Interview mit Hansjörg Anderegg

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich wurde 1947 in St. Gallen in der Schweiz geboren.

Nach dem Abschluss als Mathematiker an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) arbeitete ich während über dreißig Jahren in Europa, den USA und Asien in der Entwicklung, Beratung und dem Verkauf von Software für wissenschaftliche, technische und finanzanalytische Anwendungen.

Dabei habe ich eine Menge interessanter Leute und Orte kennengelernt. Jetzt macht es mir großen Spaß, diese Erfahrungen in meinen Kriminalromanen und Thrillern zu verarbeiten.

Seit wann schreibst du? 

Seit ich Rentner bin, hat es mich gepackt, also seit 2007. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich habe mein halbes Leben damit verbracht, Themen zu bearbeiten und Probleme zu lösen, für die sich nur wenige Insider begeisterten. Das habe ich in vollen Zügen genossen, aber nach dem Berufsausstieg nahm ich mir vor, ein faszinierendes Gebiet spannend und allgemein verständlich darzustellen. So entstand der erste Thriller über Quantencomputer. Da mein Erstling offenbar trotz oder vielleicht wegen des exotischen Themas vielen Leserinnen und Lesern gefallen hat, ist das Schreiben zu meinem zweiten Beruf geworden. Jetzt herrscht wieder Vollbeschäftigung.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Da gibt es eine ganz klare Antwort: Nach dem positiven Echo auf meinen Erstling gab es kein Zurück mehr.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Im Moment schreibe ich an meinem 17. Thriller. Bisher sind folgende Bücher erschienen:

Lethal Quantum, Thriller, englisch (455841)

Der verschränkte Tod, Thriller, deutsch (459993), deutsche Version von “Lethal Quantum"

Nebenwirkungen, Thriller (460067)

Zehn Milliarden, Thriller, deutsch (468322)

Die Probe, Thriller, deutsch (402110)

Das Komplott der Senatoren, Thriller, deutsch (978-3-86254-165-2)

Natürliche Selektion, Thriller, deutsch (624517)

Im Westen geht die Sonne unter, Thriller, deutsch (978-3-86254-573-5)

WohlTöter, Thriller, deutsch (978-3–86254–950–4)

Unentrinnbar, Thriller, deutsch (978-3–84590–316–3)

Shutdown – Wir schalten euch ab, Thriller, deutsch (978-3-84590-420-7)

Das letzte Steak, Thriller, deutsch (978-3-84590-726-0)

Vollzug, Thriller, deutsch (978-3-84591-075-8)

Der zweite Killer, Thriller, deutsch (978-3-84591-395-7)

Strohöl, Thriller, deutsch (978-3-84591-609-5)

Vernichten!, Thriller, deutsch (978-3-84591-860-0)

Station 9, Thriller, deutsch (978-3-84592-168-6)

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Und wie! Recherche ist für jede Geschichte wichtig, die glaubwürdig rüberkommen soll, denke ich. Für meine eher technisch-wissenschaftlichen Themen gilt das umso mehr. Normalerweise informiere ich mich im Internet, in diversen Bibliotheken und bei bekannten Sachverständigen während etwa eines Monats über das Thema, das geplante Personal und die Schauplätze. Manchmal gehören auch Reisen dazu wie die nach Wien für mein letztes Buch “Station 9”. Das nenne ich dann “Schreibklausur”. Auch beim Schreiben geht die Recherche weiter.

Wo schreibst du am liebsten?

Zu Hause in meinem Büro mit der schönen Aussicht ins Grüne und auf die weit entfernten Alpen.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Es ist zwar nicht in Stein gemeißelt, hat sich aber allmählich so ergeben. Morgens nach Kaffee und Zeitung ziehe ich virtuell Hut und Mantel an und gehe die Treppe hinauf ins Büro. Bis Mittag ergeben sich so eine bis zwei Seiten. Am Nachmittag dasselbe Spiel für weitere zwei bis drei Seiten. Vier Normseiten pro Tag nehme ich mir vor, halte ich leider nicht immer ein.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Wie gesagt, im Moment bin ich mitten in der Arbeit an Thriller Nummer 17. Einzelheiten bleiben streng geheim bis zur Veröffentlichung. Ich verrate nur so viel: Es geht um Manipulation in sozialen Netzwerken und künstliche Intelligenz.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Wahrscheinlich einige ohne dass mir das bewusst wäre. Ich denke, alles, was man mit Vergnügen liest, inspiriert einen auch als Autor.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Angefangen hat meine Leselust als Knirps mit Karl May. Ich kann den vollen Namen des Hadschi Halef Omar noch heute auswendig. Dann kam Jules Verne, den ich immer noch bewundere. Ein intensives Zwischenspiel gab es mit den Historienschinken von Alexandre Dumas auf Französisch. Jetzt ist das Spektrum breit gefächert. Besonders spannend finde ich einige Werke von Michael Crichton. Der Meister berührender Figuren ist für mich Georges Simenon. Besonders beeindruckt haben mich Friedrich Glausers “Matto regiert” und Friedrich Dürrenmatts “Der Verdacht”. Wenn ich lachen will, greife ich zu Wolf Haas und seinem Brenner. 

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Schreiben, was sonst? Spaß beiseite, ich reise auch gerne mit meiner Liebsten, koche regelmäßig und liebe live Konzerte mit Klassik, Blues, Big Band Sound und traditionellem Jazz. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich lebe meinen Traum schon jetzt. Besser geht nicht.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Schreiben ist eine einsame Beschäftigung. Umso wichtiger ist es da, zu erfahren, dass eine Geschichte und ihre Figuren nicht nur mich gefesselt haben. Ich bin für jedes ehrliche Feedback dankbar. Ein solches Echo ist immer auch Ansporn.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Danke dir und den Leserinnen und Lesern fürs Interesse, und lest alles, was ihr von mir kriegen könnt…


Kommentar schreiben

Kommentare: 0