Interview mit Bent Ohle

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Bent Ohle, ich bin Krimiautor und Drehbuchautor und lebe mit meiner Frau und meinen zwei Söhnen in Braunschweig.

Seit wann schreibst du? 

Nun, meine ersten Schreibversuche habe ich mit 15 gemacht. Damals war mein großer Traum und der meines besten Freundes einmal einen eigenen Roman zu schreiben.

Aber, dass ich aus meinem Wunsch zu Schreiben einen Beruf machen könnte, hatte ich damals gar nicht für möglich gehalten. 

Die ersten Romananfänge gaben wir uns nur gegenseitig zu Lesen. Aber das war der Funke für das Feuer für das ich später entbrannt bin.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Da ich wie gesagt zunächst nicht daran dachte, das Schreiben zu meinem Beruf machen zu können, lief das im Stillen nebenher. Ich schrieb Kurzgeschichten während ich Zivildienst machte

und ein Sprachstudium in Osnabrück begann. Dort stellte ich dann immer mehr fest, dass ich etwas anderes suchte und bewarb mich Schauspielschulen. Und nur durch Zufall las ich über die Hochschule

in Potsdam-Babelsberg, die nicht nur Schauspiel, sondern neben fast allen Sparten des Films auch das Fach Drehbuchschreiben anbot. Ich schickte meine Geschichten ein, wurde zur mündlichen 

Prüfung eingeladen und angenommen. Das Studium war eine großartige Erfahrung. Und nach dem Abschluss fuhr ich zweigleisig weiter, schrieb Prosa und Drehbücher, bis ich bei zwei Literaturwettbewerben gewann

und daraus meine ersten veröffentlichten Bücher "Der Feuerbock" und "Totenflut" resultierten. Seit dem schreibe ich vorwiegend Kriminalromane und arbeite seit 2011 eng mit dem EMONS-Verlag zusammen. 

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Der Berufswunsch war natürlich mit dem Beginn des Studiums an der Filmhochschule in Potsdam eng verbunden. Spätestens dort hätte ich mir nichts anderes mehr vorstellen können.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Der Feuerbock

Totenflut

Inselblut

Inselgrab

Inselschatten

Der Huf des Teufels

Knochensaat

Binz und die dicke Berta

Lakeballs

Herz-Jesu-Feuer

Küstenkinder

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, aber das trifft nicht auf alle Bücher gleichermaßen zu. Natürlich muss ich die Örtlichkeiten kennen, über die ich schreibe. Und gerade wenn man Vor Ort ist, entstehen oft viele Ideen für die Geschichte. 

Inhaltlich habe ich am meisten für "Herz-Jesu-Feuer" recherchiert, in dem es um einen bestimmten Teil der Geschichte von Südtirol geht.

Wo schreibst du am liebsten?

Ich schreibe wirklich gern draußen. Sobald sich das Wetter anbietet, nutze ich die Gelegenheit und schreibe im Garten. Aber

wirklich festgelegt bin ich nicht. Ich kann auch an öffentlichen Orten schreiben und alles um mich herum ausblenden, wenn es sein muss.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ein Ritual nicht direkt. Ich brauche einen leeren Tisch und meinen Laptop und eine Aussicht. Die Aussicht ist wichtig, sonst habe ich das Gefühl, eingeengt zu sein.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Bei mir fängt, wenn ein Projekt aufhört, das nächste sofort an. Im Moment schreibe ich an der Fortsetzung der sehr humorvollen Reihe um die private Ermittlerin Alberta Rose. 

"Binz und die dicke Berta" spielte an der Ostsee, nun schicke ich meine Heldin in den Skiurlaub nach Oberstdorf, wo sie im Fall ihres erschossenen Skilehrers ermittelt. 

Das Buch im Herbst im EMONS-Verlag erscheinen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Das war wahrscheinlich jeder Autor/jede Autorin, den/die ich jemals gelesen habe. Oder sagen wir es so: ...der/die mich begeistert hat. Ich bewundere viele Schreibstile oder das Vermögen eine Geschichte oder Figuren zu entwickeln.

Aber in meiner Jugend war wahrscheinlich Stephen King der ausschlaggebende Autor.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Auch wenn es schon fast ein Klischee ist, aber "Der Fänger im Roggen" ist eins meiner Lieblingsbücher, "Der große Gatsby", "Moby Dick", außerdem mag ich Kafka, John Irving, Jonathan Frantzen, Charles Dickens, Elfriede Jelinek und und und

Da fällt mir auf, dass ich eher wenig Krimis lese...

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich begleite oft und sehr gern meine Söhne beim Fußball, selbst spiele ich Flag-Football, eine Variante des American Football, das ich früher lange betrieben habe, Billiard und Fotografieren.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Den Oscar-Gewinn.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Das ist wahrscheinlich das schönste, wenn Leser mich direkt ansprechen und mir ihr Feedback geben, erst recht, wenn es so positiv ausfällt, wie ich es erlebt habe.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Vielen Dank an alle, die sich auf meine Geschichten einlassen und ich freue mich auf alle noch kommenden Leser. Lasst euch auf Bücher ein, egal von wem. Und keine Angst, die Geschichten finden euch. 


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