Interview mit Kathrin Lange

© Susanne Krauss, München | www.susanne-krauss.de

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Tja, was gibt es da zu sagen? Ich bin büchervernarrt, seit ich lesen kann und denke mir Geschichten aus, solange ich überhaupt denken kann. Ich habe in der Buchbranche schon ziemlich viele verschiedene Dinge gemacht: im Verlag gearbeitet und in einer großen Buchhandlung, als Mediendesignerin und auch eine Zeitschrift für angehende Autoren, die „Federwelt“ habe ich eine Weile lang rausgegeben. Aber mein Traum war es immer, Schriftstellerin zu sein.

Seit wann schreibst du?

Ungefähr seit meinem vierzehnten Lebensjahr schreibe ich die Geschichten, die ich im Kopf habe, auf. Veröffentlicht bin ich seit 2005.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Meine ersten Gehversuche als Autorin habe ich sorgfältig vor meiner Familie und meinen Freunden geheimgehalten. Ich habe immer behauptet, ich schreibe Tagebuch, wenn mich jemand beim Schreiben „erwischt“ hat. Bis meine Oma, eine sehr lebenskluge Frau, mir dann irgendwann auf den Kopf zusagte, dass mein reales Leben wohl kaum so viel Stoff hergeben würde, um täglich stundenlang zu schreiben. Naja, und da musste ich dann mit der Sprache rausrücken. Und im Grunde war das auch der Grund für mein Schreiben: Die Lust daran, mir Dinge auszudenken, die eben nicht alltäglich sind.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?

Schon relativ früh, ungefähr mit 15, 16 habe ich diesen Entschluss gefasst – zuerst natürlich mehr als Traum, den ich mir irgendwann einmal erfüllen wollte. Später dann, nach dem Abi, habe ich diesen Traum aber sehr energisch verfolgt – und ihn schließlich wahr gemacht.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Soll ich die wirklich alle aufzählen? Es sind mittlerweile über zwanzig. Ich beschränke mich mal auf die Wichtigsten.

Mein erster veröffentlichter Roman war „Jägerin der Zeit“, mein erstes veröffentlichtes Jugendbuch „Die geheime Handschrift“.

Später dann habe ich die „Florenturna“-Trilogie veröffentlicht, High-Fantasy für Jugendliche, außerdem die „Engelmörder“-Trilogie, historische Thriller, die im 15. Jahrhundert spielen. Mein Jugendthriller „Schattenflügel“ war auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und wird gerade neu aufgelegt. Und die „Herz aus Glas“-Trilogie ist mittlerweile vollständig im Taschenbuch erschienen. Im Erwachsenenkrimi habe ich im Moment einen Sonderermittler in Berlin, Faris Iskander, ein Mann mit Migrationshintergrund, der gerade in seinem dritten Fall ermittelt.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Natürlich! Ich versuche, in die Städte zu fahren, in denen die Geschichten spielen. Das neue Jugendbuch, z.B., das in Kürze kommt, spielt in Paris, dort hauptsächlich auf einem ziemlich coolen historischen Friedhof, auf dem ich natürlich selbst ausgiebig herumgestrolcht bin.

Wo schreibst du am liebsten?

Das ist mir egal. Im Moment sitze ich gerade am Küchentisch (in der Nähe der Kaffeemaschine!), aber ich schreibe auch am Schreibtisch, im Zug, im Hotelzimmer, wenn ich auf Lesereise bin.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Tatsächlich bist du die erste, der ich davon erzählen darf. Es handelt sich um einen Urban-Fantasy-Roman mit einer ultraspannenden und sehr, sehr romantischen Liebesgeschichte. Der Titel lautet „Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen“. Ich finde, das Cover ist einfach toll geworden.

 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Mehrere. Als Krimiautorin habe ich eine ganze Reihe Vorbilder, die meisten stammen aus Amerika: Lee Child, Dennis Lehane, Michael Connelly.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Auch da gibt es viele.

Ich liebe „Die Frau des Zeitreisenden“ von Audrey Niffenegger und „Die geheime Geschichte“ von Donna Tartt. Außerdem eben alle Romane der oben schon genannten Autoren, und die Sachen von Julia Spencer-Fleming und Lyndsay Faye.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lesen. Und sehr, sehr lange mit dem Hund spazierengehen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Einen? Wie traurig wäre das denn? Ich möchte in Amerika veröffentlicht werden und dass meine Faris Iskander-Romane verfilmt werden. Ich möchte mindestens zwölf Länder bereisen, in denen ich noch nie gewesen bin, u.a. Irland, Norwegen, Indien und Australien. Ich möchte ein halbes Dutzend Hunde aus dem Tierschutz zu mir nehmen, zusammen mit meinem Mann hundert werden, ich möchte aus meinem Elternhaus später einmal ein Kultur- und Jugendzentrum machen, meine eigenen Hühner halten und, und, und …

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig. Ich mag es, wenn ich höre, was für Gedanken und Gefühle meine Geschichten bei den Leserinnen und Lesern auslösen. Oft inspiriert mich das dann wieder zu neuen Romanen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich wünsche Euch spannende Unterhaltung mit den Geschichten, die meinem Gehirn in Zukunft noch entspringen.


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