Interview mit Sebastian Thiel

© Sebastian Röttges

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten.

Sehr gerne und vielen Dank, für die Möglichkeit, mein neues Buch vorzustellen.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin 33 Jahre alt und durfte meine Leidenschaft vor mittlerweile acht Jahren zum Beruf machen. In meinen Romanen verwebe ich am liebsten historische Ereignisse zu spannenden Romanen. Am liebsten schreibe ich übrigens nachts, wenn mein Kater auf meinen Armen liegt.

Seit wann schreibst du?

Geschrieben habe ich eigentlich schon immer. Nachts bei der Bundeswehr sogar Kurzgeschichten, die die Kameraden lesen wollten. Als immer mehr eine Fortsetzung von den Storys haben wollten, ist meine Leidenschaft vollends entfacht und so habe ich einfach weitergeschrieben und bis jetzt nicht aufgehört.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Puh – schwierige Frage. Wenn man damit anfängt, dann träumt man davon, irgendwann sein eigenes Buch in den Händen zu halten. Ich habe die komplette Ochsentour hinter mich bringen müssen, jahrelanges Warten, über 200 Absagen bekommen, bis es endlich geklappt hat. Als es dann soweit war, ist es so ein tolles Gefühl, dass man einfach weitere Gedanken zu Papier bringen möchte.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Ich bin wirklich froh, dass ich eine ganze Bandbreite von Büchern veröffentlichen durfte. Das geht von historischen Romanen, über Fantasy, bis hin zu gesellschaftskritischen Büchern. Mittlerweile sind es 14 unter meinem eigenen Namen, nicht mitgerechnet jene, die ich für Verlage unter Pseudonymen verfasst habe.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Auf jeden Fall! Ich finde Recherche unglaublich wichtig, reise meist selbst zu den Orten, gehe Wege ab, um zu sehen, ob es überhaupt realistisch ist, was ich schreiben will. Dazu bleibt eine fundierte Recherche, zum Beispiel in Museen oder Heimathäusern nicht aus, um einen guten Roman zu verfassen.

Wo schreibst du am liebsten?

Ganz einfach – zu Hause am Schreibtisch, wenn der Kater auf meinen Armen liegt. Ich weiß, es gibt Autoren, die sich gerne mit einem Kaffee in eine Bar setzen und dort schreiben können. Das war ich nie. Ich mag es, wenn die Nacht hereinbricht und ich alleine mit meinen Gedanken bin.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ein Ritual selbst nicht. Ich schreibe einfach gerne nachts, wenn keine Mails mehr kommen und das Handy still ist.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Tatsächlich stehen mehrere Projekte an, die ich gerade mit meiner Agentur und verschiedenen Verlagen plane. Das geht von einem Thriller, bis hin zu einer humorvollen Geschichte. Mehr erzählen darf ich leider noch nicht, aber der Prozess ist einfach unglaublich spannend und ich bin wirklich froh, dass es geklappt hat.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Unzählige, muss ich eingestehen. Das geht los bei Shakespeare und endet bei jeder Menge zeitgenössischen Autoren. Man nimmt von einigen etwas mit, denkt sich, so will ich auch schreiben und man versucht daran zu wachsen und besser zu werden.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Ein generelles Lieblingsbuch habe ich nicht, dafür gibt es einfach zu viele gute Kollegen in der Branche und ich entdecke jeden Monat etwas, was ich bei anderen Autoren großartig finde. Sicherlich nachhaltig beeindruckt hat mich Sergej Lukianenko mit seiner "Wächter-Reihe". Absolut visionär!

"Sick City" oder "Black Neon" von Tony O`Neill sind ebenfalls großartig – die ehrliche Härte, mit der er schreibt, ist einfach einzigartig.

Aber auch deutsche Autoren, wie Sebastian Fitzek lese ich gerne. Seine Spannungsbögen in den Romanen sind unglaublich gut durchdacht.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich versuche viel Sport zu machen, spiele seit meiner Kindheit Handball, jogge gerne, treffe mich mit Freunden oder gehe ins Kino. Außerdem besuche ich gerne andere Ländern. Am Wochenende darf es ab und zu dann auch mal gerne ein Bierchen sein. Halt ein gesunder Ausgleich, zum ruhigen Schreiben in der Nacht.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Der Literaturnobelpreis wäre nicht schlecht. Spaß beiseite.

Ich denke da eher bescheiden, bin froh, wenn meine Liebsten und ich gesund bleiben und ich weiterhin meiner Leidenschaft nachgehen kann – dem Schreiben.

Lieber Sebastian, danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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