Interview mit Christine Neumeyer

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Ich danke für das Angebot zu diesem Interview.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich heiße Christine Neumeyer, schreibe unter diesem Namen in kleinen Verlagen historische Romane und Krimis. Ich arbeite an vier Tagen der Woche in der Verwaltung der Universität Wien, an den restlichen Tagen schreibe ich sooft es möglich ist. Ich bin verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter, im niederösterreichischen Marchfeld aufgewachsen und seit vielen Jahren in Wien lebend. Seit 2017 bin ich die österreichische Oberschwester beim Verein der Mörderischen Schwestern, wo auch nicht veröffentlichte Autorinnen und Krimi-interessierte Leserinnen gerne aufgenommen werden: http://www.moerderische-schwestern.eu/start/

Ebenso bin ich Mitglied im Verein der österreichischen KrimiautorInnen, welcher u.a. jedes Jahr zur Wiener Buchmesse im Herbst einen eigenen Stand betreut. Wir freuen uns über jeden Besuch: http://www.krimiautoren.at/start/

Ebenso freue ich mich über neue Kontakte im Social Media Bereich:

Facebook: https://www.facebook.com/christine.neumeyer.9?ref=tn_tnmn

Twitter: https://twitter.com/ChNeumeyer

Auf meiner Website findet man alle Infos zu meinen Büchern und Lesungen:

https://homepage.univie.ac.at/christine.neumeyer/Autorenhomepage/1446870.htm

Seit wann schreibst du?

Schon als Kind habe ich Geschichten erfunden und niedergeschrieben, sobald ich dazu in der Lage war. Der Wunsch, Schriftstellerin zu werden, war immer sehr stark, doch aus wirtschaftlichen und anderen Gründen ist dieser Wunsch jahrelang zurückgesetzt worden. Erst ab 2009 etwa, ich wurde Mitglied im Autorenforum “Montségur”, brachte mich ein starker Motivationsschub wieder zurück zu meinem Ziel. Seither schreibe oder arbeite ich am Entwerfen von Manuskripten nahezu täglich.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Wie schon erwähnt, war der Wunsch zu schreiben immer vorhanden. Zunächst waren es kurze Beiträge, Kurzgeschichten, ein einschneidendes privates Erlebnis hat mich dann dazu bewogen, einen ganzen Roman zu verfassen, es war wohl mehr ein Aufarbeiten von Erlebtem, der jedoch nie veröffentlicht wurde. Der Funke war jedoch übergesprungen und bald schrieb ich nach Lektüre eines wissenschaftlichen Werkes über die Vilemiten in Mailand meinen ersten Roman über die bewegende Geschichte einer schwangeren böhmischen Nonne, die nach Mailand kam und von sich behauptete, der Heilige Geist in Gestalt einer Frau zu sein: Die Päpstin von Mailand. Der Roman wurde mehrmals überarbeitet, bis ihn ein Verlag 2013 veröffentlicht hat.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Der Wille war immer vorhanden, nur die Lebensumstände haben die Verwirklichung lange verzögert.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Zwei historische Romane und zwei Krimis:

Die Päpstin von Mailand. Die Geschichte der Vilemiten.

Mit der Kraft von Purpur. Durch das Land der rosa Flamingos.

Tatort Strasshof. Das blutende Herz.

Spargelmorde. Ein Marchfeldkrimi.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Selbstverständlich, Recherche ist immer notwendig, besonders bei historischen Romanen.

Dennoch habe ich nach jeder Veröffentlichung das Gefühl, es hätte noch mehr Recherche sein können, wobei ein guter Roman die Recherche dem Leser, der Leserin, nicht aufdrängen sollte. Die Informationen werden gesammelt, um sie dann möglichst unauffällig in die Handlung einzubauen. Ein Roman ist kein Sachbuch und sollte vor allem unterhaltsam und spannend sein.

Wo schreibst du am liebsten?

An meinem Schreibtisch zu Hause mit Blick auf viele Bäume.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nachdem ich meinen Brotjob auf eine vier-Tage Woche zugunsten der Schreiberei reduziert habe, sind es bei mir die Wochenenden und der Montag, wo ich gerne viel und ausgiebig schreibe.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Ja, es ist ein historischer Krimi, der wie die beiden anderen Krimis in meinem Heimatland, im Marchfeld und in Wien spielen wird. Ein junger k & k - Rittmeister mit einem düsteren Familiengeheimnis wird in einem Schloss im Marchfeld tot aufgefunden. Die Geschichte spielt im Jahr 1898 zum 50-jährigen Regierungsjubiläum des österreichischen Kaisers. Der Kaiser wird kurz auftreten, ebenso die Kaiserin Sisi. Sie sind jedoch nur Randfiguren. Eine junge Liebe wird im Mittelpunkt stehen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Da gibt es viele. Ich lese sehr viel und die Einflüsse gehen wohl oft unbewusst auf die eigene Schreibweise über. Besonders haben es mir die Schriftsteller des 19. Jahrhunderts angetan, die tief in die Seelen der Protagonisten vorgedrungen sind, wie Arthur Schnitzler oder Stefan Zweig oder auch Oscar Wilde. Bei den Frauen waren es vor allem Agatha Christie wegen ihrer treffenden Charakterisierungen und originellen Figuren und Jane Austen, die auf unterhaltsame Weise der Gesellschaft einen Spiegel vorgehalten hat.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Heute lese ich sehr gerne den stillen Schriftsteller Walter Kappacher, der auch tief in die Figuren geht und für zwischendurch darf es gerne ein spannender Krimi sein oder ein gut recherchierter historischer Roman.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Da ich beruflich sehr viel am Schreibtisch sitze und die Natur sehr liebe, bewege ich mich am liebsten in meiner Freizeit im Freien und reise auch gerne.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

In der Literaturwelt wahrgenommen zu werden, wäre schön, und dass noch viele Ideen für Bücher in meinem Kopf entstehen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Ich freue mich über jedes Feedback, auch über sachliche Kritik, die mich zum Nachdenken bringt und vielleicht beim nächsten Buch Fehler vermeiden lässt.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Solange es Bücher gibt, wird unser Leben reich sein.

Herzliche Grüße,

Christine Neumeyer


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