Interview mit Ulrike Gerold & Wolfram Hänel (Freda Wolff)

© Achim Uhlenhut

Hallo erst mal und vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, um meine Fragen zu beantworten :) 

Wollt ihr den Lesern kurz etwas über euch erzählen?

Wir sind Hannovers Schriftsteller-Paar - und wir arbeiten seit über 20 Jahren im gleichen Raum und am gleichen Tisch, ohne uns dabei mehr zu streiten, als unbedingt nötig. Viele Infos über uns gibt es auf der Homepage www.haenel-buecher.weebly.com.

Seit wann schreibt ihr?

Kinder- und Jugendbücher und Theaterstücke seit 1996, Krimis und Thriller für Erwachsene seit 2012.

Wie seit ihr zum Bücherschreiben gekommen?

Wir haben beide am Theater gearbeitet - und waren irgendwann mit manchen Theaterstücken so unzufrieden, dass wir wissen wollten, ob wir das vielleicht besser hinkriegen.

Ab wann wusstest ihr, dass ihr Autoren werden möchtet?

Eigentlich erst sehr spät, weil wir ja vorher noch ganz viel lesen mussten. Dass es wirklich der richtige Beruf für uns ist, wurde uns klar, als wir uns 2001 zum ersten Mal an ein größeres Format getraut haben. Das war mit dem Theaterroman "Irgendwo woanders" (Beltz)

Welche Bücher habt ihr bisher veröffentlicht?

Insgesamt sind es inzwischen über 100 Bücher, darunter die Krimis "Kein Erbarmen" und "Haarmanns Erbe" und die drei Skandinavien-Thriller unter dem Pseudonym "Freda Wolff".

Habt ihr für eure Bücher recherchiert?

Natürlich, anders geht es nicht. Google Earth und Wikipedia reichen auf keinen Fall, wir müssen ganz genau wissen, wie die Atmosphäre ist, wie die Leute ticken, die wir beschreiben, wie die Luft "schmeckt". Und natürlich müssen wir bestimmte Sachzusammenhänge recherchieren.

Wo schreibt ihr am liebsten?

In der Küche und an unserem großen Arbeitstisch vor der Bücherwand.

Habt ihr ein festes Schreibritual?

Wir schreiben jeden Tag vom späten Vormittag bis zum späten Nachmittag. Mit viel Kaffee aus der Espressokanne!

Habt ihr eine neues Projekt, das ihr uns schon verraten könnt?

Haben wir! Eine Krimi-Idee mit einem ganz besonderen Ermittlerpaar, das eine Spur von Deutschland bis nach Irland verfolgt.

Gibt es einen Autor, der euer Schreiben beeinflusst hat?

Das sind viele Autoren, auch unabhängig von Kriminalliteratur. Eine große Rolle spielt dabei sicher Bruce Chatwin.

Was sind eure Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Bei den Krimis alle Kollegen, die den Kriminalroman nutzen, um gesellschaftliche Zustände abzubilden und kritisch zu hinterfragen. Angefangen bei Sjöwall/Wahlöö über Henning Mankell bis zu Ian Rankin oder auch Ken Bruen.

Was macht ihr gerne in eurer Freizeit?

Lesen! Und in die Länder fahren, in denen auch unsere Geschichten spielen, mit Leuten reden, neue Ideen sammeln und nicht zuletzt mit unserem Hund spielen.

Verratet ihr uns noch einen eurer Wünsche für die Zukunft oder einen Traum, den ihr euch gerne noch erfüllen möchtet?

Wir wünschen uns immer noch, dass Hannover am Meer liegen würde. Und wir auch bei Sturm und Kälte jeden Tag über den Strand laufen könnten.

Wie wichtig ist euch das Feedback von euren Lesern?

Das ist eine schwierige Frage - natürlich ist wichtig zu wissen, was die Leser von unseren Büchern halten, vor allem aber, wenn es Menschen sind, die wir persönlich kennen und schätzen.

Danke, dass ihr meine Fragen beantwortet habt, wollt ihr den Lesern noch etwas sagen?

Vielleicht passt hier ein altes irisches Sprichwort:

"Eine gute Geschichte hält sich länger als aller Reichtum."

Also macht euch auf die Suche nach genau diesen Geschichten!


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