Interview mit Rita Hausen

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich wurde 1952 in Dernbach/Westerwald geboren, studierte Germanistik und katholische Theologie in Bonn und war von 1981 bis 2008 Lehrerin am Gymnasium in Walldorf bei Heidelberg. Danach widmete ich mich intensiv dem Schreiben und Malen. Ich schreibe Gedichte, Erzählungen und Romane, bin fasziniert von der Zeit des 18. Jahrhunderts, in der einige meiner Erzählungen und Romane angesiedelt sind. Ich lebe in Walldorf, zeitweise auch in einem abgelegenen Haus in Mecklenburg. Ich bin Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“ und bei den „Räubern77“.

Seit wann schreibst du?

Seit meiner Jugend. Zuerst habe ich Gedichte und Tagebuch geschrieben, später dann auch Kurzgeschichten oder längere Erzählungen. Am Ende meines Studiums habe ich mich erstmals an einem Roman versucht, den ich aber nicht veröffentlicht habe.

Nach meiner Frühpensionierung habe ich dann noch intensiver mit dem Schreiben weitergemacht.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Mein Traum war es seit meiner Jugend, aber ich habe mich lange nicht so richtig getraut. Der Lehrerberuf hat mich dann so in Anspruch genommen, dass ich nur hin und wieder geschrieben und veröffentlicht habe, z.B. in Zeitungen und Zeitschriften.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

- Trazom, Mozartkrimi, 2009

- Schillercode, Krimi, 2012

- Ein ungeratener Sohn, Roman über die Jugend Friedrichs des Großen, 2012

- Der Fall Struensee, Roman über einen Arzt im 18. Jahrhundert, 2013

- Das verschwundene Buch, Mystery-Roman, 2016

- Theaterblut, Historischer Roman, 2016

Dazu kommen zahlreiche Beiträge in Anthologien.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja klar. Ich habe mich in mein Thema oder meinen Protagonisten immer sehr vertieft. Man kann nicht über Friedrich den Großen schreiben ohne die Literatur über ihn zur Kenntnis zu nehmen.

Wo schreibst du am liebsten?

Auf der Terrasse meines Sommerhäuschens in Mecklenburg.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Ich habe einige Kurzgeschichten geschrieben, in denen Zeitreisen vorkommen. Ich habe dazu auch viele Sachbücher und Romane gelesen. Vielleicht schreibe ich auch einen Roman zu diesem Thema.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Ich kenne mich gut in der klassischen Literatur aus, hier hat mich vor allem Friedrich Schiller beeindruckt. Daher kommt meine Vorliebe zum 18. Jahrhundert, die allerdings auch durch die Musik Mozarts geprägt wurde.

Natürlich habe ich auch viele Werke der modernen Literatur gelesen, ich mag z.B. Gedichte von Hilde Domin und die Werke von Christa Wolf.

Auch in der so genannten Unterhaltungsliteratur gibt es vieles, das mich anspricht.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Die Werke von Friedrich Schiller, Faust von Goethe

Christa Wolf, Kassandra

Eva Baronsky, Herr Mozart wacht auf

Hanns-Josef Ortheil, Die Nacht des Don Juan

Jens Johler, Die Stimmung der Welt

Die Bücher von Eric Emmanuel Schmitt

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

malen, lesen, schwimmen, paddeln, Fahrrad fahren, wandern

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich möchte einfach weiterhin schreiben und malen, Menschen begegnen, die Natur genießen, schöne Musik hören.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Natürlich ist es wichtig zu erfahren, wie meine Bücher gefallen haben, aus Kritik kann man lernen. Allerdings wünsche ich mir von den Lesern auch, sich mal auf etwas Anderes oder Ungewöhnlicheres einzulassen und sich nicht nur an den Bestsellerlisten zu orientieren.

Liebe Rita, danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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