Interview mit Andreas Kollender

© F.-Reinhold

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Aus den folgenden Antworten geht, glaube ich, genug hervor. Ich bin nicht ganz der Typ, der sonderlich gern und viel über sich selbst redet. Das ist Aug in Aug immer viel, viel besser.

Seit wann schreibst du?

Eigentlich seit meiner Kindheit. Ein- oder zwei Mal pro Woche habe ich das Fußballspielen abgesagt und daheim am elterlichen Wohnzimmertisch Geschichten geschrieben. Irgendwie konnte ich dadurch immer in mehreren Welten zugleich leben. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Ich weiß es nicht genau. Ist wahrscheinlich eine komplexe Angelegenheit. Ich weiß nur, dass ich es immer wollte. Ich habe in der Tat nie eine Bewerbung um einen "vernünftigen" Job geschrieben. Es geht nicht um Weltflucht - ich leb gern im Hier und Jetzt - aber durchs Schreiben wird die Welt noch größer, auch das eigene Leben - auf eine gewisse Weise. Und es hat sicher etwas mit einer bestimmten Form von Freiheit zu tun.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Zum ersten Mal habe ich das für mich selbst in ziemlicher Klarheit formuliert... na, da muss ich so sechzehn Jahre alt gewesen sein. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Teori, Der Todfeind, Vor der Wüste, Kolbe, Von allen guten Geistern

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Viel, ja. Größtenteils über Lektüre, einiges über das Internet, Gespräche... das Übliche halt.

Wo schreibst du am liebsten?

Am Schreibtisch in meinem Arbeitszimmer. Ist ein sehr kleines Zimmer, hat aber ein Fenster, der Tisch passt gut... alles bestens. Mehr brauche ich nicht.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Um 8.15 spätestens sitze ich am Schreibtisch und versuche mich bis mittags durch nichts und niemanden stören zu lassen. Dann quetsche ich nachmittags und abends immer mal noch Stunden aus dem Tag - es gibt ja noch eine Menge andere Sachen zu tun.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Ein neues Projekt gibt es, klar. Verraten wird jetzt noch nichts...

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

In jungen Jahren, ja. Albert Camus, Ernest Hemingway und Marguerite Duras. Damals waren diese "Vorbilder" wichtig, denke ich. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Oh, die Liste würde jetzt verdammt lang... Ich finde es so toll, dass Literatur ein so großes Feld bestellt, dass es so dermaßen unterschiedliche Texte gibt. Da hat man dann bestimmt Vorlieben und stößt doch wieder auf einen Roman, der denen so gar nicht entspricht und doch ist man begeistert und beglückt. Toll.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Bei meiner Frau sein, bei den Zwillingen, Sport, Kino, Doppelkopf, Ausgehen, Hamburgbummel, Natur, essen und trinken (ich bin schlank!) Freunde treffen, mit meinen Literatenkollegen über entstehende Texte sprechen, Musik hören, Romane lesen, Sonne genießen...

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich möchte noch viele Romane schreiben, ich möchte, dass es meinen Leuten gut geht - und allen anderen auch. Und es ist mir völlig schnuppe wie abgedroschen das klingen mag: Weltfrieden. Toleranz. Der ganze Murks, der hier so abläuft, ist so dermaßen unnötig. Materielle Wünsche sind bei mir nicht sonderlich ausgeprägt. Noch ein par Reisen machen. Kontakt zu guten Leuten pflegen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Lesermeinungen sind mir wichtig. Ist doch klasse, wenn Menschen in der U-Bahn, in der Badewanne, am Strand, daheim im Sessel oder wo auch immer einen Roman von mir lesen und damit gute Stunden haben. Wenn das so ist und ich davon höre, dann freue ich mich sehr.

Lieber Andreas, danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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