Interview mit Natalie Mesensky

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gerne. Ich bin in Wien geboren, lebe heute allerdings am Traunsee in Oberösterreich. Ich habe lange Jahre in der Archäologie gearbeitet - auf Ausgrabungen und für Museen - und habe in den 90ern in die Softwarebranche gewechselt. 2011 habe ich ein großes Projekt abgeschlossen und mir eine Auszeit genommen - damit mir nicht langweilig wird, habe ich meinen ersten Kriminalroman geschrieben.

Seit wann schreibst du? 

Mit der Arbeit am ersten Roman habe ich 2011 begonnen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Das war ein harter Weg. Obwohl ich immer geschrieben habe - allerdings Fachartikel und Ausstellungstexte - hatte ich eine sehr romantische Vorstellung vom Schreiben. Die Ergebnisse des ersten Romanentwurfs waren auch dementsprechend grottenschlecht. Also habe ich gelernt. Die Bücher meiner Lieblingsautoren "seziert". Mich mit trockenen Themen wie Spannungsbögen und Dialogführung beschäftigt und viele, viele Szenen immer wieder weggeschmissen und neu geschrieben. Irgendwann hatte ich das Gefühl, besser wird´s nicht. Dann habe ich mich mit dem ersten Manuskript bei Verlagen beworben. Das war 2014.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Seit ich lesen kann. Schriftstellerin zu werden war einer meiner Träume. So wie Archäologin, oder Försterin. Oder Papst :)

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

"Im Namen der Venus" 2015 und "Der Teufel im Glas" 2016. Beide Bücher sind im Gmeiner Verlag erschienen.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja. Meine Figuren sind alle Spezialisten auf ihrem Gebiet - ich recherchiere mehrere Jahre für ein Buch. Die Schreibarbeit geht dann relativ rasch.

Wo schreibst du am liebsten?

Ich kann Gott sei Dank überall arbeiten. Ich setze meine Kopfhörer auf, mache mir zur Szene passende Musik und los geht´s. Wenn ich schreibe bin ich in der Geschichte - da kann ich im Zug sitzen oder auf meiner Terrasse. Auch Kaffeehaus geht gut. Sogar im Arbeitszimmer.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Aber ich habe einen Abgabetermin für das Manuskript und damit ein Wochenpensum, das ich schaffen muss. Gott sei Dank. Das macht es leichter, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich arbeite aktuell an zwei Projekten. Einem Krimi - der 2018 erscheinen wird - und einem "großen Roman", der mich die letzten Jahre beschäftigt. Mehr kann ich leider nicht verraten. Nur soviel. Es geht in beiden Romanen um starke Frauen. Und es bleibt spannend. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Hmm. Ich glaube nicht. Nein. Es gibt Autoren, die ich bewundere, aber meinen Ton muss ich selber finden. Sonst ist´s nicht rund. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Da gibt es viele. Mein aktuelles Lieblingsbuch ist "Cox oder der Lauf der Zeit" von Christoph Ransmayr. Ich liebe den "Distelfink" von Donna Tart. Bei den Krimis stehe ich vor allem auf Jeffrey Deaver, Minette Walters, Fred Vargas und Jo Nesbo. Die Klassiker. Meine neueste Entdeckung ist Robert Wilson.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich habe zwei große Hunde. Die wollen bewegt und bespielt werden. Das heißt ich bewege mich gerne in der Natur, gehe am See spazieren und als Kontrastprogramm fahre ich dann nach Wien. Treffe Freunde, besuche Museen, Ausstellungen, Kino und Theater und hole mir so geistiges Futter. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich bin dankbar, dass die meisten meiner Wünsche bereits in Erfüllung gegangen sind. Aber es gibt noch viele Geschichten zu erzählen. Ich wünsche mir, dass ich dazu genug Zeit finde.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Ich finde es spannend - und oft auch berührend - wenn ich erfahre, wie sich meine Figuren in den Köpfen der Leser bewegen und welche Ideen und Assoziationen dabei ausgelöst werden. Deshalb mache ich auch gerne Lesungen. Schlussendlich schreibe ich ja für den Leser und nicht für mich. Die Geschichten zu erfinden ist nicht schwer. Die Herausforderung ist, sich zu überlegen, wie ich das Thema spannend an den Leser bekomme. Und ohne Feedback der Leser könnte ich nicht besser werden. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich danke Dir, das ich die Möglichkeit dazu hatte. Und den Lesern wünsche ich Gute Unterhaltung - und wie gesagt - ich freue mich über Feedback. Man kann mich gerne über www.mesensky.at kontaktieren.


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