Interview mit Kathrin Hanke & Claudia Kröger

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Hallo erst mal und vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, um meine Fragen zu beantworten :)

Wollt ihr den Lesern kurz etwas über euch erzählen?

Aber klar, gern! Wir – Kathrin Hanke und Claudia Kröger – sind ein Autorinnen-Duo aus Norddeutschland und schreiben seit einigen Jahren gemeinsam Kriminalromane.

Seit wann schreibt ihr?

Wir haben 2009 begonnen, unser erstes gemeinsames Projekt anzugehen, anfangs aber noch ein bisschen verhalten. 2011 haben wir uns dann mit dem ersten Krimi auf die Suche nach einem Verlag gemacht und sind sehr schnell beim Gmeiner Verlag angekommen, bei dem wir bis heute veröffentlichen. Aber schon davor haben wir – jede für sich – unsere Brötchen mit Schreiben verdient: Claudia als Redakteurin und Kathrin als Werbetexterin.

Wie seid ihr zum Bücherschreiben gekommen?

Tja, wie soll man das erklären? Aus großer Liebe zum geschriebenen Wort? Wie gesagt, kommen wir beide aus schreibenden Berufen und haben uns somit schon seit vielen Jahren mit dem Schreiben beschäftigt. Dann hat uns der Zufall bei einem gemeinsamen Job zusammengewürfelt, und wir haben gemerkt, wie gut wir miteinander harmonieren. Darüber hinaus lesen wir beide gern Krimis, und so hat sich aus dem einen das andere ergeben. Wir haben einfach angefangen, gemeinsam einen zu Papier zu bringen und plötzlich lag unser erster Kriminalroman „Blutheide“ in den Buchhandlungen. Es war ein großartiges Gefühl und ist es mit jedem weiteren Buch bis heute wieder.

Ab wann wusstest ihr, dass ihr Autorin werden möchtet? 

Früh, sehr früh! Wenn man einen schreibenden Beruf ergreift, ist man ja irgendwie auch schon eine Art Autor, und der Wunsch, ein „richtiges“ Buch zu verfassen, schwelt dann sicher bei vielen im Hinterkopf bis es dann zu einem Feuer wird und unbedingt hinaus will.

Welche Bücher habt ihr bisher veröffentlicht?

2013 ist mit „Blutheide“ der Auftakt zu unserer gemeinsamen Krimi-Reihe erschienen, danach folgten „Heidegrab“ (2014), „Eisheide“ (2015) und „Heideglut“ (2016). Ganz aktuell, im März 2017, ist mit „Heidezorn“ der fünfte Band der Serie erschienen.

Darüber hinaus haben wir bisher einen kriminellen Reiseführer („Wer mordet schon in der Lüneburger Heide“, 2015) sowie einen Gartenkrimi („Wermutstropfen“, 2016) im Gmeiner-Verlag herausgebracht.

Habt ihr für eure Bücher recherchiert?

Oh ja, und das in verschiedenster Hinsicht. Zum einen natürlich mit Bezug auf den Lokalkolorit, in unserem Fall ist das die Lüneburger Heide – wir sind so oft es geht vor Ort unterwegs, um neue Schauplätze zu finden und kennen speziell die wunderschöne Stadt Lüneburg sehr gut. Und dann auch bezüglich der Abläufe bei der Polizei oder in der Gerichtsmedizin. Hier unterstützen uns eine Polizistin aus dem aktiven Dienst sowie ein Klinikarzt, wenn wir konkrete Fragen haben.

Insgesamt legen wir großen Wert darauf, alles so realistisch und korrekt wiederzugeben, wie es möglich ist, ohne die Spannung zu beeinflussen.

Wo schreibt ihr am liebsten?

Das ist wenig spektakulär: Beide jeweils an ihrem heimischen Schreibtisch. In gewohnter Umgebung und mit der notwendigen Ausstattung klappt es – für uns zumindest – einfach am besten.

Habt ihr ein festes Schreibritual?

Als Autorinnen-Duo auf jeden Fall. Wir entwickeln als erstes gemeinsam das Exposé und den berühmten „Roten Faden“ der Story. Darin ist der Kern-Plot dann bereits fixiert. Danach geht es mit der eigentlichen Schreibarbeit los. Eine von uns beginnt, und wenn sie keine Zeit oder keine Idee mehr hat, wandert die Datei zur anderen und diese setzt dann genau dort an und schreibt die Story weiter. In diesem „Ping-Pong“-System geht das Manuskript circa ein halbes Jahr lang täglich zwischen uns hin und her.

Habt ihr ein neues Projekt, das ihr uns schon verraten könnt?

Wir verraten sehr gern, dass wir natürlich bereits am sechsten Band unserer Krimi-Reihe um Kommissarin Katharina von Hagemann arbeiten, der im Frühjahr 2018 erscheinen wird. Daneben laufen aktuell noch ein paar weitere Projekte, zu denen wir im Moment aber noch nicht mehr sagen dürfen.

Gibt es einen Autor, der euer Schreiben beeinflusst hat?

Beeinflusst nicht unbedingt, aber allen voran sind es skandinavische Krimi-Autoren, die uns seit Jahren begeistern und begleiten. Das ist nur eine von vielen Gemeinsamkeiten zwischen uns. Vor allem die oft psychologischen Ansätze darin finden wir persönlich interessant und bringen sie ebenfalls in unseren Krimis bewusst unter.

Was sind eure Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Das sind über die Jahre so viele, so verschiedene, und ständig kommen neue hinzu. Hier konkret einzelne zu nennen, fällt daher wirklich schwer. Natürlich lesen wir nicht nur Krimis, sondern auch diverse andere Genres. Wenn wir spontan einige Namen nennen sollten, wären das vielleicht Paulo Coelho, Jeffrey Archer oder Michael Robotham, aber auch John Irving, Zsuzsa Bánk oder wenn es mal absolut heftig zugehen soll Cody McFadyen.

Was macht ihr gerne in eurer Freizeit?

Wir gehen aktuell ja beide noch unseren „Brotberufen“ nach, sodass letztlich tatsächlich die Freizeit zum großen Teil mit dem Schreiben der Bücher gefüllt ist. Doch auch wenn das nicht so wäre, würden wir hier wohl beide am ehesten Lesen und Schreiben angeben – so ist es einfach mit Leidenschaften, die einen nicht loslassen.

Verratet ihr uns noch einen eurer Wünsche für die Zukunft oder einen Traum, den ihr euch gerne noch erfüllen möchtet?

Der aktuelle Wunsch ist immer der, dass der nächste Band unserer Krimis bei unseren Lesern mindestens genauso gut ankommt, wie der Vorgänger. Und es ist und bleibt der Traum, auch weiterhin das Leben mit dem Schreiben ausfüllen zu können, denn einen schöneren Beruf können wir uns beide nicht vorstellen.

Wie wichtig ist euch das Feedback von euren Lesern?

Extrem wichtig! Darum freuen wir uns immer, bei unseren Lesungen den direkten Kontakt zu unseren Lesern zu finden. Gerade die oft spannenden und amüsanten Gesprächsrunden am Ende der Lesungen genießen wir sehr, denn es kommen ständig neue Fragen dazu, und darüber hinaus können wir auf ganz persönliche Weise erfahren, was genau unseren Lesern an den Büchern so gut gefällt.

Danke, dass ihr meine Fragen beantwortet habt, wollt ihr den Lesern noch etwas sagen?

Ja, wir möchten uns gern bei den Lesern bedanken, denn ohne sie gäbe es die Heide-Krimireihe rund um unsere Ermittlerin Katharina von Hagemann nicht, dann wäre es bei unserem ersten Band „Blutheide“ geblieben. Also: DANKE!

Und dann noch etwas: Wir sind ja viel unterwegs und reden viel mit Buchhändlern, die es inzwischen nicht immer leicht haben. Darum möchten wir hier gern die Gelegenheit nutzen, an die Leser zu appellieren, ihre Bücher im lokalen Buchhandel zu kaufen, was zudem den Vorteil hat, dass man hier auch noch toll beraten wird.


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