Interview mit Rob Reef

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gerne. Ich lebe mit meiner Frau und meinen beiden Töchtern in Berlin, arbeite als Texter in einer Werbeagentur und schreibe klassische

Detektivromane. 

Seit wann schreibst du? 

Als Kind habe ich eigene Superhelden-Comics gemalt und dabei natürlich auch die Sprechblasen ausgefüllt. 

Meine erste Kurzgeschichte habe ich mit Sechszehn geschrieben. Sie spielte in Afrika, war fürchterlich mystisch 

und ist glücklicher Weise verloren gegangen. Whodunits schreibe ich seit 2008. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Über das Lesen! Es gibt - glaub ich - keinen besseren Weg. 

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Ich glaube das wollte ich gar nicht. Es ist einfach passiert. Ein Professor lud mich zu seinem studentischen Literaturzirkel ein. Ich habe

mir das angeguckt und fing an zu schreiben. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Bisher sind 3 Stableford-Romane erschienen. "Stableford" (2015), "Das Geheimnis von Benwick Castle" (2016) und "Ein unmöglicher Mord" (2017). 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Oh ja! Gerade bei historischen Romanprojekten ist das ja extrem wichtig. Allerdings ist es auch immer wieder faszinierend, wie wenig 

davon am Ende - sozusagen als Essenz aller Rechercheergebnisse - tatsächlich in ein Buch einfließt. Ich recherchiere trotzdem sehr gerne,

denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass man dabei oft auf Randthemen stößt, die man für spätere Projekte gebrauchen kann. Und genau

genommen ist das Recherchieren ja sogar eine echte detektivische Tätigkeit! Es passt also zu meinen Geschichten.

Wo schreibst du am liebsten?

Abends an meinem Schreibtisch. Ich bin da eher spießig und staune über Kolleginnen und Kollegen, die in Cafés oder im Park schreiben können. 

Ich glaube ich bin einfach zu neugierig und lasse mich zu schnell ablenken. 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Abends am Schreibtisch? Ja. Ich gebe mir Zeit und lese gerne die letzten geschriebenen Seiten zur Einstimmung. Mit den Ritualen ist es 

allerdings manchmal so eine Sache. Unsere Töchter sind 3 und 0 und wirbeln so ziemlich alles - einschließlich meiner 

Schreibrituale - durcheinander.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Sicher! Stableford geht in die vierte Runde. Diesmal verschlägt es ihn auf die Scilly Inseln vor Cornwall und Lady Penelope, die ein 

Buch ausgesetzt hat, ist auch wieder mit von der Partie! Es wird diesmal etwas unheimlich - so viel kann ich verraten. 

Im November erscheint ein Kriminalroman von 1932 in der HarperCollins "The Detective Club" Faksimile-Serie für den ich das Vorwort 

schreiben durfte: "Nightmare" von Lynn Brock. Das empfinde ich als eine große Ehre, denn schließlich stehen meine Bücher ja in einem 

sehr engen Verhältnis zum "Goldenen Zeitalter" dieses Genres.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Es gibt zwei: Max Frisch und Gottfried Benn. Stilistisch liegen Welten zwischen ihnen, aber für mich stehen beide für eine strenge

und dennoch lyrische Prosa. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Im Bereich der Kriminalliteratur? Nun, ich würde auf Anhieb die Werke von John Dickson Carr, Agatha Christie und Dorothy L. Sayers nennen.

Aber ich liebe auch die Bücher und Geschichten von Michael Innes, Edmund Crispin, Gladys Mitchell, Ngaio Marsh, H.C. Bailey und 

Arthur Conan Doyle. Vor kurzem habe ich Clayton Rawson entdeckt und außerdem die klassischen Detektivroman-Schule Japans.  

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Familiensachen! Und natürlich Lesen! Mit Beruf und Familie wird das aber zu einem sehr wertvollen Gut und zu einem seltenen Erlebnis. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Mal wieder ausschlafen! Und eine ITV (Poirot) oder BBC (Sherlock) Verfilmung der Stableford-Romane würde mir gut gefallen. 

Ansonsten darf alles gerne so weitergehen. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig, wenn es nicht rein geschmäcklerisch ist. Mir gefallen zum Beispiel die Leserunden auf Lovleybooks weil man dort in einen 

sehr engen Kontakt zu seinen Lesern tritt. Es ist interessant zu sehen, wie sich die eigene Geschichte in den Köpfen der Leser entwickelt.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Nun, zunächst möchte ich mich auch bedanken! Und deinen Lesern wünsche ich viele spannende Lesestunden! 


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