Interview mit Sabine Weiß

© Andre Poling

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin 48 Jahre alt und Hamburgerin mit Leib und Seele – auch, wenn ich seit einigen Jahren mit meiner Familie auf dem Land lebe. Ich habe Geschichte und Germanistik studiert und lange als Journalistin gearbeitet, was ich heute auch noch tue. Mein erster Roman wurde 2007 bei Ullstein veröffentlicht.

Seit wann schreibst du?

Seit ich schreiben kann, erzähle ich Geschichten. Es gibt einige sehr frühe „Werke“ von mir – auf denen allerdings die Zeichnungen die Texte noch bei Weitem überwiegen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Über das Lesen und die Liebe zur Geschichte. Ich habe mich viele Jahre mit dem Leben der Wachskünstlerin Marie Tussaud beschäftigt und bin auf ihren Spuren durch Frankreich, England, Irland und Schottland gereist. Irgendwann dachte ich, dass ich diese Geschichte gerne so niederschreiben würde, wie ich sie selbst gerne lese: als historischen Roman. Dreizehn Jahre habe ich mich mit dem Thema befasst, bevor „Die Wachsmalerin“ veröffentlicht wurde.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?

Ich habe schon lange davon geträumt, aber angespornt hat mich das Vorbild eines – leider inzwischen verstorbenen – Journalistenkollegen, der Sachbücher und Romane veröffentlichte: Paul Barz.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Auf „Die Wachsmalerin“ folgte mit „Das Kabinett der Wachsmalerin“ der zweite Teil der Lebensgeschichte der Madame Tussaud. Anschließend veröffentlichte ich – ebenfalls bei Marion von Schröder und List – „Die Buchdruckerin“. Dieser historische Roman erzählt die wahre Geschichte einer Straßburger Buchdruckerin vor dem Hintergrund der Reformation. Ich wechselte danach zum Lübbe-Verlag. Mit „Hansetochter“ erzählte ich erstmals eine Geschichte aus meiner Norddeutschen Heimat. „Das Geheimnis von Stralsund“ ist eine dramatische Familiengeschichte vor dem Hintergrund der Belagerung Stralsunds im dreißigjährigen Krieg. Anschließend schrieb ich „Die Feinde der Hansetochter“ und „Die Tochter des Fechtmeisters“ – ein facettenreicher Roman über Frauen, Familie und die Geschichte des Fechtens. Daneben schrieb ich die Texte für den kleinen, aber feinen Reisebildband „Mit der Tram nach Lissabon“.

Mit „Schwarze Brandung“ folgte jetzt mein erster Krimi – eine neue, spannende Erfahrung.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Enorm viel! Für „Schwarze Brandung“ habe ich u.a. mit der Polizei in Flensburg, der Kripo Sylt, Bundeskriminalamt und Landeskriminalamt gesprochen. Ich habe unzählige Sachbücher gewälzt und natürlich auch vor Ort in Flensburg und auf Sylt recherchiert – schließlich soll man die Schauplätze wiedererkennen.

Wo schreibst du am liebsten?

Zuhause an meinem Schreibtisch, aber auch unterwegs, wenn wir mit unserem Camper auf Recherchereisen sind.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nicht direkt. Meine Erfahrung ist: man muss einfach anfangen ...

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Es wird sowohl einen neuen historischen Roman als auch einen weiteren Krimi von mir geben. Liv Lammers darf weiter auf Sylt ermitteln. Darüber freue ich mich sehr!

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Ich habe viele Bücher über Kreatives Schreiben und Schreiberfahrungen gelesen, eines meiner liebsten ist „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Wie lange hast Du Zeit? Es gibt unzählige! Zuletzt beeindruckt haben mich „Die Geheime Geschichte“ von Donna Tartt und „Der Sohn“ von Jo Nesbo.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Yoga, im Garten buddeln, Reisen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Wünsche? Gesund bleiben! Träume? Mehr reisen!

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig!

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich freue mich, dass so viele von euch gerne in die Welt der Bücher abtauchen – diese Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen.


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