Interview mit Carine Bernard

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich komme aus Österreich und lebe jetzt schon seit 15 Jahren in Deutschland. Mich hat die Liebe hierher verschlagen und wir wohnen in der Nähe von Düsseldorf. Ich habe drei (inzwischen große) Kinder und einen Hund, und wir fahren am liebsten mit dem Campingbus durch Frankreich.

Seit wann schreibst du? 

Ich habe immer schon gerne geschrieben, aber es hat nie zu einer richtigen Geschichte oder gar zu einem Buch gereicht. Mit dem Bücher schreiben habe ich erst mit Fünfzig begonnen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Über das Geocachen! Ich denke mir gerne Rätsel aus und habe schon mehrere Rätselcaches veröffentlicht. Unter anderem eine Serie um eine fiktive Agentin namens Molly Preston, die durch die Welt reist und alle möglichen geheimnisvollen Dinge entschlüsseln muss, meist mit Hilfe ihres Freundes Charles. Die letzte Rätselidee hat dann immer größere Ausmaße angenommen. Ein Freund, dem ich davon erzählte, sagte zu mir "dann schreib doch ein Buch". Das habe ich dann gemacht.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Eigentlich erst ab dem Augenblick, als mein erstes Buch beim Verlag Droemer-Knaur erscheinen sollte. Da habe ich erst darüber nachgedacht, ein zweites zu schreiben. Und ein drittes ...

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mein erstes Buch ist Der Lavendel-Coup, der erste Molly Preston Krimi, der in der Provence spielt. Danach folgten Das Schaf-Komplott und Die Schnitzel-Jagd, zwei weitere Molly Preston Krimis, mit Yorkshire und Wien als Schauplätze. Letztes Jahr im Sommer habe ich einen Liebeskrimi als Selfpublisher veröffentlicht, er heißt "Pater Noster - Eine mörderische Kampagne", die Geschichte spielt in Düsseldorf, meiner neuen Heimat.

Im Juni wird eine neue Molly Preston Geschichte erscheinen, und diesemal geht es nach Mallorca, so viel kann ich schon verraten.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Oh ja! Ich finde es sehr wichtig, alles so authentisch wie möglich zu beschreiben. Meine Leser danken es mir und loben besonders die Beschreibungen von Land und Leuten in meinen Büchern, die meine Bücher zu einem kleinen Urlaub vom Sofa aus machen.

Besonders schwierig sind dabei immer die Kleinigkeiten, zum Beispiel, was trägt ein Bestatter, wenn er zu einer Leiche in den Bergen gerufen wird. Doch sicher nicht schwarzen Anzug und glatte Ledersohlen? Zum Glück gibt es das Internet, da findet man sogar auf solche Fragen eine Antwort.

Wo schreibst du am liebsten?

Ganz langweilig, an meinem Schreibtisch, an meinem PC. Ich habe 2 große Monitore und habe dann meist auf dem linken Bildschirm das Schreibprogramm offen und auf dem rechten den Browser mit Google und Wikipedia. Manchmal brauche ich aber auch eine andere Umgebung, dann schreibe ich auf dem Tablet mit einer kleinen USB-Tastatur auf der Terasse oder auf dem Sofa.

Was ich nicht kann ist, unter Leuten zu schreiben. Ich muss dafür alleine sein und brauche Ruhe, nicht mal Musik darf laufen.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Normalerweise lese ich zur Einstimmung das, was ich tags zuvor geschrieben habe und mache dabei auch gleich die erste grobe Überarbeitung, korrigiere Tippfeher oder schlage etwas nach. Dann gehts los, ich tauche in die Szene ein und schreibe. Ganz wichtig: Facebook aus, Messenger aus, Emailprogramm aus. Und bitte keine Ablenkung.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Wie oben geschrieben, mein neuer Molly Preston Roman soll im Juni wieder bei Droemer-Knaur erscheinen. Zur Zeit schreibe ich wieder an einem Liebeskrimi, der ebenfalls in Düsseldorf spielt.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Aber ja, da gibt es viele. Zum Krimi-Fan bin ich durch Agatha Christie und Elizabeth George geworden und deren Stil hat mich sicherlich beeinflusst. Peter O'Donnells Modesty Blaise ist ein klein wenig das Vorbild für meine Molly Preston gewesen. Und den Mut zur Veröffentlichung hat mir Ursula Poznanski gegeben, die ich schon aus einer Zeit kenne, wo sie noch nicht geschrieben hat. Dadurch weiß ich, dass Autoren auch nur ganz normale Menschen sind, nur dass sie einen komischen Google-Such-Verlauf haben ;)

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Wie oben schon geschrieben, Agatha Christie und Elizabeth George, was Krimi betrifft. Ich lese auch gerne Fantasy, da besonders gerne David Eddings und Raymond Feist. Zur Zeit lese ich viel von Martin Suter.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich laufe am liebsten mit dem Hund durch den Wald, das ist für mich Erholung und Inspiration zugleich. Meine Hobbys Fotografieren und Geocachen lassen sich ganz wunderbar damit verbinden.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ein ganz großer Traum wäre, wenn eines meiner Bücher mal in den Buchhandlungen am Promo-Tisch liegen würde. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig! Ich liebe die Leserunden auf Lovelybooks, da kann man wunderbar mit den Lesern in Kontakt treten und über das eigene Buch reden.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Danke ebenfalls, es war mir ein Vergnügen.

Gebt nie auf, an eure Träume zu glauben, es ist nie zu spät, sie zu verwirklichen!


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