Interview mit Florian Schwiecker

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Das mache ich sehr gerne. Ich freue mich auf das Interview.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Klar, auf jeden Fall. Ich finde es auch immer spannend, mehr über Personen zu erfahren als man aus Presseerklärungen kennt. Geboren in Kiel hat es mich noch zu Schulzeiten ins Westberlin des kalten Krieges verschlagen. Nach der Schule habe ich dann alle möglichen Jobs gemacht, um mich über Wasser zu halten, aber eins war mir dabei immer wichtig: es muss auch Spaß bringen. Und so habe ich u.a. als Barkeeper, Skilehrer, Limousinen-Fahrer unfassbar viele interessante Menschen getroffen, die in Teilen auch in meinen Geschichten auftauchen. Danach kamen einige Jahre im Music-Management, dann Anwalt und schließlich bin ich in der Wirtschaft gelandet. Später habe ich Job-bedingt einige Jahre in Nordamerika gelebt, wo ich mir auch den Plot zu VERRATEN ausgedacht habe.

Seit wann schreibst du?

Das mit dem Schreiben habe ich ungefähr mit 14 Jahren angefangen. Das waren damals vor allem Kurzgeschichten und dann – ich war sehr verliebt – auch mal Gedichte.

Wie bist du zum Bücherschreiben gekommen?

Bei mir kam es über das Lesen. Als ich 10 Jahre alt war, war ich bei meiner Tante zu Besuch. Im Flur stand eine Kiste mit Büchern – alles Krimis - , die sie aussortiert hatte und wegwerfen wollte. Da habe ich dann ein bisschen rumgestöbert und mir welche mitgenommen. Agatha Christie, Edgar Wallace, so in der Richtung. Und dann habe ich angefangen zu lesen und seitdem nicht mehr aufgehört. Geschichten waren mir immer wichtig und begleiten mich schon mein Leben lang. Und irgendwann habe ich dann angefangen, meine eigenen aufzuschreiben.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Das hing wirklich mit VERRATEN zusammen. 2010 habe ich in Kanada gelebt und in Kanada und den USA gearbeitet und es sind mehrere Sachen zusammengekommen. Ich hatte viel mit Soldaten zu tun, politisch war es eine brisante Zeit, u.a. mit dem aufkommenden arabischen Frühling und ich habe eine ganze Menge Informationen aufgenommen, die sich dann wie von selbst zu dem Plot von VERRATEN zusammengesetzt haben. Ich habe die Geschichte dann einem Freund von mir erzählt, der selbst Autor ist und er meinte, schreib es unbedingt auf, die Geschichte muss du veröffentlichen.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

VERRATEN ist mein erstes Buch :-)

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja, das habe ich und das war mir auch sehr wichtig. Natürlich ist das erste Abenteuer von Luk und Anna eine fiktive Geschichte, aber ich wollte von Anfang an so viele Fakten einbauen, dass der Leser nie weiß, ist das jetzt echt, kann das wirklich so sein. In vielen Bereichen habe ich deshalb sehr gründlich recherchiert und so erschreckend wie das ist, sind ja leider viele von den Punkten, die ich 2010 bereits in den Plot integriert habe, erschreckend wahr geworden.

Wo schreibst du am liebsten?

Oh, da gibt es einige Orte. Ich habe sehr viel bei Starbucks geschrieben, dann am Meer, in Restaurants und Cafés, am See, auf Ruderbooten und wahrscheinlich am meisten nachts auf der Couch. Jetzt, wo ich das so lese, einfach viel an Orten, an denen ich mich wohlfühle. Oft bin ich dann so in die Geschichte eingetaucht, dass ich gar nicht mitbekomme, was um mich herum passiert und mich dann gewundert, wie schnell es dunkel geworden ist, dass der Kaffee schon kalt ist und so weiter.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, gar nicht. Da ich in meinem anderen Job sehr viel arbeite, schreibe ich immer, wenn sich die Zeit ergibt. Also meistens am Wochenende, im Urlaub oder nachts.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Absolut.Luk und Anna werden nach VERRATEN wieder in ein Abenteuer gestoßen. Die aktuellen Geschehnisse in der Welt brauchen Helden wie die beiden, die auf uns aufpassen und für die Gerechtigkeit und unsere Werte kämpfen. Außerdem könnte es auch sein, dass sich das Verhältnis der beiden zueinander oder auch miteinander weiterentwickelt. Aber mehr wird hier nicht VERRATEN.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Da gibt es eine ganze Menge, wobei ich klarstellen muss, dass das meine absoluten Helden sind und ich mich in keiner Weise mit ihnen vergleichen kann oder möchte. Das sind in aller erster Linie Nelson DeMille, David Baldacci, Lee Child, Daniel Silva und auch die frühen John Grisham Bücher. Dann natürlich auch Klassiker wie Agatha Christie, Connan Doyle oder Poe. Ich mag es, wie sie schreiben, aber auch die Geschichten, in denen sich meistens ein Held oder ein Duo in schier ausweglosen Situationen wiederfindet und dann am Ende immer noch einen überraschenden Ausweg findet.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Das sind wirklich die aus der letzten Frage und ich mag nahezu alle Bücher von Ihnen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ha, eine gute Frage. Weil mir nicht viel Zeit bleibt, versuche ich sie immer so gut wie möglich zu nutzen. Ich treffe mich gerne mit lieben Freunden und bin gerne an der frischen Luft. Ich liebe das Wasser, also wann immer es geht, fahre ich ans Meer. Wenn gerade kein Meer da ist, tut es auch ein See.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Mein Traum ist ein Haus am Meer, in oder direkt hinter den Dünen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig, denn ich schreibe meine Geschichten für meine Leser. Sie sollen eine tolle Zeit mit Spaß und Spannung haben. Außerdem haben Leser oft super Ideen, die ich vielleicht in einem zukünftigen Buch verwenden kann.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Sehr gerne und auf jeden Fall. Ohne euch Leser gäbe es keine Autoren und ohne Autoren auch viel weniger Geschichten. Und es sind doch gerade auch Geschichten, die das Leben lebenswert machen. Also lasst euch eure Liebe zu Büchern nie nehmen. Ich werde es auf jeden Fall nie tun.


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