Interview mit Roland Kirsch

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin eingeborener Südhesse und im flachen Land zwischen Frankfurt und Mannheim finde ich auch die Schauplätze meiner Krimis. Der Dialekt schlägt in jedem meiner Romane durch - aber jeweils nur in einem kurzen Dialog.

Apropos Dialekt. Es ist kein Zufall, dass mein erster Roman den Titel »KARTOFFELBLUES« trägt. Ich habe mich dabei von Bodo Kolbe inspirieren lassen, einem südhessischen Bluesmusiker. Ich bin ein großer Fan von Bodo Kolbe, einem südhessischen Bluesmusiker. Seine Mundartsongs sind Kult und von Zeit zu Zeit mischt er bei meinen Lesungen mit. Dann habe ich auch die Gitarre dabei.

Seit wann schreibst du? 

Seit ich in der Grundschule als geborener Linkshänder dazu verdammt war, mit der rechten Hand vorgegebene Zeichen zu kritzeln.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ursprünglich habe ich Einfälle und Gedanken in Notizbüchern festgehalten, auch Erinnerungen aus Träumen, morgens beim Aufwachen. Dann kam ein Schreibwettbewerb, und mit ihm ein Ansturm von Ideen. Daraus wurde ein Projekt über fünf Krimis, jeder in sich abgeschlossen, mit übergreifenden Handlungssträngen. 

Der zweite Roman ist vor einem Monat erschienen. Aktuell arbeite ich an der dritten Story.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Als meine erste Kurzgeschichte veröffentlicht wurde.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Zwei Krimis. »KARTOFFELBLUES« und »SOKO QUERULANT«, als Autor und als Herausgeber die Anthologie »HALLO NACHBAR«. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Natürlich! Vom »bdk« Bund deutscher Kriminalbeamter gibt es eine Schriftenreihe »Pocket Tipps«, in der Themen wie Tatortarbeit, Fahndung, Todesermittlung usw. abgehandelt werden. Ich kann sie jedem Krimiautor empfehlen. 

Das Internet ist bei Recherchen sehr hilfreich. Es sollte aber nicht den persönlichen Kontakt ersetzen. Bei den Recherchen zu »SOKO QUERULANT« habe ich den ehemaligen Steuerfahnder und SPIEGEL-Bestsellerautor Frank Wehrheim kennen und schätzen gelernt. 

Außerdem gibt es einen Kripobeamten a.D., den ich gerne zum Frühstück einlade. Von ihm habe ich Interessantes erfahren - und viele Anregungen erhalten. 

Wo schreibst du am liebsten?

Selbst bei schönstem Wetter, wenn unter blauem Himmel eine leichte Brise über den Freisitz mitten im Grünen streicht ... es funktioniert nur am Schreibtisch!

Hast Du ein festes Schreibritual?

Morgens früh investiere ich eine halbe Stunde für den Posteingang, nachdem ich die Platzierung meiner Bücher im Amazon-Bestseller-Ranking kontrolliert habe. Dann widme ich mich meiner aktuellen Story.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Zu Zeit schreibe ich am dritten Krimi. Der Arbeitstitel ist »EDELBRAND«.

Diesmal geht es meinem Protagonist Polizeimeister Florian Hartwig gewaltig an den Kragen. Er gerät unter Mordverdacht. Ob er da wieder heil rauskommt ...?

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Es gibt zwei Autoren, von denen ich als Autodidakt viel profitiert habe. Hans Peter Röntgen und Stephan Waldscheidt. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Es gibt zu viele gute Autorinnen und Autoren ...

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Meine Familie ist mir sehr wichtig und Freizeit lässt sich am besten mit Freunden genießen. 

Als Hobby begleitet mich seit vielen Jahren meine Gitarre. Ich schätze auch den Chorgesang, zugegebenermaßen nicht bei jeder Stilrichtung.

Seit zwei Jahren darf ich im Auftrag des Kulturamtes der Stadt Lampertheim eine Autoreninitiative koordinieren. Dabei ist auch die Anthologie »HALLO NACHBAR« entstanden.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Sei mir nicht böse, aber ich glaube, wenn man über Träume spricht, wird es schwerer, sie zu verwirklichen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Enorm wichtig. Jeder Mensch braucht Bestätigung und Anerkennung. Der Autor,der mit seiner Geschichte auch immer auch etwas von sich selbst preisgibt, ganz besonders. 

Ein Verriss kann sich anfühlen wie ein Schlag in die Magengrube. Sehr schön sind dagegen die »Schmunzler« bei einer Lesung, genau an der richtigen Stelle. Oder wenn mich ein Leser (meist sind es Leserinnen) anspricht auf Einzelheiten in einer Story. Ich freue mich dann, wenn das was ich meine auch ankommt. Manchmal staune ich auch, wie meine Texte interpretiert werden. Das macht mindestens genauso viel Spaß. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt zu meinen Lesern. Auf meiner Website http://www.kirschkrimi.de/veranstaltungen/ seht ihr die Termine, bei denen ihr mich treffen könnt. Gerne informiere ich auch über https://www.facebook.com/kirschkrimi/.


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