Interview mit Tanja Hanika

© D. Pfingstmann

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Tanja Hanika, ich bin 28 Jahre alt und wohne zusammen mit meinem Mann, unserem Sohn und zwei Katzen in der Eifel. Geboren wurde ich in Speyer und in Trier habe ich Germanistik und Philosophie studiert.

Seit wann schreibst du? 

Ich schreibe, seit ich mit acht Jahren eine Kinderversion von Bram Stokers "Dracula" in der Bücherei gefunden habe. Das Buch hat mich begeistert und den Wunsch in mir geweckt, auch Gruselgeschichten zu schreiben. Also seit inzwischen zwanzig Jahren.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Angefangen zu schreiben habe ich, wie eben erzählt, nachdem ich "Dracula" verschlungen hatte. Zunächst habe ich allerhand Kurzgeschichten geschrieben und mich dabei ausgetobt, bis meine Projekte länger wurden. Als ich dann viele Jahre später mit der Absicht geschrieben habe, zu veröffentlichen und Autorin zu werden, habe ich wieder mit den Kurzgeschichten angefangen und diese zu Wettbewerben geschickt, um zu prüfen, was funktionert. "Redthorne Castle" war dann der erste Roman, den ich mit Veröffentlichungsabsicht geschrieben habe und gleichzeitig ein langjähriges Herzensprojekt. Seither habe ich mehr Ideen als Schreibzeit.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Da gibt es keinen genauen Zeitpunkt. Ich habe mich nach dem Abitur für ein Germanistikstudium entschieden, weil schreiben und Bücher ein Teil meines Lebens sein sollten. Irgendwann als das Self-Publishing bekannter und  professioneller wurde, habe ich mir gedacht, ich muss es einfach ausprobieren, sonst hätte ich es ewig bereut. Für mich ist es ein absoluter Traumjob und ich bin sehr froh, ihn ausüben zu können. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Vor dem Kurzroman "Scream Run Die" sind folgende Bücher erschienen: "Zwietracht – Mörderische Freundschaft" (Horrorroman), "Arbeitsbuch für Schriftsteller: Leitfäden, Checklisten und Planungsmodelle für Autoren" (Sachbuch), "Fürchte die Schatten der Nacht (Band 1)" und "Vernichte die Schatten der Nacht (Band 2)" (beides dark-romantasy-Kurzromane), "Redthorne Castle" (Schauerrroman), "Das Grab im Schnee" (Schauer-Kurzroman) sowie meine Anthologie "Mr Rileys Hürchen und 13 weitere Gruselgeschichten".

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, aber in unterschiedlichem Maß. Während für die Schauerromane recht viel Recherche notwendig war, liefen meine beiden "Schatten der Nacht"- Kurzromane ziemlich ohne Recherche, da ich bereits genug über Vampire gelesen hatte und alles wusste, was ich für Setting, Hintergrundgeschichte und Figuren wissen musste. Aber pauschal kann man sagen, dass immer zumindest ein paar Fragen auftreten. Bei "Zwietracht" waren das nur Kleinigkeiten, wie z.B. ein bisschen Vokaular eines Fototgrafen, welche Pflanzen am Waldrand auf einer Wiese an einem See wachsen und ein paar Fragen zum Thema Auto.

Wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten schreibe ich in meinem Büro am PC zu Hause, denn dort bin ich nicht nur von Büchern, meiner Lieblingsdeko und Topfpflanzen umgeben, dort habe ich auch alles griffbereit, was ich gerade brauche. Aber wechseldne Schreiborte können inspirieren und motivieren, weswegen ich auch im Urlaub, im Garten, in der Badewanne oder im Café gerne schreibe.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Ich lege einfach damit los, was erledigt werden soll.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Momentan arbeite ich an einem Romanprojekt mit dem Titel "Der Angstfresser". Es wird um einen Horrorautor gehen, dem es nicht mehr genügt die Menschen mit seinen Geschichten zu erschrecken. Er veranstaltet eine besondere Art von Horrorabend, den es für seine Gäste zu überleben gilt.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Im Grunde genommen beeinflusst einen ja jedes Buch, das man liest. Besonders beeindruckend finde ich die Geschichten und Gedichte von Edgar Allan Poe, aber wie bereits erwähnt hat "Dracula" für mich eine ganz besondere Bedeutung. Ansonsten kann man natürlich viel von Autoren aus dem eigenen genre lernen, bei mir vor allem King, Laymon und Koontz.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Meine Lieblingsautoren sind Edgar Allan Poe, Richard Laymon, Dean Koontz, Stephen King und E.T.A. Hoffmann. Ich habe eine Menge Lieblingsbücher, je nach Genre oder Stimmung. Es sind zu viele, um sie zu nennen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich lese natürlich so viel wie möglich. Abgesehen davon schaue ich auch gerne Filme und reise gerne. Im Garten ist auch immer etwas zu tun und die schönste Zeit ist sowieso die Familienzeit.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Einer meiner größten Träume ist mit meinem Autorendasein bereits in Erfüllung gegangen. Ein weiterer lang gehegter Traum wird hoffentlich dieses Jahr noch in Erfüllung gehen: eine Rundreise durch Schottland. Es ist alles geplant, nur darf jetzt nichts mehr dazwischen kommen. ;-) Ansonsten ist natürlich jeder zufriedene oder sogar begeisterte Leser ein kleiner in Erfüllung gegangener Traum.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Ich nehme das sehr wichtig. Lob bestätigt einen in dem, was man tut, aber gerade kritische Meinungen können sehr hilfreich sein. Ich versuche Bücher zu schreiben, die den Leser fesseln und überraschen. Zu wissen, was der Leser will und erwartet, ist da sehr viel wert.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich danke dir herzlich für die Möglichkeit mich hier vorzustellen. Ich wünsche allen Lesern deines Blog noch viele ganz fantastische Lesestunden und würde mich riesig freuen, falls das eine oder andere Buch von mir dabei sein sollte.


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