Interview mit Ulrich Radermacher

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin Jahrgang 1964, geboren in der alten Römerstadt Trier. Nach Abitur und Banklehre studierte ich BWL in Nürnberg, 

bevor ich im Jahr 1990 im Landkreis Freising eine neue Heimat fand.Seit 1995 bin ich als unabhängiger (darauf lege ich großen Wert) Finanzexperte für 

Investmentfonds und Sachwertbeteiligungen selbstständig tätig. Ich bin geschieden und Vater von zwei erwachsenen Söhnen.

Ich war über 40 Jahre lang aktiver Judoka und bin Träger des 1. Dan (schwarzer Gürtel).

Ich gehe gerne Inline skaten und tanze ganz passabel (auch Foxtrott, Walzer etc.).

Ich bin neugierig, habe viel Phantasie, bin offen und ziemlich direkt (für manche Leute sogar zu direkt).

Seit wann schreibst du? 

Seit Sommer 2010.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

 In einer schwierigen privaten Lebenssituation musste ich meine Gedanken sortieren und habe sie deswegen niedergeschrieben.

Das ging ziemlich gut. Erst hat mich der Ehrgeiz gepackt, kurz darauf war ich mit dem Schreibvirus infiziert.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Als die positive Resonanz auf meine ersten Ergüsse immer mehr wurde, und ich noch viele Ideen hatte.

Vom Zeitpunkt her im Jahr 2011.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

"Im Dschungel der Liebe", ein humorvoller Ü 35-Ratgeber, der jedoch nach Differenzen mit dem E-Book-Verlag (kein Selfpublishing) nicht mehr erhältlich ist.

"Saukerl", ein München-Krimi, im Gmeiner-Verlag. Erhältlich als Taschenbuch, E-Book und als Hörbuch

"Schickimicki", der zweite Fall von Alois Schön und seinem Team, erschien am 8.02.2017, ebenfalls im Gmeiner-Verlag. Das Hörbuch folgt bald.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Selbstverständlich. Ein guter Krimi ist das Ergebnis einer Mischung aus Kreativität,Recherche und Handwerk.

(Es kommt beim Leser nicht gut an, wenn ein Autor behauptet, die Leiche sei in der Isar kilometerweit geschwommen,

obwohl zumindest Münchener wissen, dass es mehrere Wehre auf der Strecke gibt.) 

Ich recherchiere im Internet und und mittels Gesprächen mit Fachleuten zum entsprechenden Themengebiet. Ebenso sollte man

seine Schauplätze besucht haben und die Charaktäre und Sprache der Figuren dem wirklichen Leben anpassen. Bei jugendlichen

Figuren sind mir meine Söhne eine große Hilfe gewesen.

Darüber hinaus habe ich diverse Telefonate mit der Pressestelle des Polizeipräsidiums München geführt, um die polizeilichen 

Abläufe so realistisch wie möglich darzustellen.

Wo schreibst du am liebsten?

Zu Hause am PC.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Zuerst schreibe ich den Plot. Bevor man den ersten Satz schreibt, sollte man wissen, wo man hin will, den Mörder und seine Motive kennen.

Das heißt nicht, dass mir nicht beim Schreiben noch Neues einfällt. Wenn ich eine Idee habe, will ich die möglichst schnell zu Papier bringen.

Anschließend überprüfe ich die erste Version auf Unstimmigkeiten, handwerkliche Fehler und Rechtschreibung. Da kann es

durchaus vorkommen, dass ich Szenen, die ich ursprünglich ganz toll fand, wieder komplett streiche, weil sie einfach

total unrealistisch sind. Getreu dem Motto "Kill your darlings!" 

Im nächsten Schritt lese ich mir das Manuskript laut vor, um die Story auf flüssige Schreibweise zu überprüfen. 

Nach diesem ersten Feinschliff drucke ich mir mein Werk Kapitel für Kapitel aus, lese es leise (wie ein Buch) und überarbeite es ein weiteres Mal.

Danach ist es so weit, dass ich es an Korrekturleser oder den Literaturagenten weiterreichen kann, damit mir die Profis weitere Verbesserungsvorschläge

unterbreiten.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ein dritter Fall meiner Münchener Mordermittler ist in einer gut überarbeiteten Version fertig. Der nächste Schritt wäre das Lektorat durch einen Verlag. Verträge sind allerdings noch keine unterschrieben. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Eigentlich nicht, zumindest kein bestimmter. 

Natürlich achte ich darauf, wie Kollegen oder berühmte Autoren formulieren. Welche Ideen sie entwickeln 

und wie sie bestimmte Probleme lösen. Wenn mir etwas gefällt, überlege ich, wie ich es meinem Stil anpassen kann.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

"Frühstück bei Tiffany" finde ich genial. Vielleicht das beste Buch, das ich je gelesen habe.

Gut gefallen hat mir auch Charles Bukowski: "Nachtschicht und versoffene Tage". Vor allem wegen seiner ungeschminkten, direkten Art.

Aber auch "Der Alchimist" von Paulo Coelho.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Sport treiben, Tanzen gehen (Ü 30), Ausgehen

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Träume und Ziele sollte man bis an sein Lebensende haben. Und so viele wie möglich davon umsetzen und erreichen.

Am Ende meines Lebens will ich beispielsweise alle Kontinente bereist haben.

Natürlich habe ich nichts dagegen, ein berühmter Bestseller-Autor zu werden.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Denn sie sind die Käufer meiner Bücher und ihnen müssen meine Krimis gefallen.

Zudem bin ich ein Mensch, der Feedback sucht und braucht, weil er sich immer verbessern will. 

Konstruktiver Kritik stehe ich deshalb sehr offen gegenüber.Mir wurde zudem schön häufig bestätigt, ich sei nicht nachtragend und

könne auch durchaus einstecken.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich freue mich, den ein oder anderen Leser deines Blogs auf einer meiner Lesungen persönlich begrüßen zu können. 

Termine, Lesermeinungen und weitere ausführliche Informationen über mich und meine Werke finden Sie auf www.krimi-muenchen.de


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