Interview mit Franziska Steinhauer

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich lebe seit 24 Jahren in Cottbus und schreibe seit 

über zehn Jahren eine Krimi-Reihe, die hier angesiedelt ist. 

Hauptkommissar Peter Nachtigall ermittelt mit seinem Team direkt

in der Stadt und im Umland.

Seit wann schreibst du? 

Seit 2004 arbeite ich als Autorin, 2006 erschien der erste Nachtigall-Krimi

im Gmeiner - Verlag. Seither sind viele Bücher und Kurzgeschichten, auch in anderen Verlagen, entstanden.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich habe schon als Kind gern Geschichten erzählt. Für meine Familie

war es nicht immer einfach, Fantasie von Realität zu trennen. Als

ich in die Schule kam, schenkte meine Großmutter mir ein Heft. "Schreibs auf!",

lautete der Rat. Und das habe ich getan. Seither hat mich das Schreiben immer begleitet.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich diesen speziellen Moment hatte. 

Als ich anfing Manuskripte zu verschicken, wollte ich es aber auf

jeden Fall werden.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Unter www.franziska-steinhauer.de kann man alle Angaben zu mir finden. 

Insgesamt sind nun schon über 20 Titel von mir erschienen. Krimis, Historische Romane, 

ein Biografischer Roman und eine Reihe von Lundquist-Krimis, die in Schweden angesiedelt sind.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Recherche macht einen großen Teil meiner Arbeit an einem Buch aus. Nicht nur bei den Historischen Romanen 

ist es wichtig, dass die genannten Fakten stimmen, auch bei den Cottbus- oder den Schweden-Krimis ist immer

eine ordentliche Recherche Grundlage. 

Wo schreibst du am liebsten?

Besonders gern schreibe ich im Garten. Weil ich meist den Text erstmal von Hand schreibe bin ich stromunabhängig. 

Das geht in unseren Breiten leider nur im Sommer - und so weiche ich für Herbst, Winter und an kühlen Frühlingstagen 

an einen anderen Ort aus. In der Regel sitze ich zum Tippen in den Computer aber an meinem Schreibtisch.

Gelegentlich arbeite ich aber auch unterwegs oder überbrücke Wartezeiten mit dem Weiterspinnen meiner Geschichte. 

Dann geht Schreiben natürlich letztlich überall, besonders dann, wenn man nur Papier und Kugelschreiber braucht.

Grundvoraussetzung ist dabei, dass der Platz warm ist. Wenn es zu kalt ist, friert das Denken ein.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ein Ritual gibt es nicht wirklich. Aber im Laufe der Zeit hat es sich 

ergeben, dass ich meist am Vormittag schreibe, möglichst mit einer schnurrenden Katze neben mir.

Wenn ich mich allerdings so richtig "festgeschrieben" habe, bleibe ich am Text und eventuelle Nachmittagsaktivitäten 

werden gecancelt.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Nach einem Historischen Roman, der an der Nordseeküste angesiedelt ist und einem Biografischen Roman über 

Fritz Haarmann, ist nun wieder ein neuer Cottbus-Krimi in Arbeit. Peter Nachtigall klärt gerade seinen elften 

Fall in der Stadt.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Einen direkten Einfluss übt keiner meiner Lieblingsautoren auf mein Schreiben aus.

Ich lese gern Krimis - aber nicht nur. Da Recherche ein wichtiger Punkt bei der Vorbereitung neuer

Projekte ist, stehen Sachbücher immer oben auf meiner Liste. Texte, die sich mit psychologischen oder philosophischen Fragestellungen beschäftigen,

verschlinge ich besonders gern. 

Mein Lieblingsautor schreibt allerdings Bücher, die in Stil und Inhalt weit von meiner eigenen Arbeit entfernt sind.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Diese Frage zu beantworten fällt mir schwer.

Tolkien ist mir wichtig. Ich genieße es, ihm in seine Welt voller Elben, Orks und Zauberer

zu folgen. Aber auch andere Texte haben mich nachhaltig beeindruck oder richtig gut ubnterhalten, zum Beispiel "Winter in Main" von Gerard Donovan

oder "Jonathan Strange & Mr. Norrell" von Susanna Clarke.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Schreiben ist eine eher sitzende Tätigkeit. Zum Ausgleich treibe ich Sport.

Besonders gern treffe ich mich mit Freunden zum Kaffee.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Wunschlos glücklich sind wohl nur wenige Menschen. Und schließlich treiben und Wünsche und Träume auch immer wieder

zu neuen Zielen, geben uns Impulse, bereichern unsere Arbeit. Ich wünsche mir, dass ich auf der Suche bleibe und auch 

in den kommenden Jahren stets einem "Täter auf der Spur" bin.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Die Gespräche mit meinen Lesern sind mir sehr wichtig. 

Ich freue mich, wenn man mich anspricht, komme dann gern mit den Lesern ins Gespräch, geben Auskunft über meine Art 

zu arbeiten und erzähle, wie das Buch entstanden ist. Kritik ist wichtig, sie verändert und schärft den Blick auf 

den eigenen Text. 

Liebe Franziska. danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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