Interview mit Jessica Swiecik

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Jessica Swiecik, ich bin fast 27 Jahre alt und ich lebe momentan in Hessen. Ich betreibe einen kleinen Blog (http://in-buechern-leben.blogspot.de), lese extrem viel 

und schreibe täglich mehrere Stunden. Ich halte mich ansonsten von der Öffentlichkeit fern, da ich kein besonders sozialer Mensch bin. (Nein, das ist heute kein Autorenklischee mehr! :P)

Ich lebe mit meinem Mann und meinem Hund recht abgeschieden und lebe für das Schreiben und für Bücher! ;)

Seit wann schreibst du? 

Ich schreibe seit ich schreiben kann. Klingt seltsam, aber ist tatsächlich so. Ich habe in der Grundschule bereits meine Leidenschaft fürs Lesen entdeckt und da ich eh immer ein Außenseiter war, habe

ich mich dann vollständig in die Buchwelt verzogen und habe letztendlich auch angefangen, eigene Geschichten zu schreiben. Meinen Eltern, die stets dagegen waren und mich nie gefördert haben, war das

natürlich ein Dorn im Auge und sie haben das nie unterstützt, aber ich konnte irgendwie nicht mehr aufhören zu schreiben - und das ist auch gut so. Jeder sollte das machen dürfen, was er möchte!

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Puhh, ich hab schon im Grundschulalter angefangen, Geschichten zu schreiben und mit etwa 14 Jahren habe ich mein erstes Buch geschrieben. (Was aber wirklich noch nicht gut war und das auch überhaupt nicht mehr

existiert!) Da man mich nie ohne Papier und Stift (Ja, ich schreibe alles per Hand!) gesehen hat, war klar, dass ich wohl irgendwann auch etwas veröffentlichen werde, auch wenn ich nie mit dem Gedanken an ein

neues Buch gegangen bin. Ganz im Gegenteil. Nach meinem Abitur habe ich eher halbherzig versucht, einen Verlag zu finden und dann hat es wirklich geklappt und ich durfte meinen "Liebesteufel" veröffentlichen. 

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Ich wusste schon in der Grundschule, dass ich unbedingt Autorin werden möchte. Damals habe ich viel gelesen und wusste genau, dass es das ist, was ich gerne machen würde und das es auch das einzige ist, was mich

jemals glücklich machen kann. Vom Typ her war ich immer der einsame Mensch, der in seiner eigenen Welt lebt. In unserer Gesellschaft wird das kaum akzeptiert, weswegen ich eigentlich früh gemerkt habe, dass "normale"

Jobs nichts für mich sind. Natürlich durfte ich das öffentlich nie sagen, denn eine Zehnjährige, die stolz sagt "Ich möchte Autorin" werden, wird nur belächelt. Jedenfalls war das bei mir so und meinen Versuchen, meinen 

Wunsch zu äußern. An einigen Punkten in meinem Leben kam mir dies fast wie ein "Outing" vor, denn es gab immer wieder Menschen, die diesen Wunsch nicht akzeptierten.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Bei Mainbook erschienen meine Bücher "Liebesteufel" und "Schattentour" und als Self-Pushliher mein Buch "Die Schule endet nie"!

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ich denke, jeder Autor recherchiert für seine Bücher. Das ist auch absolut notwendig, auch wenn es nur um kleine Details geht. "Liebesteufel" ist mein Debüt und ich muss sagen, dass ich im Endeffekt nicht rundum zufrieden damit

bin, auch weil ich durch den Verlag vieles umschreiben musste. Bei der "Schattentour" wurde es dann persönlicher und ich konnte durch meine eigene Leidenschaft für "Urban Exploration" viele Fakten zusammentragen und damit einen

sehr ehrlichen Jugendthriller schreiben. "Die Schule endet nie" war hingegen eine Recherche in meine eigene Vergangenheit, denn da verarbeite ich ein wenig meine eigene Schulzeit und das Thema Mobbing ließ es zu, eigene Erfahrungen

zu verarbeiten.

Wo schreibst du am liebsten?

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich meistens im Bett schreibe. Da ich keinen eigenen Schreibtisch und nur eine sehr kleine Wohnung habe, ist es mehr eine Notlösung, die sich aber jetzt schon fast zum Alltag entwickelt hat. (Fehlt

nur noch ein Bademantel und das Autorenklischee stimmt doch noch! :P) Im Sommer schreibe ich aber auch gerne draußen, in einem Wald oder an einem See, es muss einfach nur ruhig sein!

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ich trinke zum Schreiben immer Tee, sehr viel Tee. Ansonsten habe ich aber kein Schreibritual, außer der Tatsache, dass ich alles per Hand vorschreibe und dann erst abtippe, da mich ein Computerbildschirm leider total ausbremst!

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich stecke gerade in der Endphase meines vierten Jugendthrillers, der in einer Psychiatrie spielt und die Probleme von Jugendlichen behandeln wird, aber auch Kritik an den Umgang mit psychisch-kranken Menschen beinhaltet. Natürlich dürfen

auch hier Thrillerelemente nicht fehlen, aber mehr kann ich noch nicht verraten! ;)

Des Weiteren arbeite ich still und heimlich an einer Dystopie, von der ich aber nicht weiß, ob sie jemals den Weg in ein echtes Buch finden wird. Wir werden sehen!

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ich denke, jeder Autor, den ich jemals gelesen habe, hat mein Schreiben beeinflusst. In der Grundschule wollte ich immer wie R. L. Stine sein. Seine Gänsehaut- und Fear Street-Bücher habe ich verschlungen und ich hatte schon damals gewusst,

dass ich so werden möchte wie er: Ein Autor, der jungen Menschen Bücher näher bringt. Deswegen schreibe ich auch Jugendthriller. Weiterhin bin ich ein großer Horrorfan und liebe die Bücher von Stephen King, John Saul und Richard Laymon, mit

diesen drei Weltklasse-Autoren würde ich meinen Stil aber niemals vergleichen.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Wie gesagt, lese ich die älteren Bücher von King, Laymon und Saul sehr gerne. Mein erster King ist auch gleichzeitig mein Liebster: "Carrie". Ich finde einfach, dass Stephen King eine perfekte Atmosphäre erzeugt und dass sich viele Horrorautoren

der heutigen Zeit eine Scheibe davon abschneiden können! Durch meinen Blog habe ich aber gelernt, auch andere Genres zu lieben. Mittlerweile lese ich einfach alle Bücher, die sich interessant anhören. Beispielsweise liebe ich "Die Tribute von Panem", aber

auch die Bücher von Lucinda Riley haben es mir angetan. (Vielleicht werde ich auch einfach nur alt *lach*)

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich verbringe viel Zeit mit meinem Mann und meinem Hund, wir gehen gerne Wandern und Geocachen. Ansonsten nimmt das Lesen und Schreiben einen großen Teil meiner Zeit ein und gehört eigentlich auch zu meiner Freizeit, weil es eben das ist, was ich gerne mache!

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Mein Traum wäre es, in einer besseren und ehrlicheren Welt zu leben, aber das wird wohl nicht möglich sein, also bin ich glücklich mit allem, was ich bis jetzt erreicht habe. Ich bin zwar kein Bestsellerautor und ich habe nur eine Handvoll Leser, aber ich merke,

dass ich so lebe, wie ich es für mich für richtig halte! Ich darf schreiben und da ist es egal, ob es letztendlich veröffentlicht wird. Das Schreiben allein genügt mir bereits.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Es ist mir sehr wichtig! Nach meinem Debüt hat es eine Menge Kritik gehagelt, die ich auch umsetzen konnte und ich finde, ich konnte mich mittlerweile mit jedem Buch steigern und darüber bin ich sehr dankbar. Durch meinen eigenen Blog gehe ich allerdings viel entspannter an

Rezensionen von Lesern heran, da ein Buch einfach nicht jedem gefallen kann. Konstruktive Kritik setze ich gerne um, ich denke, dass merkt man meinen Büchern auch an. Ansonsten möchte ich aber ehrlich bleiben und auch weiterhin kein Mainstream schreiben, was vielleicht einigen

Lesern nicht gefällt, aber woran ich leider nichts ändern kann!

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Interview, es hat mir großen Spaß gemacht! Abschließend kann ich nur sagen: Lasst euch nicht verbiegen und geht immer den Weg, den ihr selbst gehen wollt. Alle anderen Wege führen nur zu Sackgassen!


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Kommentare: 1
  • #1

    Jessi (Mittwoch, 22 Februar 2017 09:31)

    Vielen lieben Dank für das Interview! Es hat echt Spaß gemacht! :D <3 <3 <3