Interview mit Rudi Jagusch

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich wohne mit meiner Familie im Vorgebirge, welches übrigens nichts mit den Alpen zu schaffen hat. Morgens gibt es einen Kaffee, dabei beantworte ich alles, was so über E-Mail oder Soziale Netzwerke reingekommen ist. Dann geht es ans Schreiben. Wenn ich gut drauf bin, gehe ich zwischendurch joggen. Die Nachmittage halte ich mir offen, da entscheide ich nach Wichtigkeit. Gibt es einen Abgabetermin, den ich einhalten muss, dann wird wieder geschrieben. Habe ich mehr Luft, dann produziere ich eine Podcastfolge oder verfasse einen Newsletter. Abends hänge ich mich dann schon mal vor die Flimmerkiste und schau mir was bei Netflix oder Amazon an. Und nachts träume ich dann vom vielen vielen Geld, dass ich irgendwann mit dem Schreiben verdienen werde.

Seit wann schreibst du? 

Seit meiner Kindheit. Du wirst diese Antwort schon oft erhalten haben, denke ich. Aber vermutlich haben viele meiner Kolleginnen und Kollegen die Schreibleidenschaft schon mit in die Wiege gelegt bekommen. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Die Geschichten, die ich geschrieben habe, wurden einfach immer und immer länger und komplexer. Irgendwann "passten" sie nicht mehr in eine Kurzgeschichte, sprengten später den Rahmen einer Novelle. Da wurde mir klar: Jetzt kommst du um einen Roman nicht mehr herum.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Geträumt habe ich schon als Kind davon. Doch ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem dieser Beruf nicht als Beruf zählte. Als Hobby ging es noch durch, aber mehr auch nicht. Es dauerte eine Weile, bis ich diese Stimmen aus der Kindheit verstummen lassen konnte. Genau genommen 35 Jahre. Erst dann wurde mir so richtig bewusst: "Hey, klar, das ist ein ernstzunehmender Beruf mit dem man auch sein Lebensunterhalt verdienen kann." Und ab dem Zeitpunkt setzte ich alles daran, ein "richtiger" Autor zu werden. Wobei "richtig" in dem Fall heißen soll: Davon leben zu können, ohne einen anderen Beruf ausüben zu müssen, also die klassische Definition, wie es andere unter Beruf verstehen. Für mich persönlich ist jeder Autor/-in, der/die schreibt. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Zahlreiche Krimis und Thriller. Eine Übersicht findet sich auf meiner Homepage krimistory.de

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja klar. Das gehört in meinen Augen mit zu den wichtigsten Tätigkeiten eines Autors. Ich besuche auch alle Schauplätze, die in meinen Büchern eine Rolle spielen.

Wo schreibst du am liebsten?

Zu Hause. Da fühle ich mich wohl, da habe ich alles zur Hand.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Rituale würden mich nur vom Schreiben abhalten.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Derzeit schreibe ich an einen Ratgeber. Ich möchte neueingestiegene Kolleginnen und Kollegen zu einem bestimmten Thema (das ich hier noch nicht verraten möchte) etwas an die Hand geben. Damit sollen sie eine Herausforderung leichter bewältigen können.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Früher war das Stephen King. Lange Zeit habe ich seinen Stil kopiert. Aber da war ich noch jung und beeinflussbar. Irgendwann stellte ich fest, dass die Bandwurmsätze und Klammereinschübe doch nicht das Richtige für mich ist. Seit dem habe ich nicht mehr nach links und rechts geschaut, und damit meinen eigenen Stil gefunden.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Zur Zeit lese ich gerne die Clifton-Saga von Jeffrey Archer.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Freizeit? Was ist das? Nein, Spaß beiseite, ich hatte es oben ja schon angedeutet: Ich schaue gerne Serien und wandere gerne.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich reduziere die Frage mal auf etwas Materielles (denn Glück, Gesundheit, den Weltfrieden dürften sich ja alle wünschen): Einen Ford Mustang!

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Immer her damit! Ich lese alles und das gerne, was reinkommt.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Wenn ihr mich nicht nur lesen, sondern auch hören wollt, hört doch mal in meinen Krimistory-Quickies-Podcast rein. Dort lese ich Kurzgeschichten vor und plaudere darüber, wie sie entstanden sind.


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