Interview mit Ingrid Glomp

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Sehr gerne.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich schreibe Krimis, hauptsächlich Thriller mit der abenteuerlustigen Journalistin Cori Stein als Hauptfigur. Außerdem arbeite ich als freie Wissenschaftsjournalistin und ich gebe Schreibworkshops für Wissenschaftler. Der gemeinsame Nenner ist meine Begeisterung fürs Schreiben, wobei ich mich zunehmend auf die Krimis konzentriere. Was mich, denke ich, außerdem auszeichnet, ist eine unbändige Neugier. Ich liebe es, Neues zu lernen und auszuprobieren. Ursprünglich bin ich Biologin. Als Wissenschaftlerin konnte ich meine Neugier hervorragend ausleben, aber das Schreiben kam ein bisschen kurz ;-)

Seit wann schreibst du? 

Mein erster Artikel ist 1990 erschienen. Meine ersten Krimis waren Kurzgeschichten, die 2007 in verschiedenen Anthologien veröffentlicht wurden.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Da ich Journalistin bin, waren meine ersten „Werke“ Sachbücher. Das Schreiben von Fiction habe ich zuerst mit Kurzgeschichten ausprobiert. Schließlich habe ich mich an Romane herangewagt. Der erste war gleich ein ziemlicher Wälzer, wie bei internationalen Thrillern üblich.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Als Jugendliche habe ich davon geträumt, Bücher zu schreiben (und auch davon, Journalistin zu sein). Wie sich aus der Antwort zur vorigen Frage ablesen lässt, gab es keinen bestimmten Moment, wo ich beschlossen habe: Ab morgen werde ich Autorin. Ich habe eher peu à peu darauf hingearbeitet.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Drei Cori-Stein-Thriller, drei Kaha-Fischer-Krimis sowie eine ganze Reihe von Kurzkrimis. Außerdem verschiedene Schreibratgeber und andere Sachbücher.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ich glaube, es entspricht meinem Naturell, Bücher zu schreiben, die viel Recherche erfordern. Meine Thriller spielen erstens in der realen Welt und handeln von realen Problemen. In „Ohne Skrupel“ waren das zum Beispiel Medikamentenfälschungen in der Dritten Welt. Zweitens verschlägt es meine Heldin in immer andere Länder, nach Nigeria und China, Zypern oder Russland. Gerade erst war ich in Israel, das einer der Schauplätze des nächsten Buchs sein wird.

Wo schreibst du am liebsten?

Im Café, doch dazu komme ich nur selten. Meistens bleibe ich ganz prosaisch am heimischen Schreibtisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Vielleicht liegt es daran, dass ich zuerst Journalistin war. Da sieht man das Schreiben eher pragmatisch.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich stecke gerade mitten in den Vorbereitungen für den vierten Cori-Stein-Thriller und bin dabei, die verschiedenen Handlungsstränge zu entwerfen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Was mich am ehesten beeinflusst, jedenfalls, was den Ton meiner Thriller angeht, sind humorvoll-spannende Fernsehkrimiserien mit starken Charakteren wie Lethal Weapon, Burn Notice oder Person of Interest.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Wie viel Zeit hast du? Nein, im Ernst, das sind zu viele, um sie alle aufzuzählen. Die beiden Bücher, die mich in diesem Jahr bisher am meisten beeindruckt haben, sind zwei Autobiografien: die von Agatha Christie und die von Frederick Forsyth.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Da ich freiberuflich arbeite und dabei (hauptsächlich) Dinge tue, die mir Spaß machen, lassen sich Arbeits- und Freizeit bei mir nicht so klar trennen. Was ich außer schreiben noch gerne tue: lesen (Krimis, aber auch Artikel und Sachbücher über ganz verschiedene Themen), gute Serien schauen, im Moment: auf meinem Balkon „gärtnern“ und – leider zu selten – reisen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Einen Traum habe ich tatsächlich: Schreiben mit Meerblick. Also eine Möglichkeit zu finden, einmal für einen Monat oder länger am Meer zu leben (ob Nordsee, Atlantik, Mittelmeer oder Südsee ist nicht so wichtig) und dort an meinem nächsten Buch zu schreiben.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Wir möchten mit unseren Geschichten ja andere Menschen erreichen. Das Schönste für mich ist, wenn ich erfahre, dass etwas, das ich geschrieben habe, Resonanz erzeugt hat. Wenn jemandem etwas gefallen hat, was mir wichtig ist, womit ich mir besonders viel Mühe gemacht habe oder was auch mich beim Schreiben amüsiert hat. Joss Whedon (der Schöpfer legendärer Fernsehserien) hat das so formuliert: „Wenn du glaubst, dass Zuschauerrekordzahlen herankommen an den Moment, wo dir jemand erzählt, dass dein Werk ihm durch eine schwierige Zeit geholfen hat, bist du wahrscheinlich neu im Geschäft.“

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Liebe Leser, vielen Dank, dass ihr einen Teil eurer Zeit mit meinen Geschichten verbringt. Ich werde weiterhin mein Bestes geben, euch mit meinen Büchern gut und spannend zu unterhalten.


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