Interview mit Leveret Pale

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Hallo. Bitte.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich heiße Nikodem Skrobisz, publiziere allerdings die meisten meiner Bücher als mein Alter Ego Leveret Pale. Ich bin am 26 Februar 1999 in München geboren und trotz einiger Umzüge in den letzten Jahren, wohne ich aktuell auch dort. Ich habe allerdings vor demnächst für ein halbes Jahr nach Südostasien zu reisen und danach nach Berlin zu ziehen. Ich beschäftige mich neben der Literatur und Schriftstellerei sehr intensiv mit Philosophie, Psychologie und Pharmakologie, was ich auch in meine Werke mit einfliessen lasse. Ich schreibe Essays, Sachbücher und Kurzgeschichten und Romane in den Genre Horror, Gegenwartsliteratur und Surrealismus. Ich experimentiere allerdings immer wieder mit neuen Genre und Textformen herum und betreibe auch einen Blog unter http://leveret-pale.de

Seit wann schreibst du?

Seit ich es gelernt habe, also seitdem ich fünf war, aber abgesehen von Tagebüchern, Notizbücher, Pseudosachbüchern und Essays, habe ich mich erst so mit 12-13 an Kurzgeschichten und Romane gewagt.

Wie bist du zum Bücherschreiben gekommen?

Das erste Buch, welches ich geschrieben habe, war im Alter von Zehn ein selbstzusammengeschriebenes Kompendium über diverse Fabelwesen, vom Wyrm, über den Amphitere bis hin zu diverse Elfenarten. Ich habe Wochen daran gearbeitet, von verschiedenen Büchern die Wesen zusammengetragen, Illustrationen gemalt, ein Cover mit Wasserfarben und Pappe angefertigt und mit Klebeband gebunden.

Danach schrieb ich lange Zeit Tagebücher und immer wieder seitenweise Essays, vor allem um meine eigenen Gedanken zu reflektieren.

Mit dreizehn versuchte ich, das erste Mal einen Roman zu schreiben, gab aber nach einigen Kapitel auf. Erst mit 16 und etwas Vorarbeit durch Kurzgeschichten, schaffte ich es, meinen ersten Roman wirklich zu beenden - und seitdem geht es wie im Rausch voran. In dem Jahr, nach dem ich meinen ersten Roman geschrieben hatte, verfasste ich zwei Sachbücher, drei Romane und gut zwei Dutzende Kurzgeschichten und eine Handvoll Essays.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Als Kind, und auch noch so mit 15, wollte ich immer Wissenschaftler werden, Archäologe, Pharmakologe, zwischendurch hatte ich auch Phasen, wo ich von mehr aktionreicheren Berufen träumte, wie MMA-Kämpfer oder Soldat, aber allgemein wollte ich schon eine eher akademische Richtung einschlagen. All das änderte sich dann mit einem Schlüsselerlebnis:

Ich vergiftete mich im Alter von 16 Jahren versehentlich mit Mutterkornalkaloiden. Das Resultat war ein Antoniusfeuer, wie man es aus den Geschichtsbüchern oder mittelalterlichen Gemälden kennt:

Unerträgliche Schmerzen, Krämpfe am ganzen Körper, Atemnot, Kreislaufprobleme, Halluzinationen und Visionen, wie direkt aus der Hölle. Die Wände bewegten sich, im Garten tat sich ein Schwarzes Loch auf, die Sterne fielen vom blutenden Himmel. Ich hatte das Gefühl zu sterben und unglaubliche Angst davor, denn ich wusste, dass ich noch lange nicht dafür bereit war. Mein ganzes Leben rollte sich vor mir auf, alle Erinnerungen, meine Verfehlungen und meine unerfüllten Hoffnungen zogen an mir vorbei. Ich realisiert in dem Moment, dass ich in meinem tiefsten Inneren Schriftsteller werden wollte. Ich bereute es bitter, dass ich dieser Berufung nicht mehr folgen konnte.

Ich überlebte glücklicherweise unbeschadet und nahm aus der Erfahrung die Erkenntnis mit, dass ich Autor werden wollte. Seitdem ich arbeite ich unermüdlich und passioniert an meinen Manuskripten.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Ich zähl mal nur die auf, die es auch als Taschenbuch gibt. Als eBook sind einige mehr erschienen:

Wahnsinn: 13 verstörende Geschichten

Das Erwachen des letzten Menschen: Eine philosophische Novelle

Die Rückkehr der Götter (Elirium-Saga)

Kratom: Alles über die einzigartige Mitragyna Speciosa

Hawaiianische Baby Holzrose: Alles über das unterschätzte Psychedelikum

Wahn: denn den Sinn habe ich erschossen

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja, ich recherchiere für fast alle meine Bücher. Bei den Sachbüchern natürlich am meisten. Dafür habe ich mich ungezählte Stunden durch wissenschaftliche Publikationen, Studien und Fachliteratur gewühlt.

Für meine belletristischen Projekte recherchiere ich allerdings auch nicht wenig. Ich möchte immer alles verstehen, worüber ich schreibe und dem Leser einen detaillierten und realistischen Einblick gewähren.

Wo schreibst du am liebsten?

Zuhause, an meinem Schreibtisch. Woanders fällt es mir oft schwer, mich zu konzentrieren.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, ich schreibe aber jeden Tag und so viel es mir nach Tagesablauf und Kondition gerade möglich ist.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Zurzeit arbeite ich sehr intensiv an der Vorbereitung des zweiten Bands meiner Darkfantasyreihe Elirium-Saga. Der Band wird „Königsgambit“ heißen und im Februar 2017 erscheinen. Daneben bereite ich auch die Veröffentlichung meines surrealistischen, postmodernen Romans „Crackrauchende Hühner“ vor und die zweier Horror-Anthologien. Ein dediziertes, neues Projekt habe ich zurzeit noch nicht angefangen, aber ich habe noch alle Hände voll mit den aktuellen zu tun.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Ich denke, ich wurde von allen Autoren, die ich bisher gelesen habe, beeinflusst und habe daraus meinen eigenen Stil entwickelt. Bis auf einige Kurzgeschichten, wo ich bewusst einen Stil imitiert habe (wie bei „Lemuria“ Lovecraft und bei „Kratom“ DeQuincey), kann ich generell keinen einzelnen Autor ausmachen, der mich am meisten beeinflusst hat.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Diese Frage kann ich, um ehrlich zu sein, ebenso wenig pauschal beantworten. Ich lege mich ungern auf eine Sache fest und entdecke auch immer wieder neue Autoren und Texte. Prinzipiell würde ich aber sagen, dass die Bücher von William S. Bourroughs, Stephen King, H.P. Lovecraft, Dmitry Glukhovsky und Fjodor Dostojewski mir am meisten zusprechen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Wenn man vom Schreiben, Plotten und Lesen absieht, die für mich auch mehr Spaß sind, als Arbeit, so bin ich vor allem zum Ausgleich körperlich aktiv: Wandern, Spazieren, Fahrrad fahren, Klettern, Joggen, Krafttraining.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Einen richtigen Bestseller zu landen und den Durchbruch als Schriftsteller zu schaffen, verfilmt werden, das sind so die Ziele, auf die ich hinarbeitet und deren Erfüllung für mich das größte wäre.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Extrem wichtig. Mindestens einmal am Tag klappere ich deshalb alle gängigen Plattformen ab, auf denen Bücherrezensionen veröffentlicht werden - von Amazon, Hugendubel, Was liest du? bis Lovelybooks - und halte nach neuen Rezensionen Ausschau. Des Weiteren habe ich auch Kontakt mit einigen meiner Stammleser und tausche mich mit ihnen regelmäßig zu kommenden Projekten und ihren Meinungen aus. Ich sehe, vor allem gut argumentierte, Kritik als eine großartige Möglichkeit seine eigenen Fehler zu finden und daraus zu lernen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast. 

Danke für das Interview und für eure Aufmerksamkeit.


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