roman lag lange in der Schublade. Meine erste Veröffentlichung über Amazon und Create Space, ist ein Kinderbuch „Pfiffi Schneck beantwortet deine Fragen“, das ich mit meiner Schwester geschrieben habe. Seit August 2016 gibt es meinen Thriller „Still wie der Tod“ als Ebook und Printversion. Mit meinem Helden Alexander Barray wird es Anfang Dezember eine Fortsetzung geben.

Mein letztes Werk liegt bei einer Agentur und es wird hoffentlich auch bald einen Verlag dazu geben. Meine Amazon-Thriller-Reihe werde ich nicht aufgeben. Weil meine Figuren schon viele Fans gefunden haben, die ich auf keinen Fall enttäuschen will und außerdem habe ich noch viele Ideen im Kopf, die ich mit Alexander und Co verwirklichen will.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Natürlich! Meine erste Quelle sind Bücher, ich lese Berichte von Augen- und Ohrenzeugen, recherchiere im Internet, rufe Leute an, interviewe diese und reise zu Orten, um der Atmosphäre nachzuspüren. Für „Still wie der Tod“ bin ich nach Frankfurt und Berlin gereist, habe einen „Kurs“ bei einem Lakota-Schamanen belegt und stehe noch heute in regen Email-Kontakt mit einer Deutschen, die in einem Reservat lebt. Schwertkampf und Zen gehören seit über 30 Jahren zu meinem Alltag. Außerdem stöbere ich in Stadtarchiven und sehe mich durch altes Filmmaterial. Dabei stoße ich oft auf echte Juwelen!

Wo schreibst du am liebsten?

Ehrlich gesagt ganz langweilig in meiner Bücher- und Schreibklause im Dachgeschoß unseres Hauses. Ich schließe die Tür und falle in eine andere Welt.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ja, meine freien Vormittag gehören dem Schreiben. Seit ich schreibe, gibt es für mich keine faulen Vormittage mit einem Buch in der Hand mehr. Nach einem kurzen Frühstück mit meiner Familie setze ich mich sofort an den PC. Recherche mache ich dann nachmittags zwischendurch.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Mein neustes Projekt wird ein weiterer Thriller sein. Es werden die Hauptfiguren von „Still wie der Tod“ wieder eine Rolle spielen. Da auch meine Thriller immer ein Stück weit Entwicklungsgeschichten sind, werden die Biografien meiner Figuren weitererzählt und es wird eine Mordserie und interessante Bösewichte geben.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Spontan fallen mir drei Autoren ein: Frank Schätzing, Robert Seethaler und Stieg Larsson. In wie weit mich diese Autoren beeinflusst haben, kann ich nicht sagen.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Ein ungewöhnlicher Mischmasch. Meine Lieblingsautoren sind Henning Mankell, Fred Vargas, Ingeborg Bachmann, B. Brecht ... Früher habe ich alles gelesen: Western, Pferdebücher, Theaterstücke, Lyrik Balladen usw. Heute lese ich immer noch querbeet, aber z.B. keine Western mehr, dafür mehr Philosophie.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin eine Wasserratte, also schwimmen, wandern, Fahrradfahren, dann natürlich lesen, mit Freunden essen und trinken, reden, auch wenn wir wissen, dass wir die Welt nicht so einfach retten werden. Ich reise gerne. Und schreibe auch in der Freizeit sehr viel. Momentan kommen da meine anderen Hobbys etwas zu kurz.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich träume davon, nur noch zu schreiben. Alle Vormittage vor meinem PC sitzen zu können und dann noch Zeit für Familie und sonstige schönen Dinge zu haben. Es könnte wahr werden, wenn es mit meinen Thrillern bei Amazon und mit meinen Projekten, die von meiner Agentur betreut werden, weiterhin gut läuft. Ich arbeite daran und manchmal träume ich auch ...

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig!!! Als Schriftstellerin bin ich ja oft eine einsame Schwimmerin in der Welt meiner Geschichten und Figuren. Wenn ich meine Bücher in die Freiheit entlasse, ist mir absolut wichtig, zu erfahren wie sie anderen gefallen! Ich nehme jede konstruktive Kritik ernst und lerne auch daraus. Nach einer besonders enthusiastischen Rezension einer Leserin war mir den ganzen Tag über zum Lächeln. Begeisterte Leser sind die Sonne meines Autorenherzens!

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich möchte allen Lesern und Rezensenten meiner Bücher danken und hoffe natürlich, dass Ihnen mein Thriller Spaß gemacht hat. Meine größte Freude wäre es, wenn ich sie und noch viele andere mit meinen künftigen Romanen, die ich unter dem Pseudonym „Brigitte Wolven“ veröffentlichen werde, begeistern kann. In diesem Sinne: Carpe Diem!


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