Interview mit Nadja Quint

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Gern, Bianca. Ich bedanke mich für die Möglichkeit, meine Arbeit und mich hier vorzustellen, und sage auch: Hallo erst mal! Sehr betulich gesprochen 

ist das ja die Begrüßungsformel von Rüdiger Hoffmann, einem Comedian, den ich schätze und das nicht nur, weil er ein Landsmann von mir ist: nämlich Ostwestfale.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Da ich hier ungehemmt Werbung machen darf, weise ich hin auf meine Homepage www.nadja-quint.de 

Zusammengefasst ließe sich sagen: ein Leben, in dem vieles sehr früh stattfand: früh geheiratet, Kinder gekriegt, studiert, beruflich selbstständig 

gemacht. Nur zum Schreiben bin ich erst spät gekommen: mit Mitte vierzig.

Seit wann schreibst du? 

Auf der Schiefertafel seit 1966, als Comedy-Autorin seit 2004, als Autorin von Unterhaltungsromanen seit 2008.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Angefangen habe ich mit Sketchen für die Serie "Sechserpack" (Sat1), in der Staffel von 2008 wurden 14 meiner Skripte filmisch umgesetzt und veröffentlicht.

Doch ich habe gemerkt, dass Drehbücher nicht so mein Ding sind und ich lieber Unterhaltungsliteratur schreibe.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Zu Beginn meiner Wechseljahre... 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Drei Krimis im KBV-Verlag und seit 2015 im btb-Verlag die Rügen-Serie um Lilo Gondorf - eher Krimikomödie als harte Krimikost. Nach "Halbe Miete" ist gerade

der zweite Band "Hohes Tier" erschienen.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja sicher. Wobei ich mich an die Regel gehalten habe, dass eine unerfahrene Autorin (gilt auch für männliche Kollegen) zunächst über Inhalte schreiben sollte, die ihr

nahe stehen. Für "Hohes Tier" habe ich dann Neuland betreten und zu der Arbeit in Tierheimen und den Machenschaften der sogenannten Welpenmafia recherchiert. 

Wo schreibst du am liebsten?

An lauen Sommerabenden auf meiner kleinen Dachterrasse.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Leider nicht. Bisher warte ich vergebens auf den Kuss einer Muse, zuständig für ritualisierte Schreib-Ordnung.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Nein. Was nicht am Projekt liegt, sondern am Nichtverratendürfen ;-)

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Viele Autoren, zeitlich allen voran Lindgren. Es wäre vermessen, mich mit ihr auch nur annähernd vergleichen zu wollen. Überhaupt finde ich es 

unglaublich schwer, ein wirklich gutes Kinderbuch zu schreiben. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Astrid Lindgren (Pippi Langstrumpf), Ottfried Preußler (Krabat), Thomas Mann (Buddenbrooks), Friedrich Dürrenmatt (zwei Krimis mit m. E. genialer Dramaturgie: 

Das Versprechen; Der Richter und sein Henker), Günter Grass (Die Blechtrommel), Paula Fox (Was am Ende bleibt), Jonathan Franzen (Die Korrekturen), Leif Randt 

(Schimmernder Dunst über CobyCounty).

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Am allerliebsten: schlafen. Am zweitliebsten: Weißwein trinken (eigentlich viel zu selten und dann zu wenig) - außerdem: mich bekochen lassen und in anregender Gesellschaft lecker essen (hier muss 

wie beim Weißwein die Vernunft siegen), mit meinem Mann in der Gegend rumreisen und natürlich: lesen und schreiben. Ja, ja, ich treibe auch Sport, sogar jeden Tag, aber absolut 

NICHT gern!

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Zur Erfüllung meines größten Wunschs kann ich nur noch wenig selbst beitragen: Omma werden und meine Enkel in einem zufriedenen Leben aufwachsen sehen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Bisher habe ich das Gefühl, jedes meiner Bücher ist besser als das davor. Dazu haben die Kritiken der Leserinnen (sind bei meinen Büchern ja 

überwiegend Frauen) entschieden beigetragen. Beim Schreiben empfinde ich mich auch nach fünf Romanen noch immer als Anfängerin und bin gespannt, wohin die Reise führt.  

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

LEST! LEST! LEST!


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