Interview mit Mara Ferr

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Herzlichen Dank für die Einladung zu diesem Interview. Es bedeutet ja auch für dich viel Arbeit, diesen Beitrag zu veröffentlichen. 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gerne :-) Ich bin ein klein wenig über 50 ;-) und als Sonderpädagogin für behinderte und schwerstbehinderte Kinder berufstätig. Daher bleibt mir kaum Zeit, Lesungen zu veranstalten, da ich meine freie Zeit in erster Linie dazu nutze, Reisen zu unternehmen oder zu schreiben. Ich lebe in der Steiermark, dem grünen Herzen von Österreich, und genieße sowohl meine bergig-bewaldete Heimat als auch den Luxus, in einem friedlichen Land leben zu dürfen.

Seit wann schreibst du? 

Ich habe erst 2012 damit begonnen, an meinem ersten Buch zu arbeiten.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Während einer Paris Reise beobachtete ich von einem Straßencafé aus eine zwischenmenschliche Begegnung, die mich derart faszinierte, dass ich sie zu Papier bringen wollte. (Mehr möchte ich jetzt aber nicht verraten) 

Wieder zu Hause, begann ich, das Gesehene in Worte zu fassen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich überhaupt noch nicht: Wird es ein Reisebericht? Eine Kurzgeschichte? Ein Erlebnisaufsatz? - Letztendlich wurde daraus ein Buch, "41 Rue Loubert". ?

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?

Es gab niemals den festen Vorsatz, Autorin zu werden. Ich schreibe auch heute noch nur nach Lust und Laune, einfach weil es mir Spaß macht. Dass meine Bücher gerne gelesen werden, empfinde ich als reine Freude.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

41 Rue Loubert

Aux Champs Elysees

Ponts de Paris

Die Herzen des Monsieur Lefort

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

In erster Linie lasse ich mich durch Paris treiben, sauge die Eindrücke wie ein Schwamm auf und mache mir Notizen zu Straßennamen oder geographischen Gegebenheiten und Besonderheiten. Während des Schreibens passiert es natürlich hin und wieder, dass ich mich schlau mache bezüglich Rechtschreibung der französischen Begriffe. Hin und wieder rufe ich mir auch einzelne Schauplätze via Internet in Gedächtnis, um die Erinnerung lebendig zu halten.

Wo schreibst du am liebsten?

Im Urlaub am Meer. Strandliege, Minilaptop und ein Gläschen Prosecco – PERFEKT! :-)

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Wenn mich die Muse küsst *lach*, geht‘s einfach los.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Das nächste Buch wird den Titel "Henriettes Wohngemeinschaft" tragen. Die ersten zwei Seiten sowie das dramatische Ende sind schon in Stein gemeißelt. Was über die restlichen 300 Seiten sonst noch alles passieren wird, wissen die Götter. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Definitiv Stephen King - dabei weniger seine populären Horrorgeschichten als viel mehr seine weniger bekannten Psychogramme und vor allem sein legendärer Schreibstil.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Philip Roth (alle): Der menschliche Makel

Stephen King: Vom Leben und vom Schreiben

Alice Munro (all): Die Liebe einer Frau

Javier Marias: Mein Herz so weiß

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Am liebsten reise ich - nicht nur um Länder kennenzulernen, sondern auch um mal die Zehen für längere Zeit in den Sand zu stecken und nichts zu hören, außer dem Rauschen von Meereswellen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Wünsche hab ich kaum, es geht mir zum Glück sehr gut. Natürlich möchte ich - wie jeder andere Mensch auch - gesund bleiben. Aber ein Traum wäre, einen Flamencokurs in Sevilla mitzumachen. :-) 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Ohne Feedback von LeserInnen wäre das Veröffentlichen von Büchern sinnlos. :-) Natürlich freue ich mich über positive Rückmeldungen, nehme aber auch konstruktive Kritik sehr ernst. Aber mir ist sehr wohl bewusst, dass man nicht "everbodys darling" sein kann und nicht alle meine Bücher allen Leserinnen gefallen. Aber das muss ja auch nicht sein.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Während meiner Arbeit an einem neuen Buch überfallen mich von Zeit zu Zeit Phasen, in denen partout keine zündende Idee kommen mag, um die Handlung bis zum bitteren Ende zu Papier zu bringen. Dann denke ich an Sie und ich stelle mir vor, dass Sie Vergnügen finden an meiner Geschichte, dass Sie vielleicht sogar gespannt darauf warten, wie schlussendlich des Rätsels Lösung aussehen mag. Dass Sie das Buch mit einem zufriedenen Lächeln auf den Nachttisch legen, es in Ihr Bücherregal stellen oder sogar Freunden empfehlen. Das ist der Moment, an dem der stotternde Motor wieder anspringt. Dafür danke ich Ihnen.

Herzlichst, Ihre Mara Ferr


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