Interview mit Monika Grasl

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gerne doch. Gelernt habe ich eigentlich Uhrmacherin, Technische Zeichnerin und Konstrukteurin im Bereich Maschinenbau, allessamt so die typische Männerdomänen und sehr technisch.

Zudem lebe ich in Wien und das zusammen mit meinem diabolischen Kater.

Seit wann schreibst du? 

Geschrieben habe ich an sich immer. Das war bereits in der Schulzeit der Fall. Bildgeschichten und Aufsätze, das war so meines. So richtig kann man aber sagen seit 2011.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Während der Ausbildungen hat mir die Zeit dafür gefehlt, also schlief es irgendwie ein. Als ich dann mit dem Technischen Zeichner anfing, kam ich wieder mehr zum Lesen,

weil ein großteil des Lehrstoffes für mich nicht mehr neu war. Dabei habe ich erst die Bücher von Anne Rice gelesen, dann Bernhard Hennen, Alan Campbell und schließlich 

Thomas Harris.

Alles im Prinzip die typischen Fantasybücher - bis auf Alan Campbell, der mit seinen Engeln und Dämonen ziemlich aus der Reihe tanzte und das hat mir gefallen. Ganz abgesehen

von Thomas Harris, der mit Doktor Lecter eine Figur erschaffen hat, die sich einem ins Hirn einbrennt.

Den Entschluss selbst zu schreiben fasst ich 2011. Das Jahr davor war ... nun nennen wir es turbulent und manche würden es wohl auch als Flucht vor der Realität bezeichnen.

Ich weniger. Meiner Überzeugung nach, war es bloß der Wunsch wieder zu schreiben, so wie zu Schulzeiten, also fing ich mit der ersten Kurzgeschichte an.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

So richtig ab Dezember 2012. Da hatte ich meine erste Kurzgeschichte veröffentlicht und war gleichzeitig damit beschäftigt einen Vierteiler zu schreiben. Das mag jetzt

sonderbar klingen, aber ich war überzeugt davon, dass ein Platz in einer Anthologie kein Zufall sein konnte.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Einen Mafiathriller:

Moskau und seine Familien (Band 1)

Band 2 und 3 dazu sind schon geschrieben und liegen jetzt beim Verlag.

Weiters die erste Neuverlegung von:

Die Chronik der Dämonenfürsten - Teil 1: Die Engel des Todes

Auch hier liegen die übrigen 6 Bücher bereits beim zuständigen Verlag. Band 2 wird auf jedenfall noch dieses Jahr 2017 erscheinen.

Ansonsten findet man meinen Namen mittlerweile in einigen Anthologien. Gegenwärtig beläuft sich die Zahl da auf 11 - wird aber sicher noch mehr werden.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Für Moskau und seine Familien, ja. Alleine schon deswegen, weil die Bücher alle in den 90er Jahren spielen. Zudem in Russland und da ist es dann eben nicht mal so, dass

eine Figur das neueste Smartphone aus der Hosentasche fischt oder den Laptop der neuesten Generation hochfährt. Auch mit der Kultur, der Umgebung, dem Essen und Trinken

muss man sich beschäftigen. Und was etwaige Waffenbezeichnungen betrifft schadet es auch nicht sich in die tiefen des Internets zu stürzen.

Für die Chronik der Dämonenfürsten im Prinzip ebenfalls, da sie sich auf das Lemegeton Clavicula Salomonis stützen und die Dämonenfürsten aus diesem entnommen sind. Zum

Teil ein wenig abgewandelt, aber der Vorlage doch sehr nahe kommen.

Bei den Kurzgeschichten kann man sagen fällt eine Recherche zu achtzig Prozent weg, wobei zwanzig Prozent ja doch noch immer irgendwie für Nachforschungen offen bleiben.

Also ja, auch hier werden Bücher gewälzt und das Netzt durchforstet und zur Not auch mal der Weg in die Bücherei angetreten, um sich was passendes an Ort und Stelle auszuleihen.

Wo schreibst du am liebsten?

Eine zeitlang hatte ich da einen festen Platz an meinem Schreibtisch. Mittlerweile wechselt das, so ganz nach Tagesstimmung, kann es auch schon mal der Fußboden im 

Wohnzimmer sein.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Wichtig ist für mich beim Schreiben immer eine Kanne Tee. Schwarzer Chai, Schoko Chili, Jasmintee ... Im Prinzip völlig gleich, solange es Tee ist, denn man zum Glück

auch mal kalt trinken kann. Passiert mir vor allem beim ersten Rohentwurf immer, wenn ich zu gefesselt von der Tastatur bin.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Nun, als nächstes wird ein Mysterythriller erscheinen, der den Namen "Blutiges Katalonien" tragen wird. Weiters die Bücher der Dämonenfürsten und im kommenden Jahr erscheint

eben jener Vierteiler an dem ich von 2011 - 2012 geschrieben habe - Genre ist da Dark-Fantasy. Ansonsten gibt es noch einige Bücher, die auf eine Überarbeitung warten. Und neue

Ideen gehen einem Autor zum Glück ja nie aus. Abgesehen davon kann auch noch aus so mancher Kurzgeschichte ein ganzer Roman werden.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Oh, ich würde das gar nicht an einem bestimmten festmachen wollen. Sicher, gibt es Autoren, die einem mehr in Erinnerungen bleiben als andere und als Autor ist man zugleich auch

Leser von Büchern, also würde ich sagen. Einen ganz bestimmten gibt es bei mir nicht, obwohl mir schon mal gesagt wurde, dass mein Schreibstil mit dem von Derek Landys vergleichbar ist.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Als an erster Stelle steht Die Kettenwelt-Chronik von Alan Campbell. Gleich danach kommt Thomas Harris mit seiner Lecter-Reihe. Danach kann man sagen Anne Rice mit ihren Vampirbüchern

und noch Patrick Graham mit seinem Werk "Das Evangelium nach Satan".

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

An erster Stelle steht der diabolische Kater, der verlangt immer sehr laut nach Aufmerksamkeit. Lesen ist eine meiner Leidenschaften, aber auch Brettspiele stehen bei mir hoch im Kurs

und dazwischen fertige ich hin und wieder Karten für meine Fantasywelten an. Abends habe ich dann so die meiste Freizeit und die verbringe ich recht gerne damit mich durch meine DVD-

Sammlungen zu schauen - dabei schaue ich im Prinzip alles von Krimis und Thriller über Fantasy bishin zu Horror, nur nichts mit Clowns, das ist so gar nicht meins.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Erfüllen? Nein, eigentlich nicht. Ich muss sagen, vor 6 Jahren hätte ich nie gedacht jemals so weit zu kommen mit meinen schriftstellerischen Ergüßen. Sicher gibt es immer noch Luft nach oben.

Die Vorstellung mal für einen richtig großen Verlag zu schreiben hat wohl jeder Autor - und ich müsste lügen, wenn ich sage, dass das bei mir nicht der Fall ist, aber genauso kann ich sagen,

mit dem was ich bisher erreicht habe bin ich mehr als zufrieden. Das trifft ebenso auf die Verlage zu, bei denen ich untergekommen bin. Sie haben in den Büchern genauso das Potential gesehen,

wie ich während des Schreibens und das ist etwas schönes.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Es ist mir äußerst wichtig. Mir liegt viel daran zu erfahren, wie dem Leser eine Geschichte gefallen hat. Genauso interessiert es mich zu erfahren, was ihm eventuell an einer Szene so gar

nicht zugesagt hat. Im Prinzip ist jedes Feedback - egal ob positiv oder negativ - etwas das einen als Autor in seiner Schreibentwicklung weiterbringt. Also immer her mit den Kritiken :D

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ja, hört nicht auf eure Fantasy zu verlieren. Lest Bücher, ganz gleich welches Genre und für welches Alter diese gedacht sind. Ohne Bücher wären wir nämlich nichts.


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