Interview mit Claudia Rossbacher

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin gebürtige Wienerin, habe aber in meiner Kindheit und Jugend, später auch als Model in verschiedenen Städten der Welt gelebt. Danach war ich als Texterin und Kreativdirektorin jahrelang für internationale Werbeagenturen tätig. Seit 1994 bin ich mit meinem Mann Hannes verheiratet, einem bildenden Künstler, mit dem ich 2015 von Wien in meine Wahlheimat, die Steiermark, gezogen bin. Als Krimiautorin bin ich österreichweit für meine Steirerkrimis bekannt – alle sieben Bände mit LKA-Ermittlerin Sandra Mohr haben es in die heimischen Bestsellerlisten geschafft. Am achten Fall schreibe ich gerade. „Steirerblut“ und „Steirerkind“ wurden für ORF und ARD verfilmt, „Steirerkreuz“ folgt demnächst.

Seit wann schreibst du?

Als Werbetexterin seit 1993, als Schriftstellerin seit 2006.

Wie bist du zum Bücherschreiben gekommen?

Nach einigen Karibikaufenthalten hatte ich die Idee für einen Thriller, der dort angesiedelt ist. Also habe ich mich 2006 hingesetzt, um auszuprobieren, ob mein Schreibhandwerk nicht nur für einen guten Werbetext, sondern auch für einen ganzen Roman reicht. 2007 wurde „Hillary's Blut“ dann veröffentlicht. Die Printausgabe ist inzwischen vergriffen, das E-Book gibt es noch in einer überarbeiteten Fassung.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Bereits während der Arbeit an meinem ersten Thriller habe ich voller Begeisterung und ziemlich blauäugig beschlossen, das Romanschreiben zu meinem Beruf zu machen. Danach habe ich rasch gemerkt, wie hart der Weg zur Bestsellerautorin ist. Umso dankbarer bin ich, dass ich durchgehalten habe und heute als freie Schriftstellerin von meinen Büchern leben kann. Gerade im kleinen Österreich ist das ja keineswegs selbstverständlich.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Thriller:

Hillarys Blut (Kontrast Verlag/Gmeiner Verlag)

Drehschluss (Echomedia Buchverlag)

Steirerkrimis:

Steirerblut, Steirerherz, Steirerkind, Steirerkreuz, Steirerland, Steirernacht, Steirerpakt (alle Gmeiner Verlag)

Reiselektüre:

Griaß eich in der Steiermark (Gmeiner Verlag)

Als Anthologie-Herausgeberin:

Wer mordet schon in der Steiermark? (Gmeiner Verlag)

SOKO Graz – Steiermark – Kurzgeschichten zur Criminale 2017 (Gmeiner Verlag)

Rätselkrimis:

Enter ermittelt (Gmeiner Verlag)

Enter ermittelt in Wien (Gmeiner Verlag)

Darüber hinaus sind zahlreiche Kurzgeschichten von mir in diversen Kriminal-Anthologien erschienen.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Für meine Steirerkrimis recherchiere ich ganz besonders intensiv, da ich mit jedem Band den Schauplatz wechsle. Ich muss die Region und die Mentalität der Leute jedes Mal neu entdecken, die Eigenheiten und Themen, die die Menschen dort beschäftigen, kennenlernen. Schlussendlich sollen sich auch die Einheimische mit meinen Büchern identifizieren können. Bis jetzt ist mir das ganz gut gelungen. Noch gab es jedenfalls keine Region, die sich nicht gefreut hätte, Schauplatz in einem meiner Steirerkrimis zu sein. Und auch die Tourismusverbände haben nichts gegen kostenlose Werbung einzuwenden.

Wo schreibst du am liebsten?

Am wichtigsten sind Ruhe und ein schneller Internetanschluss. Dann ist es fast schon egal, wo mein Laptop steht. Die meiste Zeit schreibe ich an meinem Schreibtisch in unserem kleinen Häuschen mitten im Wald.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Computer hochfahren, Dokument öffnen, die letzten Seiten lesen und überarbeiten, weiterschreiben, bis mir der Schädel brummt oder eine andere Aufgabe ruft.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Derzeit schreibe ich am achten Steirerkrimi. Der Titel wird noch nicht verraten. Außerdem hält mich die Organisation der Criminale auf Trab. Das Krimifestival des SYNDIKATs – Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur – wird vom 2. bis 7. Mai 2017 in Graz und in der Steiermark stattfinden. Bis dahin gibt es noch Einiges zu tun.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Alle, die mich mit ihren Geschichten und Schreibstilen gefesselt haben.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Da gibt es einige und immer wieder neue.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Reisen, Tennisspielen, im Wald spazieren gehen, in geselliger Runde mit Freunden zusammen sein …

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ein Top-20-Platz auf der Spiegel-Bestsellerliste wäre mal nett. Gegen Übersetzungen meiner Romane und Romanverfilmungen mit anschließenden Markterfolgen im fremdsprachigen Ausland hätte ich auch nichts einzuwenden.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig. Schließlich schreibe ich für meine Leser, nicht für Literaturexperten oder Kulturkritiker.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Viel Spaß beim Lesen!


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