Interview mit Thomas Vaucher

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Sehr gerne, danke dir für das Interesse!

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin 36 Jahre alt, in Fribourg (CH) geboren, verheiratet und Vater von 2 Kindern. Ich bin Grundschullehrer, Autor (historische Romane und Thriller), Musiker (Keyboarder der Heavy Metal Band Emerald) und Theater-Schauspieler.

Seit wann schreibst du? 

Ich habe meinen ersten "Roman" (das war ein aus Schreibblockblättern zusammengetackerter Krimi) in der Primarschule geschrieben, in der Studienzeit dann meine ersten (zum Glück bis heute unveröffentlichten) Fantasy-Romane und habe dann ab 2004 an meinem ersten "richtigen" Manuskript gearbeitet ("Der Löwe von Burgund", der 2010 veröffentlicht wurde).

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Aus einem inneren Antrieb / einer inneren Motivation heraus. In der Vorschulzeit habe ich mich extrem auf die Schule gefreut, weil ich lesen lernen wollte. Sobald ich lesen konnte, wollte ich unbedingt auch selber schreiben. Das hat – wie oben erwähnt – in der Primarschulzeit angefangen und bis heute nicht aufgehört. Ich liebe es, Geschichten zu erfinden und diese auf Blatt zu bringen.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

In meiner Studienzeit (zum Grundschullehrer), als ich meine ersten Fantasyromane verfasst habe. Nur war es damals ein ferner Traum, von dem ich nie dachte, dass ich ihn dereinst wirklich realisieren könnte. Ab 2004, als ich ernsthaft zu schreiben begann, wurde es konkreter und ich wusste, ich will – ich muss – es schaffen, dieses Manuskript auch zu veröffentlichen.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

„Der Löwe von Burgund“ (Historischer Roman zur Zeit Karls des Kühnen, 2010, Stämpfli Verlag)

„Hutätä“ (Phantastischer Roman über die Freiburger Sagen, 2012, Senseland Verlag)

„Winterhelden“ (Historischer Roman über die Schlacht von Giornico, 2013, Stämpfli Verlag)

„Die Akte Harlekin“ (Mystery-Thriller, 2016, Riverfield Verlag)

„Tell – Mann. Held. Legende.“ (Historischer Roman über Wilhelm Tell, 2016, Stämpfli Verlag)

Plus diverse Beiträge in Anthologien, historischen Sachbüchern und Zeitschriften sowie einige Theater- und Musical-Drehbücher.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, vor allem bei den historischen Romanen ist die Recherche sehr zeitintensiv. Das beginnt mit einer Vorabrecherche, die sich über ein halbes Jahr ziehen kann und setzt sich dann in täglichen Recherchen während dem Schreibprozess selbst fort. Dabei konsultiere ich alte Bücher aus Archiven und Bibliotheken und mache auch vor Ort bei den Schauplätzen des Romans Recherchen.

Doch auch bei meinem Thriller musste ich so einiges recherchieren. Vom modernen Polizeiwesen über Gerichtsmedizin und Autopsie bis hin zur Begehung der Schauplätze in Bremen …

Wo schreibst du am liebsten?

Ganz langweilig zuhause in meinem Büro am Computer …

Hast Du ein festes Schreibritual?

Da ich zu 80% als Grundschullehrer arbeite und „nur“ zu 20% als freiberuflicher Autor habe ich meinen festen Schreib-Arbeitstag in der Woche, den ich um 08.00 Uhr beginne und um 18.00 Uhr beende (in der Regel beginne ich mit Korrespondenz und pendenten Sachen, ehe ich durchlese und korrigiere, was ich zuletzt geschrieben habe. Danach beginnt der eigentliche Schreibprozess). 

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich bin in der Moment in der Findungsphase. Das heisst, am Skizzieren von Plots und Ausprobieren, was funktioniert. Im Moment bezieht sich das auf drei Schreibprojekte. Zum einen die Fortsetzung zur „Akte Harlekin“, also ein zweiter Mystery-Thriller über Richard Winter, dann ein in der nahen Zukunft spielender Thriller und zum dritten ein historischer Roman, der in Freiburg Ende des 18. Jahrhunderts spielt. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ja, ich denke schon, dass es da ein paar gibt, obschon ich hoffe (und auch davon überzeugt bin), dass ich mittlerweile meinen eigenen Stil gefunden habe. Das wären David Gemmell (englischer Fantasy-Autor), Bernard Cornwell (englischer Autor für historische Romane) und Wolfgang Hohlbein aus seiner frühen Schaffensphase  (deutscher Fantasy-Autor).

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Als großer Fantasy-Fan erscheinen hier natürlich zwei Namen, die wohl jeder mittlerweile kennt: J. R. R. Tolkien mit dem Herrn der Ringe und dem Silmarillion und George R. R. Martin mit dem Lied von Eis und Feuer. Des Weiteren die Herren aus der Liste weiter oben: David Gemmell mit der Drenai-Saga, Bernard Cornwell mit den Saxon-Stories und den Arthur-Books und Wolfgang Hohlbein mit der Enwor-Saga.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich lese und schreibe sehr gerne, dazu spiele ich gerne Theater und Keyboard/Klavier, Unihockey (Floorball) und ich mache gerne komplexe Gesellschaftsspiele sowie Pen&Paper Rollenspiele und LARPs (Live-Action-Role-Play).

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ein Wunsch von mir wäre es, nach Neuseeland zu reisen und die Schauplätze der Herr der Ringe Filme zu besuchen. Ein Traum wäre es, wenn eines meiner Bücher verfilmt würde. Das fände ich extrem spannend.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Als Autor sitzt man jahrelang alleine im stillen Kämmerlein und fragt sich des Öfteren, ob das, was man da gerade zu Papier bringt, überhaupt zu was taugt oder nicht. Die Unsicherheit und die Zweifel sind ständige Begleiter. Deswegen sind sowohl positive als auch negative Feedbacks sehr wichtig. Positive Feedbacks bestärken einen darin, weiterzumachen und negative helfen einem, besser zu werden und sich zu entwickeln.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich möchte all jenen, die bis zum Schluss gelesen haben, sowie allen, die eines meiner Bücher gelesen haben oder noch lesen werden für die Aufmerksamkeit danken, sowie dir für das Interview. 


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