Interview mit Bernd Köstering

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Bernd Köstering, 1954 in Weimar/Thüringen geboren, kurz vor dem Mauerbau mit den Eltern nach Hessen geflüchtet, als Schüler viele Ferien bei den Großeltern in Weimar verbracht. 

Studium Medizintechnik in Gießen, seit 1979 tätig in der Ultraschalldiagnostik. Verheiratet, zwei Töchter, zwei Enkeltöchter. Seit 25 Jahren wohnhaft in Offenbach.

Seit wann schreibst du? 

Eigentlich schon seit meiner Jugend, ernsthaft jedoch seit 2005.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Bei einem Besuch des Goethehauses in Weimar dachte ich: Hier könnte mal jemand die wertvollen Ausstellungsstücke entwenden, darüber möchte ich schreiben.

Gesagt, getan. Genau so klar war allerdings, dass in diesem ehrwürdigen Gebäude kein Blut fließen sollte. So entstand ein Kriminalroman ohne Mord.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Nach einer schweren Krankheitsphase 2005 dachte ich: Entweder versuche ich es jetzt oder nie.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Drei Goethekrimis (Goetheruh, Goetheglut, Goethesturm) und zwei Krimis der Falke-Trilogie (Falkensturz, Falkenspur), der dritte ist derzeit in Arbeit.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, besonders für die Goethekrimis, zu diesem Thema habe ich fünf Jahre recherchiert.

Wo schreibst du am liebsten?

In der Küche, während meine Frau im Garten arbeitet.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, nicht wirklich. Nur Kaffee muss tagsüber immer in der Nähe sein. Abends dann auch mal ein Glas Rotwein, vielleicht auch zwei.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja, an dieser Stelle im Mordsbuch-Blog verrate ich zum ersten Mal in der Öffentlichkeit, dass ich die Goethekrimi-Trilogie fortsetzen werde.

Erscheinungsdatum des vierten Bandes voraussichtlich Ende 2018.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Goethe in einer allgemeinen Form, weil es mich fasziniert, dass viele seiner Gedanken und Schlussfolgerungen auch heute noch gültig sind. 

Man nehme nur sein Gedicht "Eigentum", das zu meinen Lieblingsgedichten zählt. Im Krimibereich Friedrich Dürrenmatt und Friedrich Ani (... irgendwie hab ich´s mit dem Friedrich!)

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Der Richter und sein Henker (Dürrenmatt)

Die Detektivin (Nikola Hahn)

Unterleuten (Juli Zeh)

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Gitarre spielen (für den Hausgebrauch)

Mit Enkeln in den Zoo gehen

Lesen

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Einmal den Glauser-Preis für eine Kurzgeschichte gewinnen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Allerdings nur, wenn es begründet ist. Manchmal bekomme ich Rückmeldungen wie "Einfach toll!" oder "Hat mir nicht so gut gefallen!".

Mit diesen Äußerungen kann ich als Autor wenig anfangen. Aussagen wie "Das Ende war vorhersehbar!" oder "Die Figur X fand ich in der Szene Y nicht glaubwürdig!", die helfen mir wrklich weiter.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich schreibe Literaturkrimis, das heißt in jedem Krimi gibt es ein Bezugswerk der Weltliteratur, um das sich die Krimihandlung rankt.

Es würde mich freuen, wenn meine Leser nach dem Krimi auch das Bezugswerk lesen würden, besser sogar noch vorher. Sozusagen vom Buch zum Buch.


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