Interview mit Marcus Johanus

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Ich habe mich für die Einladung zum Interview zu bedanken. 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin Marcus Johanus und schreibe Thriller, weil spannende Geschichten meine große Leidenschaft sind. 

Seit wann schreibst du? 

Ganz klassisch, seit ich Kind bin. Als Grundschüler habe ich mir die alte Olympia meines Vaters geschnappt und darauf Tarzan-Geschichten geschrieben, weil ich die Comics und die Filme liebte. Mit elf schrieb ich meinen ersten Roman, eine Science-Fiction-Story. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich bin mit einem Geist aufgewachsen. Mein Bruder starb kurz vor meiner Geburt im Alter von knapp drei Jahren an Leukämie. Fotos von ihm standen herum und hingen an den Wänden. Es gab Super-8-Filme, auf denen ich ihn erleben konnte. Und natürlich war er in den Geschichten meiner Eltern und meiner Brüder immer noch lebendig.

Ein seltsames Gefühl, mit einem Menschen groß zu werden, dessen Präsenz überall spürbar – aber der körperlich nicht mehr anwesend ist.

Anders als vielleicht in anderen Familien war deswegen das Thema Tod für mich von Klein auf kein Tabuthema. Es gehörte zum Alltag. Seit ich denken kann, faszinierte und irritierte es mich, machte mich traurig, nachdenklich und neugierig zugleich.

Dieses Interesse ist bis heute geblieben. Was der Tod mit den angehörigen macht, die er hinterlässt, wie Trauer verarbeitet werden kann, ob es ein Leben nach dem Tod gibt und wie man das Leben vor dem unweigerlichen Ende, das jedem bevorsteht, sinnvoll füllt – all das sind Gedanken, die mich seit meiner frühen Kindheit beschäftigen und nicht mehr loslassen. Und die den Kern für meine Motivation zu schreiben bilden.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Irgendwann in der Oberschule habe ich beschlossen, Romanautor zu werden. Dann habe ich gute zwanzig Jahre gebraucht, um den Mut dafür zu sammeln, diesen Schritt auch in die Tat umzusetzen. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mein Debüt-Roman ist "Tödliche Gedanken", ein paranormaler All-Age-Thriller. "Tödliche Wahrheit" ist seine Fortsetzung. Zwischen den beiden ist die Novelle "Lelana" angesiedelt. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ich denke, so ganz ohne Recherche kommt kein Autor aus. Ich bin aber ganz bestimmt kein Recherche-König. Ich bemühe mich darum, die Recherche auf das Notwendigste zu reduzieren. Ich schreibe nun einmal gerne. Und wenn ich recherchiere, kann ich nicht schreiben. 

Wo schreibst du am liebsten?

Zu Hause in meinem Wohnzimmersessel. 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ich falle so zwischen vier und fünf Uhr aus dem Bett, koche Kaffee und tippe, bis ich zur Arbeit muss. 

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Oh ja. Ich plane Mitte des Jahres die Veröffentlichung meines ersten Thrillers für Erwachsene ohne fantastische Elemente mit dem Titel "Entfesselter Tod". In ihm jagt die Polizei einen Killer, der seine Opfer bei einer Zaubershow tötet, die den Tricks von Harry Houdini nachempfunden sind. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Oh. Nur einen zu benennen, ist ziemlich schwierig. Dann muss ich mich auf Robert Bloch beschränken. Er ist in meinen Augen der Großvater des modernen Thrillers und schreibt extrem spannend. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Robert Blochs "Psycho"

Thomas Harris' "Das Schweigen der Lämmer"

Paul Cleaves "Der siebte Tod"

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Puh. Ich bin Vater, Ehemann, Lehrer und Autor. Da bleibt nicht viel Zeit für andere Dinge. Ich gehe gerne ins Kino, wenn ich mal die Gelegenheit dazu habe. Und ich versuche Sport zu treiben, wann immer es geht, Basketball und Laufen. Aber ich komme zu allem viel zu selten. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Platz eins auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Es ist für mich der Grund, warum ich Romane veröffentliche. Wenn mir das nicht wichtig wäre, könnte ich sie auch nur für mich schreiben. Ich sehe das Schreiben und Veröffentlichen meiner Romane als einen Weg zu persönlichem Wachstum. Das Feedback von Lesern hilft mir, meine Stärken und Schwächen zu erkennen und an beiden zu arbeiten. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Vielen Dank für das Interview. Meine Leserinnen und Leser sind die besten, die es gibt. Ich weiß, dass das abgedroschen klingt, aber in meinem Fall stimmt es. ;-) Ich bekomme so viel Feedback und sie unterstützen mich auf so vielfältige Weise, wie ich es vor der Veröffentlichung meines Debütromans nie für möglich gehalten hätte.


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