Interview mit Nicole Wollschlaeger

                                                                   © Felix Matthies

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Als ehemalige Buchhändlerin lese ich sehr gerne und sehr viel. Vor allem Krimis. Deshalb auch mein Entschluss einen Krimi zu schreiben.

Seit wann schreibst du? 

Das Gefühl Geschichten schreiben zu wollen, hatte ich schon seit meiner Jugend. So richtig verfolgt habe ich den Gedanken aber erst später. Als ich anfing an meinem ersten Buch zu schreiben, war ich schon Anfang dreißig, also 2004.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Die Lust am Schreiben habe ich während meines Schauspiel-Studiums entdeckt. Als neu angefangenes Semester mussten wir damals ein Theaterstück auf die Bühne bringen. Und dabei habe ich gemerkt wie gerne ich Geschichten entwickle und aufschreibe.

Die Initialzündung zu meinem ersten Buch waren dann die Lesungen für "Das magische Baumhaus". Ich bin für die Kinderbuch-Serie acht Jahre lang auf Lesereise gegangen und habe vor Grundschülern gelesen. Die Begeisterung der Kinder hat mich beeindruckt und ermutigt, mich an eine eigene Geschichte zu wagen.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Sehr spät. Vor vier Jahren ;)

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mein erstes Buch war "Schatten über Nargon" 2013 erschienen bei Carlsen (Impress) und jetzt im September 2016 "Elbschuld", ein Krimi für Erwachsene.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Für Das Kinderbuch eher weniger, weil das eine reine Fantasy-Geschichte ist und nur in meinem Kopf existiert. Aber für den Krimi habe ich viel die Gegend erkundigt, in der der Krimi spielt. Und natürlich einige Dinge, wie zum Beispiel der Vorgang in einem Krematorium. 

Wo schreibst du am liebsten?

Im Moment schreibe ich zuhause, da ist es absolut ruhig. Ich würde gerne in Cafés schreiben können, aber da kann ich mich leider nicht konzentrieren. Außerdem lese ich mir die Texte immer wieder laut vor, um zu sehen, ob sie funktionieren. Da würde ich in einem lauten Café auch eher auffallen ;)

Hast Du ein festes Schreibritual?

Am besten schreibe ich morgens. Nach dem Aufstehen koche mir einen Kaffee und dann setze ich mich auch schon an den Rechner und fange an. Bis zum Nachmittag habe ich mein Soll meistens geschafft und kümmere mich dann um alles andere, was so anfällt.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich schreibe am 2. Band der Goldberg-Serie, der voraussichtlich im Mai erscheinen wird. So viel kann ich vorab verraten: In Kophusen macht ein Ayurveda-Zentrum auf, aus dem plötzlich die Gäste verschwinden.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Oh, da gibt es einige. Fred Vargas zum Beispiel, weil sie so herrlich skurrile Geschichten erfindet aber auch Krimi-Autoren wie Jussi Adler-Olsen oder Jo Nesbo.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Martin Suter ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren sowie Nick Hornby.  Bei den beiden komme ich um die gebundene Ausgabe nie herum ;) Lieblingsbücher von mir sind zum Beispiel: Die Lichtung von Hegland; Small World von Suter; How to be good von Hornby oder auch Im Rausch der Stille von Sanchez Pinol. Und zahlreiche Krimis, die ich gar nicht alle aufzählen kann.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich versuche viel Yoga zu machen, was mir leider nicht so oft gelingt, wie ich gerne möchte. Außerdem lese ich sehr gerne und ich habe eine kleine Leidenschaft fürs Puzzlen. Das bringt mich auf andere Gedanken ohne mich unnötig anzustrengen. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich würde gerne ein Haus in Cornwall haben ;)

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Es freut mich immer, wenn eine Szene gut ankommt und funktioniert, so wie ich sie mir in meinem Kopf vorgestellt habe. Aber auch Tipps und Anregungen sind sehr wichtig. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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