Autorenporträt: Wieninger, Manfred

Manfred Wieninger, geboren 1963 in St. Pölten. Studium der Germanistik und Pädagogik an der Universität Wien, abgeschlossen mit einer Diplomarbeit über die Kulturgeschichte der St. Pöltner Straßennamen (die 2002 in stark veränderter und erweiterter Form als Lexikon „St. Pöltner Straßennamen erzählen“ erschienen ist). Lebt als Autor in seiner Geburtsstadt. Verfasser einer bisher siebenteiligen Krimi-Reihe mit dem schrägen „Diskont-Detektiv“ Marek Miert, der in einer fiktiven ostösterreichischen Bezirksstadt namens Harland sein Wesen und Unwesen treibt. Die Miert-Romane zeichnen sich vor allem durch einen scharfen, oft auch ironischen Blick auf die gesellschaftlichen Zustände in Österreich aus. Zuletzt (2015) ist in dieser Reihe „Der Mann mit dem goldenen Revolver“ bei Haymon erschienen. Daneben zahlreiche Arbeiten zu Widerstand und Verfolgung in Niederösterreich und darüber hinaus. Sein zeitgeschichtlicher Roman „223 oder Das Faustpfand“, der 2012 von Residenz herausgebracht wurde, zeichnet das Massaker von Hofamt Priel im niederösterreichischen Strudengau nach, bei dem in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945 223 ungarisch-jüdische ZwangsarbeiterInnen von einem Rollkommando der Waffen-SS ermordet worden sind. 2014 ist sein Dokumentarroman „Die Banalität des Guten. Feldwebel Anton Schmid“ im Verlag der Theodor-Kramer-Gesellschaft erschienen. Der aus Wien stammende Anton Schmid war 1967 der erste ehemalige Angehörige der deutschen Wehrmacht, der von der israelischen Holocaust-Erinnerungs- und Forschungsstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ anerkannt und ausgezeichnet wurde.

2013 wurde Manfred Wieninger mit dem Theodor Kramer-Preis ausgezeichnet.

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