Autorenporträt: Dopfer-Werner, Angela

Als Kind und Jugendliche war ich sicher die größte Leseratte unter der Sonne! Auf dem Spielplatz (wenn ich an die frische Luft musste), im Bett mit Taschenlampe (wenn ich schlafen sollte), am Strand unterm Sonnenschirm (wenn ich mich bewegen sollte), ich habe überall und in jeder Situation gelesen. Natürlich wollte ich dann auch selber schreiben. 

Aber dann kam zuerst das Studium (Sozial- und Sonderpädagogik) und mittendrin meine Tochter und dann, geboren aus meiner Leidenschaft für Farbe und Stoff, unser erstes Geschäft. Später, wenn es mal ruhiger ist, später, wenn ich endlich Zeit habe, später werde ich ein Buch schreiben, habe ich mir eingeredet. Aber dann hat eine faszinierende Frau aus dem Mittelalter ihre Hände nach mir ausgestreckt, und es gab keine Ausrede und kein später mehr! 

Der Anblick eines Sarges mit der toten jungen Frau, die im Jahr 1957 im Moor bei meinem Heimatdorf Peiting gefunden wurde, hat mich zutiefst aufgewühlt. Und ich begann, mich mit ihrer Zeit, ihrem Leben und ihrem Tod auseinanderzusetzen. So ist mein erster Roman "Mein Name ist Afra" entstanden! Es folgten die Kurzgeschichte "Der Haifisch in meinem Kopf" und mein zweites historisches Buch Myrrha über die Märtyrerin aus Augsburg. Dann kam ein lange anhaltender Stillstand, hier entstand eine Geschichte für Kinder und das Theaterstück "Alias Tigra". 

Auf den Spuren meiner zweiten Romanheldin bin ich dann mit meiner Familie ihren Weg nachgegangen, die uralte römische Straße Via Claudia Augusta von Donauwörth in Bayern über Österreich bis Ostiglia in Italien. Jeden Meter zu Fuß, ein Erlebnis, das mir heute noch Freude macht! 

Auf diesem Weg über die Alpen, durch Landschaften voller Vergangenheit und Mystik, sind mein Mann und ich auf eine fesselnde Geschichte gestoßen, an der ich jetzt seit einem Jahr schreibe. Ein moderner Abenteuerroman, ein teils historischer Thriller, in dem die Kirche, Südtirol und Bayern und die sagenhaften Nibelungen eine wichtige Rolle spielen! 

Denn das ist mein Thema: Das Zusammenspiel von Gestern und Heute, die alten Verbindungen, die uns nicht loslassen und unser Handeln und Sein bestimmen, ob wir es wollen oder nicht. 

ELISA SCHMITT (Illustratorin vom "kleinen Fritz")

Nach dem allgemeinen Abitur 2013 an der Fachoberschule für Gestaltung in Augsburg arbeitet Elisa Schmitt zur Zeit im Rahmen eines freiwilligen kulturellen Jahres am Metropoltheater in München. „Der kleine Fritz und die Schnecken“ ist das erste Kinderbuch, das sie illustriert hat.

Textquelle: Amazon

Bild: Amazon

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