Interview mit Alva Furisto

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Hallo liebe Leseverrückte, mein Name ist Alva. Ich bin 37 Jahre und schreibe unter Künstlernamen, da ich neben dem Schreiben einen Ganztagsjob habe, bei dem nicht jeder gleich wissen muss, was ich sonst noch alles so fabriziere. Ich lebe im Westerwald mit meinem Mann und meinem Sohn, dazu beherbergen wir noch ein altes Pony und zwei Hunde. Es ist also immer was los hier.

Seit wann schreibst du? 

Ich schreibe, seit ich schreiben gelernt habe. Diktate waren immer gruslig, Aufsätze habe ich geliebt, egal ob es um fachliche Dinge ging oder die Fantasie gefragt war. Allerdings waren die Geschichten und Comics, die ich nicht für Schule, Arbeit oder Studium verfasste, dann nur für Geschwister und Freunde.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich habe irgendwann eine lange Geschichte im Kopf gehabt und sie aufgeschrieben. Mein Mann und einer meiner Freunde haben sie gelesen und begonnen, mir Mut zu machen und mich immer wieder aufgefordert, doch einen Verlag zu suchen. Perfektionistisch, wie ich bin - habe ich noch ein Buch geschrieben - von dem ich dachte, es sei besser zu vermarkten und habe begonnen, mich zu erkundigen. 

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Will ich gar nicht :-) Bin ich schon. Ehrlich gesagt, war das nie ein Wunsch, der sich so in der Art bei mir festgesetzt hat. Ich schreibe, weil es mir Freude bereitet. Aber ich liebe meinen anderen Job auch und kann mir nicht vorstellen, ihn aufzugeben. Gerade weil ich im Beruf so viel mit Menschen zu tun habe und diese Begegnungen sehr inspirierend sind.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Bisher:

6:42 Uhr - Der PSI-Effekt

6:42 Uhr - Der Overview-Effekt, beide im Bookshouse Verlag.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ich habe viel recherchiert. Mir ist wichtig, dass die Dinge Hand und Fuß haben. Manchmal bekomme ich graue Haare bei den Recherchen ... manchmal bemerke ich, dass ich jahrelang einem Irrglauben unterlag ... Und manchmal sitze ich drei Abende vor dem Rechner und gräme mich wegen einem einzigen Satz. Aber es bereitet mir Freude, wenn ich später das Ergebnis sehe. Und ich weiß jetzt ganz viele wichtige Dinge ... :-)

Wo schreibst du am liebsten?

Mittlerweile in der Küche. Da haben die Hunde ihr Wasser und ich meinen Kaffee. Ich sehe wer kommt und bin nah an der Schokolade :-)

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ich wünschte, ich hätte eines, dann könnte ich mich vielleicht nicht so drücken, wenn mal die Motivation fehlt. Wobei ich sagen kann, wenn ich nicht überarbeite, sondern an ganz neue Geschichten gehe, dann höre ich gern Musik. Die muss zur Stimmung der Szene passen und so tauche ich völlig ab in meine Buchwelt.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Derzeit überarbeite ich einen Thriller, der ein bisschen düsterer und blutiger ist, als 6:42 Uhr und auch viel schräger. Danach geht es an einen Jugendroman, der schon 80 Seiten umfasst und an die Ausarbeitung eines Liebesromans. Ich blinzle aber immer wieder auf die Kapitel für eine eventuelle Fortsetzung von 6:42 Uhr ... die ich schon habe. Soll ich oder soll ich nicht. Ich weiß es noch nicht, aber viele Leser haben schon darum gebeten.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Oh ja. Es gibt eine Autorin, bei der ich Mordgedanken hegte, nachdem sie mir das erste Mal eines meiner Kapitel zerfetzt hatte und das Lektorat nannte. Ich habe dann knurrend getan, was sie mir erklärt und angemerkt hatte. Danach war der Text um Längen besser und ich versöhnt.

An dieser Stelle danke ich Christa Kuczinski, ohne die ich meinen Stil nicht so schnell hätte verbessern können.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Ich kann das immer nur aktuell sagen. In 2016 war ich begeistert von Kammerflimmern & Klabusterbeeren von Rafael Eigner, dann von Christa Kuczinskis Aberness - vor allem, weil ich die Entstehung miterlebte und die Reihe Virulent von Lina Jacobs fand ich sehr erfrischend.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin ein Mensch für kreatives Chaos. Ich schreibe, koche und backe dabei, geh mit den Hunden oder dem Pferd raus und renoviere dazwischen munter an unserem alten Haus.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Oh, da habe ich in der Freizeit noch den anderen Tick vergessen ... Wir alle hier im Haus lieben Autos. Mein Traum ist es, dass mein nun 30 Jahre alter Nissan Laurel wieder komplett restauriert ist und ich damit herumfahren kann. Wir arbeiten daran. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Ich finde Feedback ganz wundervoll. Und auch wenn jemand etwas nicht gefällt. Gerade diese unterschiedlichen Eindrücke und Empfindungen verschiedener Menschen sind spannend. Warum spricht etwas den einen an und den anderen nicht. Von der Vorstellung, es allen recht zu machen, bin ich als Autor weg.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Zunächst bedanke ich mich für das tolle Interview bei Dir - und bei den Lesern, die sich die Zeit genommen haben, es zu lesen.

Ich freue mich auf meine Leser und ihr Feedback. Danke für eurer Interesse.


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