Interview mit Stefan Schweizer

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

In diesen unsicheren Zeiten des Umbruchs und Untergangs altbewährter Strukturen und Interaktionsroutinen möchte ich 

eine der wichtigen Stimmen der deutschen Literatur sein, die diese Transformationsphase begleiten. Dafür biete ich 

dank meiner sozialwissenschaftlichen und literaturwissenschaftlichen universitären Ausbildung gute Voraussetzungen. 

Ich kann die dramatischen gesellschaftspolitischen Änderungen nicht aufhalten, aber ich kann sie in künstlerischer Form 

so darstellen, dass sie den Menschen das Geschehen als Spiegebild verständlich machen, Selbsterkenntnis und Staunen 

hervorrufen und dadurch eine heilende und verstehende Wirkung evozieren, was den Menschen hilft. Das ist meine 

Sichtweise auf die anstehenden Herausforderungen unserer Gesellschaft und welchen Beitrag ich als Schriftsteller durch 

meine Literatur leisten kann. 

Seit wann schreibst du? 

Ich schreibe seit 15 Jahren Bücher.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Das war und ist eine Art innerer Trieb, der sich nicht unterdrücken lässt. Ich will gesellschaftlich etwas verändern, 

Missstände ansprechen und die Welt einen besseren Ort machen. Meine Waffe ist die Feder. Schreibblockaden kenne ich 

nur vom Hörensagen.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Quasi seit ich denken kann.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Eine Aufzählung würde den Rahmen sprengen. Dieses Frühjahr habe ich zwei Romane und ein Sachbuch über die Rote Armee 

Fraktion (RAF) im Sübwestbuch Verlag veröffentlicht. Gerade in Zeiten des extremen islamistischen Terrors finde 

ich es wichtig, sich mit den historischen Lehren des Terrorismus' zu beschäftigen, um begangene Fehler in Zukunft zu 

vermeiden und altbewährte Strategien gegen den Terrorismus noch einmal zu verwenden. Dafür sind meine RAF-Romane eine

parabelhafte Anwendung und das Sachbuch quasi eine Gebrauchsanweisung zum Umgang mit der terroristischen Gefahr heute.

Für den Herbst plane ich gemeinsam mit dem Kollegen Marco Monetha einen dokufiktionalen Thriller über islamistischen Terrorismus in Deutschland "Ungebremst - IS-Terror in Deutschland".

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Gute Vorarbeit ist extrem wichtig. Ich möchte den Leserinnen und Lesern ja keine Märchen erzählen. Alle Rezensionen 

über meine Bücher loben einhellig die hervorragende, solide Recherche, die in ihnen steckt. Das ist für mich eine Frage 

der Ehre und der soliden Arbeit. Nur so kann gute Literatur entstehen.

Wo schreibst du am liebsten?

Inzwischen am heimischen Schreibtisch. Aber auch mal gerne im Café, auf dem Balkon oder im Park.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Für mich gehört eine gute Tasse Kaffee oder Schwarztee zum Schreiben dazu. Und manchmal auch etwas Süßes. Aber nicht zu 

viel, denn aufgrund meines immensen Schreibpensums habe ich viel zu wenig Zeit für körperlichen Ausgleich. 

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich habe jede Menge Projekte, an denen ich gerade arbeite. Am besten kann man sich über meine ständig aktualisierte 

Autoren-Homepage 

https://www.stefanschweizer.org/ 

über meine aktuellen Projekte auf dem Laufenden halten. Im Moment beschäftigen mich die geopolitischen und innerdeutschen 

Transformationsprozesse, deren Ausgänge für mich noch völlig offen sind.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Viele. Stellvertretend möchte ich Jakob Arjouni erwähnen, einen der ganz großen deutschen Nachkriegserzähler, 

der leider viel zu jung verstorben ist. Heute würde seine Stimme Not tun, um Ordnung in das Chaos und Zuversicht in die 

Trostlosigkeit zu bringen.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Jakob Arjounis "Der heilige Eddy". Ein köstliches Hauptstadt-Buch mit einem Protagonisten, der es faustdick hinter 

den Ohren hat und der stellvertretend für den Zerfall der bürgerlichen Mitte steht. Und alle Gesellschaftsschichten 

kriegen in den Buch ihr Fett weg, ohne dass es verbittert wird. Einfach unbezahlbar. Das ist ganz große Kunst.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Schreiben, lesen, schreiben, lesen ... Manchmal variiert auch die Reihenfolge.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Besonders freut mich, dass ich auf der Leser-Community-Plattform LovelyBooks inzwischen den 1. Platz unter der 

Kategorie hard-boiled Autoren belege. Das empfinde ich als große Ehre. Es würde mich zudem riesig freuen, eine 

dauerhafte Bindung an einen großen Publikumsverlag zu finden, um so eine größere Reichweite zu erzielen. Ich 

möchte durch meine Bücher den Menschen Sinnangebote unterbreiten, sie unterhalten und durch Staunen Heilungsprozesse 

in einer zerrissenen Welt und bei gespaltenen Persönlichkeiten in Gang setzen. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern nehme ich sehr ernst und versuche sie in meine zukünftige Arbeit zu integrieren.

Allerdings würde ich nie von dem sozialkritischen und gesellschaftsanalytischen Ansprüchen meiner Bücher zurücktreten. 

Aber ich versuche dies in für die Leserinnen und Leser interessanten Modus wie dem eines modernen Gesellschaftsromans,

eines Kriminalromans oder eines anspruchsvollen Thrillers zu "verpacken". 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich freue mich über jede neue Leserin und jeden neuen Leser, der mir eine Chance gibt. Ich bin mir sicher, die 

meisten werden nicht enttäuscht sein. Im Gegenteil: Ich denke, ich kann zahlreichen Menschen bei der Bewältigung

ihrer Existenz behilflich sein. Vielen Dank!


Kommentar schreiben

Kommentare: 0