Interview mit Franz Hafermeyer

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Servus, liebe Bianca. Danke für das Angebot, ein Interview mit mir zu führen.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich schreibe unter dem Pseudonym Franz Hafermeyer Krimis, bin Jahrgang 1971, 

lebe in Bayerisch-Schwaben auf dem Land und bin verheiratet. 

Seit wann schreibst du? 

Seit ich einen Stift richtig halten kann, ich schätze mit vier Jahren. Aber das war undefinierbares Gekritzel. 

Später in der Schule haben mir die Deutschlehrer bei den Aufsätzen meistens zu viel Fantasie vorgeworfen

(was ja nicht schlecht ist, zumindest für einen Autor, der ich damals aber noch lange nicht war). 

Danach im Polizeiberuf meistens langweilige Berichte. 

Bücher zu schreiben habe ich zum ersten Mal 1999 ausprobiert.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Anfangs sollte es Ausgleich zum Job sein. Nach einigen Jahren dachte ich mir, wieso die Manuskripte in der Schublade verschwinden

lassen, wenn ich sie auch an Verlage schicken kann. Leider ziemlich erfolglos. Erst die Zusammenarbeit mit einem Literaturagenten

brachte den ersehnten Erfolg. 

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Eigentlich schon als Kind bzw. Jugendlicher, als ich Karl-May gelesen habe. Allerdings geriet dieser Wunsch mit

der ersten Berufswahl, Ausbildung und späterem Lebensweg in Vergessenheit bzw. fehlte die Zeit oder andere Interessen überwogen.

Aber als ich den ersten Verlagsvertrag bei Lübbe unterzeichnete, wusste ich, dass es was werden kann (zumindest als Nebenjob).  

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Die Reihe um das Ermittlerpaar Elsa Dorn und Sven Schäfer. Beide Krimis spielen in Augsburg.

2016 - Tote lächeln nicht   (Bastei-Lübbe)

2017 - Das Spätzle-Syndikat (Bastei-Lübbe)

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Durch meinen Beruf als Polizeibeamter bin ich in Sachen Recherche zumindest im Krimibereich im Vorteil. 

Da weiß ich natürlich von Haus aus bereits ein paar Dinge. 

Aber selbstverständlich muss ich Fachliteratur wälzen, wenn es um Detailfragen geht. 

Außerdem habe ich alle meine Schauplätze in Augsburg mehrmals aufgesucht, damit auch

wirklich alles passt. 

Wo schreibst du am liebsten?

Im Winter in meinem Büro, dort steht eine kleine Couch. Da kann ich mit dem Laptop wunderbar arbeiten. Wenn es draußen

wärmer wird, auf dem Balkon.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, durch den Hauptjob muss ich mir die Schreibzeiten beinahe stehlen. Wenn es geht, schreibe ich am Abend so ab 20.00 Uhr, da ist

es schön ruhig und die Ablenkungen des Tages sind weg. Ansonsten schnappe ich mir den Laptop zwischendurch, wenn es die Zeit zulässt. 

Meistens sitzt dann eine Katze neben mir oder auf meinem Schoß. 

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Verraten darf ich nichts, aber es geht im Spannungsbereich weiter. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ich weiß nicht, ob ich dadurch in meinem Schreiben beeinflusst wurde, aber ich finde den feinen

Humor von Carsten Stroud und Kathy Reichs klasse.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Natürlich Karl-May, weil er mich zur Leseratte und irgendwie auch zum Autor gemacht hat. 

Ansonsten, wie bereits erwähnt, Kathy Reichs und ihre Brennan-Romane sowie Carsten Strouds Niceville-Trilogie.

Der Herr der Ringe und Harry Potter. Die Bücher von Stephen King und Jeffery Deaver, die Kluftinger-Romane. 

"Das Schweigen der Lämmer" und "Roter Drache" von Thomas Harris. 

"Das Lied von Eis und Feuer." Die "Jack-Taylor-Reihe" von Ken Bruen.

Außerdem jede Menge weitere, denn es gibt so viele gute Bücher und Autoren.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Zeit verbringen mit meiner Frau und unseren Tieren. Lesen. Fitness. Filme und Serien kucken.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Vom Schreiben wirklich leben zu können, das wäre schon ein Traum. Und natürlich die Verfilmung meiner Bücher - soviel ich weiß, gibt es 

noch keinen Augsburg-Krimi im TV.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr natürlich, denn die Leser kaufen die Bücher. Da ist es schon wichtig, zu wissen, was ihnen gefallen oder missfallen hat. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Vielen Dank für das bisherige Vertrauen, denn "Das Spätzle-Syndikat" ging nach fünf Wochen bereits in die zweite Auflage. Das ist

ein gutes Gefühl.


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