Interview mit Alex Turow

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Das ist die schwierigste Frage von allen. Jeder Autor hat eine Geschichte zu erzählen, die garantiert niemanden interessiert: Seine Eigene. Aber okay... den größten Teil meiner Brötchen verdiene ich immer noch als Softwareentwickler und das ist für mich genauso eine Berufung, wie das Schreiben. Es ist eine tolle Sache, wenn man sich von seinen Hobbys ernähren kann. Privat bin ich ein ganz normaler Mann Anfang 50, der mit seiner Frau im Ruhrgebiet lebt; demnächst im schönen Herdecke.

Seit wann schreibst du? 

Seit ich zwölf war.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Mit 12, damals las ich zwei Romane. Das waren »Der Exorzist« von William Peter Blatty und »Salem’s Lot« von Stephen King. Eigentlich keine Literatur für einen 12-Jährigen. Ich las dann auch »Sinuhe der Ägypter« von Mika Waltari (noch weniger Literatur für einen 12-Jährigen). Diese Bücher haben mich fasziniert und so begann ich zu schreiben.  Erst kürzere Geschichten, dann sogar zwei »Romane«. Irgendwann hörte ich auf damit und widmete mich anderen Sachen, doch Anfang der 2000er kam ich darauf zurück und schrieb gleich mehrere Romane, ließ sie dann aber in der Schubladen. Erst 2014 mit der Möglichkeit, bei Amazon selbst zu veröffentlichen, fand ich die ersten Leser und hatte das Glück, das Amazon Publishing mein Buch »Der Spiegel meiner Schwester« sogar verlegte.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Das kam mit dem Schreiben. Jeder, der etwas längeres schreibt, möchte das andere es lesen. Das denke ich zumindest.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

»Der Spiegel meiner Schwester«, »Nathaniel« und »Sieben Seelen«.

Das erste von den Dreien ist sicher das erfolgreichste, denn es wurde von Amazon Publishing verlegt. Besonders am Herzen liegt mir »Nathaniel«. In keinem Buch ist mehr von mir selbst, als in Nathaniel. Bei »sieben Seelen« hatte ich richtig Spaß beim Schreiben. Die Rohfassung entstand in nur 5 Wochen. Es ist ein »Speedthriller« und so schrieb ich auch. Und es ist in manchen Szenen durchaus witzig.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja. Meine Geschichten spielen zumeist in den USA. Also versuche ich, Ortsbeschreibungen so exakt wie möglich zu gestalten. Wenn es um Medizin, Wissenschaft oder Technik geht, lege ich großen Wert auf fundiertes Wissen. »Sieben Seelen« beschäftigt sich mit Parapsychologie... auch da war Recherche wichtig.

Wo schreibst du am liebsten?

In der Kellerbar :) Ja, das ist mein Ernst. In diesem Keller spukt es manchmal ein bisschen... mehr darüber steht in »Sieben Seelen«. Aber der Keller ist für mich bald Geschichte, weil wir umziehen. Dann werde ich wohl mit Blick auf die Ruhr schreiben. 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Ich schreibe gerne abends oder nachts, wenn alle schlafen... bis auf die Geister.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja. Das Buch hat den Titel »Devolution Tuesday«. Aber ich hänge derzeit etwas, weil ich viele andere Dinge tun muss und die Geschichte klemmt. Das »klemmen« hat mit meiner Vorgehensweise zu tun. Ich schreibe einfach drauflos. Doch keine Sorge, es wird schon weitergehen. »Devolution Tuesday« ist übrigens ein Technologie-Thriller.

Ich hoffe, das Buch kommt noch 2017.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Stephen King. Punkt.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Stephen King, Michael Crichton und viele mehr. Sebastian Fitzek als deutschsprachiger Autor. Und auch Andreas Eschbach, der ein wirklich netter Mensch ist und faszinierende Bücher schreibt. Mein Lieblingsbuch ist »Es« von Stephen King und seine »Dunkle Turm«-Saga.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Meistens Arbeiten, denn das ist ja auch Hobby :) Aber ansonsten koche ich gerne mit meiner Frau. Wir sind ein klasse Team in der Küche und überall. Einem gutem Film bin ich auch nicht abgeneigt. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich fürchte, da gibt es nicht mehr viel. Ich bin ja schon glücklich :) Als Autor möchte man natürlich einmal einen richtigen Bestseller schreiben.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Am Anfang war es schwierig, schlechte Rezensionen zu verdauen. Aber das muss man lernen. Ich finde es großartig, dass ich jetzt einige richtige Fans habe, die regelmäßig nachfragen, ob es etwas Neues gibt.

Lieber Alex, danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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