Interview mit Axel Hollmann

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich heiße Axel Hollmann, wohne in Berlin und schreibe Thriller und Krimis. Als ich ein kleiner Junge war gab es zwei Fernsehserie, die ich mit großer Begeisterung geschaut habe. Wetten, dass die keiner mehr kennt. Die eine war "Die Waltons" ("Gute Nacht, John Boy"), die andere "Lou Grant" (eine Serie über einen Zeitungs-Redakteur). In beiden Serie hat die Hauptfigur ihr Geld mit dem Schreiben verdient. Tja das hat mich irgendwie geprägt.

Seit wann schreibst du? 

Oh, mit zwölf oder dreizehn Jahren entdeckte ich meine Begeisterung für Paper und Pen Rollenspiele (D&D, Midgard, Cthulhu). Seitdem schreibe ich eigentlich ständig. Erst Fantasy-Abenteuer und für unsere Spielsessions, ausgedachte Welthintergründe, Kurzgeschichten oder Fanzines. Ja, und dann viele, viele Jahre später Romane.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich war noch nicht ganz 30-Jahre, als ich mit Freunden einen Rollenspielladen aufgemacht habe. Es begann eine schöne Zeit, aber irgendwann geht alles einmal zu Ende und ich fragte mich, was ich nun machen soll. Tja, und so habe ich wortwörtlich von einem zum anderen Tag mit dem Schreiben angefangen.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Ich bin gerade dabei zu realisieren, dass ich die Chance habe, einen großen Teil meiner Zeit mit dem Schreiben zu verbringen. Ganz habe ich das aber noch nicht realisiert. Also, in einem gewissen Sinn bin ich noch dabei.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mein erstes Buch war "Asphalt - Ein Fall für Julia Wagner". Es folgten "Schlaglicht - Der zweite Fall für Julia Wagner" und "Rissiges Eis". 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, auch wenn sie alle in meiner Heimatstadt spielen. Berlin ist groß, kein Mensch kennt alle Ecken. Und da ich weder Polizist, noch Journalist oder Motorradrocker bin, bleibt Recherchearbeit nicht aus.

Wo schreibst du am liebsten?

Vor ein paar Jahren dachte ich, das Schreiben an den Nagel hängen zu müssen. Na ja, nicht wirklich, aber "mein" Starbucks schloss sein Pforten. Seitdem findet man mich beinah täglich im Spandauer McCafé, mit einem Kaffee Latte und einem Laptop, auf den ich mal konzentriert, mal verzweifelt starre. Ja, natürlich schreibe ich auch zu Hause, doch seltsamer Weise hilft mir der Trubel im Cafè beim Schreiben.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Wenn ich zu Hause bin, gibt es einen Hagebutten-Tee aus einer meiner Lieblingstassen, auswärts den erwähnten Milchkaffee.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Zwei Julia Wagner Romane gibt es schon. Viele Leser haben mich gefragt, ob irgendwann ein Dritter erscheinen wird. Bisher habe ich immer "keine Ahnung" gesagt, inzwischen würde ich solche Anfragen mit einem bedeutungsschweren Blick bedenken ;-)

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Okay, so seltsam es klingt: Lee Child ist für mich der größte Stilist überhaupt. Ja, seine Romane sind inhaltlich echt belanglos, die Figuren gerade erträglich und die Verfilmung mit Tom Cruise, schweigen wir darüber. Allerdings hat kein mir bekannter Autor einen so radikal einfachen und knappen Stil wie Lee Child. Auch wenn der eine oder andere vielleicht denkt, es wäre einfach, wie er zu schreiben: Das ist ganz, ganz große Kunst und unheimlich schwierig. Ich muss da immer an meinen Deutschlehrer denken, der Goethe zitierte: "Ich hatte keine Zeit, einen kurzen Brief zu schreiben, deshalb habe ich einen langen geschrieben".

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Meine Lieblingsautoren sind Michael Connelly (bekannt durch seine "Bosch"-Romane), Philipp Kerr (Berlin-Trilogie und andere Bernhard Gunther Bücher) und vor allen Dingen auch Nelson DeMille. Von ihm stammen auch meine zwei absoluten Lieblingsbücher: "Up Country" und "Word of Honor".

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Freizeit? Ich schreibe Bücher, da ist es mit der Freizeit vorbei ;-) Wozu ich noch regelmäßig komme, ist mit meinem Freund und Writing-Buddy Marcus Johanus einmal in der Woche eine Folge unseres Autoren-Podcast und Youtube-Channel "Die SchreibDilettanten"  zu produzieren. Seit nunmehr 260 Folgen behandeln wir alle Themen rund ums Schreiben von Unterhaltungsromanen, die für Autoren wie uns interessant sein könnten.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich habe ein wirklich tolles Romanprojekt, das ich im letzten Jahr abgeschlossen habe und dass ich in diesem Jahr unbedingt veröffentlichen will. Mal sehen, wann und wie es soweit ist.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Autor zu sein, war früher (vermute ich mal) ein einsames Geschäft. Heute ist das - zum Glück - ganz anders. Marcus und ich haben ganz bewusst "Die SchreibDilettanten" ins Leben gerufen, um mit anderen  ins Gespräch zu kommen. Sich auszutauschen, ist unheimlich wichtig. Aus diesem Gründen habe ich natürlich eine Website und bin bei Facebook und Twitter zu finden. Damit ich für Autoren oder Leser ansprechbar bin. Und ich freue mich immer, eine Nachricht zu bekommen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Die "SchreibDilettanten" beenden wir meist mit dem Spruch "Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit und schreibt schön". In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen.


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