Interview mit Jürgen Warmbold

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) Ich danke dir, weil du Kontakt zu mir aufgenommen und damit die Chance gegeben hast, mich über meine Autorentätigkeit und Bücher zu äußern.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Das Licht der Welt habe ich erstmals in Braunschweig erblickt. Beruflich habe ich viele Jahre in den Bereichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Verkaufsförderung gearbeitet und dort Erfahrungen im Schreiben gesammelt. Seit 1992 schreibe ich als freiberuflicher Fachjournalist über technische Themen.

Seit wann schreibst du? Romane schreibe ich seit 2004, den ersten veröffentlicht habe ich 2011.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Das war ein langer Weg. Ich habe mich zwar schon als Jugendlicher kreativ beschäftigt, bin zunächst aber auf bildliche Darstellungen durch Fotografie fixiert gewesen. Später habe ich nach Möglichkeiten gesucht, mich freier ausdrücken zu können. Vor diesem Hintergrund habe ich mich für Tiefdrucktechniken interessiert und mir eine Radierwerkstatt eingerichtet. Als ich diese aus Platzgründen aufgeben musste, gleichzeitig aber beste Voraussetzungen zum Schreiben vorgefunden habe, habe ich mich entschieden, Kriminalromane zu schreiben. Eine Entscheidung, die radikal klingen mag, die aber nur ein kleiner Schritt gewesen ist, weil ich meine fotografischen und druckgrafischen Motive genauso geplant habe, wie ich meine Romane und Kurzgeschichten plane.

Falls es die Leser interessiert, warum ich im Selfpublishing veröffentliche, liegt das daran, dass ich von ein paar Verlagen die Antwort erhalten habe, man fände mein Manuskript (Kalte Schreie) interessant, könne sich aber noch nicht entscheiden. Da ich schließlich einen Verlag gefunden hatte, der dann aber ein halbes Jahr vor dem geplanten Erscheinen des Buches aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen aufgegeben hatte und die anderen Verlage sich nach zwei bis drei Jahren immer noch nicht entscheiden wollten, habe ich die Notbremse gezogen und über BoD veröffentlicht. Weil ich damit zufrieden bin, habe ich bei den folgenden Manuskripten nicht mehr bei herkömmlichen Verlagen angefragt.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Die Entscheidung, Kriminalromane zu schreiben, ist Mitte 2004 gefallen. Ende der Neunzigerjahre habe ich Kriminalromane von Henning Mankell gelesen und war von diesem Genre begeistert. Da aber, auf den Gesamtmarkt bezogen, fast ausschließlich Polizeiromane angeboten wurden, stand für mich fest, dass die Protagonisten, die in meinen Geschichten ermitteln sollten, keine Polizisten sein würden.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mit "Kalte Schreie", "Erfrorene Seelen", "Falsche Schatten" und "Dumpfe Angst" habe ich vier Kriminalromane veröffentlicht. Darüber hinaus sind in Anthologien Kurzgeschichten von mir erschienen. Die Short Storys "Mord im Tussitoaster" und "Jonathan - Eine fiese Geschichte" sind auch als E-Books erhältlich.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Selbstverständlich musste ich bestimmte Fakten recherchieren. Um den Aufwand aber gering zu halten, spielen meine Geschichten an mir bekannten Orten. Dazu zählen auch Orte, die nicht jedem zugänglich sind. Ein Beispiel ist das Finale von "Kalte Schreie".

Wo schreibst du am liebsten?

Am Schreibtisch, weil ich dort Ruhe habe. Ich kann aber auch in der Öffentlichkeit schreiben, beispielsweise im Zug oder im Café.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, ich schreibe, sobald sich Zeit und Gelegenheit ergeben.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Zurzeit arbeite ich an einer absurden Geschichte. Es wird aber kein Krimi, eher ein Thriller. Mehr möchte ich noch nicht verraten.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Nicht direkt. Natürlich beeinflussen Autoren, die man gern liest, die eigene Arbeit.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Gegenwärtig lese ich besonders gern Bücher von Paul Auster, Daniel Kehlmann, Haruki Murakami und Carlos Ruiz Zafón. Zu meinen Lieblingsautoren und -autorinnen zählen auch Franz Kafka, Ernest Hemingway und Patricia Highsmith.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Die wenige Freizeit, die ich habe, verbringe ich mit der Familie und mit guten Büchern. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich hätte gern mehr Zeit, um Bücher zu schreiben. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig, weil ich wissen möchte, wie meine Bücher bei den Lesern ankommen. Schließlich ist es spannend, zu sehen, ob und wo es Kritikpunkte gibt. Es geht ja nicht nur um den Plot, sondern beispielsweise auch um den Schreibstil und die Covergestaltung.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? Ich hoffe, dass den Leserinnen und Lesern, die durch deinen Blog auf mich aufmerksam werden, meine Bücher gefallen.


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