Autorenporträt: Meemken, Heiner

Geboren und aufgewachsen im norddeutschen, aber erzkatholischem Friesoythe in der Mitte von vier Geschwistern und dem Lebensmittelladen unserer Eltern. 

Schon in meinem ersten Zeugnis urteilte die Lehrerin, dass ich zwar rechnen könne, aber Probleme mit der Rechtschreibung hätte. Ihrem Rat, Bücher zu lesen, folgte ich und ging jeden Sonntag in die örtliche Bücherei, um mich anschließend mit den »Fünf Freunden« von Enid Blyton und den vielen weiteren Kindern ihrer Geschichten in eine andere Welt hineinzuträumen. 

Mit der Art und Weise, wie in den siebziger Jahren Wissen vermittelt wurde, kam ich immer weniger zurecht, mit dem Ergebnis, dass meine Regelschulzeit abrupt nach der 8. Klasse endete. Nach einem halben Jahr Pause begann die Zeit des zweiten Bildungswegs: Hauptschule per dreimonatigen Kurs, Handelsschule in Friesoythe, auf der ich lernte, mit zehn Fingern zu schreiben, später die Fachoberschule in Vechta und die Hochschule in Emden, die ich als frisch gebackener Sozialpädagoge verließ.

1983 kam mein Sohn Jan-Helge zur Welt, ich studierte inzwischen weiter an der Uni Bremen Behindertenpädagogik, vormittags, wenn der Kleine in der Kindergruppe spielte, und entdeckte nachmittags mit ihm zusammen die Welt der kleinen Schritte. Als sich seine Mutter von mir trennte, blieb er bei mir und ich gründete an meinem Schreibtisch eine Werbeagentur.

Da ich seit meiner Jugend zeichnete und malte, inzwischen auch mit meinen Bildern an diversen Ausstellungen in näherer und weiterer Entfernung teilgenommen hatte, fand ich mich in der Welt der Grafik schnell zurecht, arbeitete am Vormittag und in der Nacht und nach einer Weile auch nicht mehr alleine. Die Mitarbeiterzahl wuchs, ein hundertfünfzig Jahre altes Haus in Oldenburg wechselte den Besitzer und nahm Familie und Agentur auf. So konnte ich beides verbinden und auch meinen 1994 geborenen Sohn Nils mit ins Leben begleiten.

Literatur faszinierte mich schon über viele Jahrzehnte, wenn auch in erster Linie als Leser und nur selten als Autor, der ohnehin seine wenigen Schreibversuche weit unten in der Schreibtischschublade versteckte.

Erst ein weiterer Umbruch in meinem Leben brachte mich 2009 zum Schreiben, das ich seither nicht mehr missen möchte. Nach den ersten zweihundert Seiten, die viel Biografisches enthielten und nur für wenige Menschen bestimmt waren, versuchte ich mich an Geschichten, in denen zwar meine Erfahrungen mit einflossen, ich selbst aber nur eine untergeordnete Rolle spielte.

Nach vier Jahren am Niederrhein, in denen 2012 mein Sohn Jakub Noah geboren wurde, lebe ich zusammen mit meiner Familie wieder in Oldenburg.

Textquelle: Amazon

Bild: Amazon

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