Interview mit Marc Elsberg

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Nach der Matura (österr. für Abitur) wollte ich Maler, Comiczeichner oder Karikaturist werden, irgendetwas Künstlerisches also. Es wurde dann ein Designstudium in Wien, während dessen ich aber auch in die Werbung geschnuppert habe. Dort hat es mir so gut gefallen, dass ich über zwanzig Jahre lang als Kreativer blieb, unter anderem acht Jahre in Hamburg. Seit 2012 bin ich ausschließlich Autor, lebe hauptsächlich in Wien.

Seit wann schreibst du?

Anfang Zwanzig habe ich in der Werbung zu schreiben begonnen, allerdings keine Bücher. Die kamen erst zehn Jahre später.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Ich wollte eine bestimmte Geschichte lesen, die ich mir spannend und unterhaltsam vorstellte, aber es gab sie nicht. Da beschloss ich, sie selbst zu schreiben. Daraus wurde tatsächlich mein erstes Buch.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Ich weiß es bis heute nicht. Ich könnte mir noch so viel anderes vorstellen. Aber derzeit macht es mir Riesenspaß.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Als Marc Elsberg „Blackout“, „Zero“ und „Helix“. Davor unter anderem Namen eine Politsatire und drei Krimis.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja, besonders ausführlich für Blackout, Zero und Helix.

Wo schreibst du am liebsten?

Zuhause an meinem Schreibtisch, auf dem Sofa oder in meinem Wink (Lehnsessel eines japanischen Designers aus den 80er-Jahren).

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Ich setze mich hin und entweder es geht oder es geht nicht. Wenn es nicht geht, probiere ich es später noch einmal oder am nächsten Tag. Außer es drängt sehr, dann schreibe ich einfach trotzdem, irgendwann komme ich meistens rein. Denn Müll bis dahin muss ich eben streichen.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Jein. Wir versuchen uns gerade an etwas anderem als einem Buch, in den neuen Medien. Mal sehen, ob das was wird.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Zu viele, um sie aufzuzählen. Wahrscheinlich auf gewisse Weise alle, die ich jemals gelesen habe. Irgendwas nimmt man ja immer mit, ob als positives oder negatives Beispiel.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Immer wieder andere, das kann ich so nicht sagen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lesen, Filme schauen, Sport, Reisen, Freunde treffen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Dass ich neugierig bleibe und immer wieder etwas Neues ausprobiere, auch wenn alle anderen mich vielleicht für verrückt erklären.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Ich höre da ganz genau zu. Das großartigste Feedback auf „Blackout“, „Zero“ und „Helix“ ist, dass die Bücher den Lesern nicht nur ein paar spannende Lesestunden schenken, sondern vielen auch Nachdenk- und Diskussionsstoff geben, dass sie in Schulen, Wirtschaft und Politik nicht nur als Unterhaltung gelesen werden. Wann passiert das Thrillern schon ...

Lieber Marc, danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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