Interview mit Stefan Wollschläger

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Gerne :-) Vielen Dank für die Gelegenheit, mich vorzustellen.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin ein seltsamer Charaktermix aus Einfühlungsvermögen, Fantasie und Ernsthaftigkeit und hatte immer Schwierigkeiten damit, einen Platz in dieser Welt zu finden. Während meines Studiums der evangelischen Theologie habe ich als Filmvorführer in einem Arthouse-Kino gearbeitet und kam dadurch immer in den Genuss der neuesten Filme. Neben diesem Job und dem Schreiben hatte das Studium nicht die oberste Priorität. Von meinem ersten Buch habe ich pro Monat nicht einmal zehn Stück verkauft, allerdings hat mich das glücklicher gemacht als jeder andere Job. Dann habe ich großartigerweise mein Geld mit Cartoons verdient (www.businesscartoons.de). Ich zeichne nämlich auch gerne und mache meine Buchcover alle selbst.

Seit wann schreibst du? 

Mein erstes Buch habe ich mit zehn Jahren gebastelt. Ein Märchen, mit dem Schulfüller auf kariertem DinA4-Papier geschrieben. Der selbstgenähte Umschlag war dicker als die Geschichte.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Mein ältester Bruder hat mit seinem Schulfreund Kassetten mit witzigen Geschichten aufgenommen. Diese Kassetten habe ich häufiger gehört als "Die drei ???". Außerdem haben sie aus einem Schulkameraden eine Comicfigur entworfen. Ich habe dann immer zu Weihnachten ein Buch hergestellt, das ein Mischung war aus Comics, Geschichten und Psychotests. Und im Sommer habe ich dann eine längere Geschichte geschrieben.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Bei meiner Konfirmation wurde ich vor allen Leuten gefragt, was ich werden will, da habe ich geantwortet: "Schriftsteller". Aber eigentlich ging es mir niemals darum, Schriftsteller zu werden, sondern ich wollte immer Bücher erschaffen. Meine Ideen Wirklichkeit werden zu lassen stand bei mir immer im Mittelpunkt und nicht irgendein Berufsbild. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

An meinem ersten richtigen Buch ("Das Prinzessinnenspiel", Pseudonym Steve Cotten) habe ich vier Jahre lang geschrieben und es 2011 veröffentlicht. Bekannt sind aber vor allem meine beiden Friesenkrimis "Friesenkunst" und "Friesenklinik", die ich im letzten Jahr unter meinem richtigen Namen veröffentlicht habe. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja. Das macht mir beim Planungsprozess besonders viel Spaß, dass man sich für so viele unterschiedliche Themen interessieren kann. Ich habe einen Ausweis für die Universitätsbibliothek, denn über die Fernleihe kommt man auch an seltene Spezialliteratur und Zeitschriften. Aber letztlich braucht man beim Schreiben dann doch sehr wenig von dem Wissen. Im Mittelpunkt steht ja vor allem die Spannung. 

Wo schreibst du am liebsten?

An meinem Schreibtisch mit meinem Stand-PC und einer ergonomischen Tastatur.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Immer Vormittags, da bin ich am Kreativsten. Ich höre außerdem gerne Musik beim Schreiben und für jedes neue Buch kaufe ich mir ein paar neue Alben.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Im Augenblick entsteht mein neuer Ostfriesenkrimi mit Diederike Dirks und Oskar Breithammer.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ich bin kein Mensch, der sich nach Vorbildern richtet, es war immer meine Motivation, etwas Eigenes zu erschaffen. Als Freund und Mentor hat mich allerdings der Autor Martin Barkawitz in die Welt des Selfpublishing eingeführt, wofür ich ihm sehr dankbar bin.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Ich liebe die Seefahrtabenteuer von Kapitän Hornblower, Kelso und so weiter. Natürlich mag ich Harry Potter und habe mir die neuen Bücher sofort bei Erscheinen auf Englisch gekauft. In letzter Zeit fand ich die Bücher von Philipp Kerr sehr gut.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin gerne in der Natur, wandere oder fahre Rad. Außerdem gehe ich (als ehemaliger Filmvorführer) gerne ins Kino.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Mein Leben ist gerade traumhaft, dafür bin ich sehr dankbar und hoffe, dass es noch eine zeitlang so weitergeht. Langfristig wünsche ich mir, einmal meine Gedanken über den Glauben und das Leben als Buch zu veröffentlichen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Ich freue mich über positives Feedback und Kritik nehme ich mir sehr zu Herzen. Während der Planungsphase eine Projekts denke ich viel darüber nach. Während der Schreibphase igle ich mich allerdings ein und lasse keine Stimme von außen an mich heran.

Lieber Stefan, danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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