Interview mit Bodo Manstein

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gerne, mein Name ist Bodo Manstein und ich bin 1962 im Ruhrgebiet geboren. Über längere Aufenthalte als Kind und Jugendlicher an der südlichen Nordsee, habe ich meine Liebe zur See entdeckt und bin nach meinem Abitur in die Marine eingetreten. Dort führten mich meine Wege immer wieder nach Sylt, wo ich zuletzt acht Jahre mit meiner Familie gelebt habe. Heute wohnen wir in der Nähe von Kiel, tragen „unsere“ Insel aber immer noch im Herzen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Im Jahr 2009 fiel mir während einer meiner Laufrunden auf, dass ich zehn Jahre Nichtraucher war. Da dachte ich mir, dass das doch ein guter Moment wäre, um über meine Raucherkarriere zu schreiben. So entstand mein autobiografischer Roman „Kippenlaster“, den ich 2015 unter dem Titel „Endstation Sylt“ neu aufgelegt habe.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Im Grunde nachdem ich meinen ersten Sylt-Krimi veröffentlicht hatte. Im Gegensatz zu dem autobiografischen Roman, war dies eine Geschichte, die ich mir gänzlich ausgedacht habe, auch wenn ich gewisse autobiografische Züge bei meinem Hauptprotagonisten nicht leugnen kann.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Bisher habe ich, wie schon erwähnt, „Endstation Sylt“ veröffentlicht. 2012 folgte dann „Juli.Mord.“, der Auftakt zu meiner Sylt-Krimi-Reihe. Im letzten Jahr ist „Juli.Mord.“ als Neuauflage der Verlagsgruppe Droemer Knaur erschienen. Auch der zweite Krimi „Strand.Blut.“ wird Anfang April als Knaur Taschenbuch neu aufgelegt. 2016 fand ein Kurzkrimi aus meiner Feder einen Platz in der Weihnachtsanthologie „Plätzchen, Punsch und Psychokiller“.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Natürlich. Recherche muss sein. Allerdings gehe ich da nicht so in die Tiefe, wie einige meiner Kollegen. Insbesondere die detaillierte Darstellung von Polizeiarbeit birgt die Gefahr, schnell in eine Dokumentation abzugleiten.

Wo schreibst du am liebsten?

Ich schreibe am liebsten an meinen Wohlfühlorten im Wohnzimmer oder auf der Terrasse.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, außer dass ich während des Schreibens Deep House höre.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Oh ja, zur Zeit arbeite ich an meinem dritten Sylt-Krimi.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Nein. Jedenfalls nicht bewusst. Meiner Meinung nach sollte man sich auf seine Arbeit konzentrieren, seinen eigenen Stil finden. Dass man dabei sicherlich auch mal Geschichten im Hinterkopf hat, die einem gut oder auch überhaupt nicht gefallen haben, kann man sicher nie ausschließen. Und die beeinflussen einen natürlich auch zum positiven, wie zum negativen.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Liebligsbücher sind die, die mir gefallen haben. Das kann „Lederstrumpf“ sein oder „Tom Sawyer“, aber auch „Der Schwarm“ oder ein Regionalkrimi. Tja, und ein Lieblingsautor ist dann vielleicht auch jemand für mich, der mir meine Lieblingsbücher schreibt.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit treibe ich viel Sport. Laufen und Freeletics. Da finde ich zum einen den Ausgleich für die sitzende Tätigkeit. Beim Laufen denke ich über meine Plots nach oder entwickle neue Ideen. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Was wünsche ich mir für meine Zukunft? Eigentlich nur, dass meine Familie und ich gesund bleiben. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Nein, das Wichtigste. Schließlich ist das Feedback der Lohn meiner Arbeit. Dafür schreibe ich. Um andere zu unterhalten. Und wenn mir das gelingt, schafft das ein großartiges Gefühl der Zufriedenheit. Doch auch schlechte Kritiken sind mir wichtig. Solange sie ehrlich und konstruktiv sind. Wie vermessen müsste ich sein zu meinen, dass meine Bücher jedem gefallen? Mir gefällt auch nicht alles. Ich habe schon von ein und demselben Autor Bücher gelesen, von denen ich begeistert war und andere, die ich nach wenigen Kapiteln beiseite gelegt hatte.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Es war mir eine Freude, liebe Bianca. Und ja, ich möchte noch etwas loswerden. Da ich selbst auch aus der Selfpublisher-Szene komme, beobachte ich natürlich mit Freude, wie sich dieser Bereich immer mehr etabliert. Und das zu Recht. Es gibt dort genre-übergreifend wahre Perlen und grandiose Geschichtenerzähler, die Aufmerksamkeit verdienen. Also, auch mal auf das Unbekannte ein zweites Auge werfen. Danke.


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