Autorenporträt: Turhan, Su

Im Zuge der Gastarbeiter-Anwerbeabkommen verschlägt es 1968 den in Istanbul geborenen zweijährigen Süleyman (Su) Turhan mit seiner Familie von der Bosporusmetropole ins niederbayerische Straubing. Genau dort wird seine Mutter als gelernte Näherin dringend gebraucht, sein Vater bekommt eine Anstellung als Hilfsarbeiter bei einer Ziegelei. Nach dem Abitur, das er als einziger Nichtdeutscher auf dem Straubinger Gymnasium absolviert, schreibt und inszeniert er das Theaterstück "Leben im Sonderangebot". Danach beginnt Turhan mit dem Studium der Neuen Deutschen Literaturwissenschaft an der LMU München. Um das teure Münchner Leben zu finanzieren, jobbt er zunächst als Gabelstaplerfahrer bei einem Sanitärgroßhandel, später als Studentische Aushilfskraft in der Universitätsbibliothek. Dort betreut er neben Büchern auch die ansehnliche Videosammlung und beschließt Filme zu machen. Er heuert bei der Kirchgruppe im Bereich Filmlektorat und Stoffentwicklung an und liest erst sehr viele fremde Drehbücher, bis er sich gewappnet fühlt, als Drehbuchautor und später als Regisseur tätig zu. 

Es folgen die Drehbücher zu seinen Kurzfilmen "Der Schlüssel", "Gone Underground" und "Triell". Ausgezeichnet mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Silber, findet er es an der Zeit, selbst einen Spielfilm zu machen. Das Liebesdrama "Ayla" entsteht, erhält internationale Publikumspreise und läuft in Deutschland, der Türkei und Israel in den Kinos. Seit einigen Jahren inszeniert Turhan fiktionale und dokumentarische Filmstoffe und schreibt Drehbücher für verschiedene Produktionsfirmen. U.a. den Märchenfilm „Die Drei Federn“.

Mit "Kommissar Pascha: Ein Fall für Zeki Demirbilek" gibt Turhan Januar 2013 sein Debüt als Kriminalautor. Es folgen Kurzgeschichten und neben anderen Veröffentlichungen weiter Kommissar Pascha-Romane. 2017 wird der erste Band für die ARD verfilmt.

Textquelle: Amazon

Bild: Amazon

Links

Kommentar schreiben

Kommentare: 0