Interview mit Mike Klintworth

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Bitte gern, hallo, hallo! Gehen wir’s an!

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

So richtig kurz? Hi, Leute, ich bin Mike. ;-)

Nein, also, ich bin 38 Jahre alt, in Hamburg geboren, ledig, Single, keine Kinder … o warte, falscher Kanal. Ich wohne in Schweden, bin ausgebildeter Glaser, arbeite jedoch als freiberuflicher Übersetzer und Selbstverleger.

Seit wann schreibst du? 

Praktisch seitdem ich schreiben kann. Es fing mit kurzen Tiererzählungen an, steigerte sich später zu mehrseitigen Geschichten und ist zum jetzigen Verfassen von Romanen angewachsen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Uiii, ich werde mal ”kompakt” ausholen: Hauptauslöser war die Abschlussklassenreise nach Italien gewesen - anno 1994. Wir haben unter anderem Ravenna, Florenz, San Marino und Venedig besucht, das mich sehr fasziniert hat. Die Geschichte, Kultur und Architektur hatte einen großen Reiz auf mich ausgeübt und mir allerlei Ideen gebracht. Bereits damals entstand meine erste Romanfigur, die viele Jahre später zum Protagonisten meines ersten Buches, Kreuzpfade, werden sollte. Deshalb, danke Colin, hast ’ne Menge mitgemacht, Chapeau!

Durch Ausbildung, Auswanderung, die Landessprache lernen, rückte das Schreiben immer ein wenig in den Hintergrund, hat mich aber niemals losgelassen. Als ich dann eine Dokumentation über Rom und den Vatikan gesehen habe, hat mich vollends der Eifer gepackt, eine meiner Ideen irgendwie aufs Papier zu bringen. Da wusste ich allerdings noch nicht so richtig, wie man einen Text halbwegs in Form bringt. Ich habe mich schlau gemacht, viel gelesen, um Strukturen zu verstehen, und so ist ab 2006 nach vielen verschiedenen Fassungen und Rückschlägen schließlich Kreuzpfade entstanden und 2015 veröffentlicht worden. Ein langer Prozess, doch wie heißt es so schön: ”Man muss immer einmal mehr aufstehen, als man hinfällt.”

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Einen konkreten Zeitpunkt gab es nicht. Ich habe immer Spaß am Erschaffen von Figuren und Handlungen sowie dem Recherchieren gehabt, dass ich nicht explizit darauf hingearbeitet habe, Autor zu werden. Es hat sich während des Schreibens ergeben, quasi als würde man schleichend infiziert.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Kreuzpfade und Knochen & Asche - beide als e-book und Printmedien auf Amazon erhältlich.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, besonders für Kreuzpfade musste ich ordentlich Bücher und sonstige Nachschlagewerke wälzen, etliche Bibliotheken plündern und durch Online-Enzyklopädien pflügen, damit die Beschreibungen auch das widerspiegeln, das die Realität vorgibt. Wenn man eine fiktive Handlung vorantreibt, sollte sie glaubhaft ins echte Umfeld eingebettet sein.

Buch zwei war nicht ganz so aufwendig, da sich der Hintergrund auf keinen festen Ort und dessen Historie bezieht, sondern vielmehr die Erlebnisse und Blickwinkel der einzelnen Figuren beleuchtet. Trotz allem habe ich auf die größtmöglichste Authentizität geachtet.

Wo schreibst du am liebsten?

Zu Hause in meinem Büro. Ausgestattet mit einer Menge lesbarem Bregenfutter. Mmm, da werde ich prompt wieder hungrig …

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Mein drittes Manuskript befindet sich nahe der Endphase, für das vierte besteht bereits ein grobes Grundgerüst. Zudem hängen die ersten drei und die folgenden fünf Bücher lose miteinander zusammen - unter der Betitelung Aptus Universum -, sind jedoch eigenständig, sodass man die Vorgänger respektive Ableger nicht unbedingt gelesen haben muss; weitere außerhalb der Reihe stehende Geschichten existieren als vage Idee.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Da jeder Autor seine eigene Schriftsprache benutzt, habe ich mir aus vielen verschiedenen Quellen das Gefälligste rausgepickt und daraus meinen persönlichen Schreibstil entwickelt. Dabei habe ich mich nicht allein im Bereich Belletristik umgesehen, sondern auch in Genres, die mir selbst nicht zusagen. Man muss offen und flexibel sein. Die Mischung macht’s!

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Mmm, schwer zu sagen. Es gibt Bücher, die ich öfters lese oder gelesen habe, weil mir die Thematik oder die Figuren gefallen/gefielen, würde sie aber nicht als Lieblingsbuch bezeichnen, da immer wieder Neues auf den Markt kommt, das einen mehr anspricht. Gleiches gilt für die Autoren.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich halte mich sehr gern in der Natur auf, bin Film- und Musikfan, treibe Ausgleichssport und lese alles, das aus Buchstaben besteht - notfalls auch rückwärts; zudem werke ich mit größter Freude in Heim und Garten. Yippiejaja-yippie-yippie-yeah!

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Im Allgemeinen: Frieden in der Welt.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Es ist wichtig zu wissen, ob die Mühe Anklang findet? Sicher kann man es nicht jedem recht machen, das sollte man auch gar nicht erst versuchen und sich dessen bewusst sein, doch ein wenigstens kleines Maß an Wertschätzung lässt einen wissen, das Richtige zu tun. Deshalb denke ich, sollte sich jeder Leser die Zeit nehmen, und sei es für nur zwei, drei Minuten oder Zeilen, uns Autoren, die viele Monate damit verbringen, ihre Gedanken niederzuschreiben, eine Rückmeldung zu geben. Aus jeder Kritik lässt sich Gutes ziehen, negativ oder positiv spielt meines Erachtens dabei keine Rolle. Die Resonanz an sich zählt.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich bedanke mich. Es war mir ein Vergnügen, Dein Gast zu sein.

An alle Büchernarren: Lesen ist Genuss. Eine Erfahrung. Ein einzigartiges Gefühl. Was gibt es Schöneres, als ein frisch gedrucktes Buch in den Händen zu halten, diesen leicht holzigen Duft des Papiers zu genießen und auf jeder Seite die Geschichte und Figuren aufs Neue zu entdecken? Antwort: siehe Satzanfang.

Und natürlich hoffe ich, Euch auch in Zukunft mit neuen Geschichten, die Zeit so angenehm wie möglich gestalten zu können.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0