Interview mit Heike Denzau

© Fotostudio Freiraum Glückstadt

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten 😊

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Das mache ich doch gern: Ich bin verheiratet und habe zwei wundervolle erwachsene Töchter. Mit meinem Mann lebe ich in dem kleinen Störort

Wewelsfleth in Schleswig-Holstein.Die Elbe fließt in zwei Kilometer Entfernung vorbei und ist oft Ziel meiner Spaziergänge, bei denen ich

die Fälle für meine Kommissarin Lyn Harms austüftele. 

Dann gibt es noch einen Garten, dessen Pflege allerdings meistens zu kurz kommt.

Seit wann schreibst du? 

Ich schreibe erst seit neun Jahren. Warum diese Ambition erst so spät kam, ist mir unbegreiflich, denn heute könnte ich mir 

ein Leben ohne Schreiben nicht mehr vorstellen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Zufall mag ich es nicht nennen, denn ich glaube nicht an Zufälle. Aber es begann tatsächlich mit einer zweiseitigen Geschichte über einen Engel,

die ich für unseren Kindergottesdienst geschrieben habe. Wer hätte geahnt, dass ich einmal bei literarischem Mord und Totschlag landen würde?

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Blut geleckt hatte ich, nachdem erste Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht wurden. Mit meinem ersten Krimi bin ich dann auf

Agentursuche gegangen und hatte das Glück, sofort vermittelt zu werden. Als ich dann mit meinem Erstling für den Friedrich-Glauser-Preis in 

der Kategorie "Debüt" nominiert war, war das natürlich ein enormer Antrieb. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Meine Lyn Harms-Krimis DIE TOTE AM DEICH, MARSCHFEUER, TOD IN WACKEN, SCHWARZE ELBE und aktuell die DUNKLE MARSCH sind im Emons Verlag 

erschienen. Dann ist - ebenfalls bei Emons - mein Mystery TODESENGEL VON FÖHR erschienen.

Und meine nicht-kriminelle Ader lebe ich bei Droemer Knaur aus: Dort ist von mir der humorvolle Roman OPA WILL ZUM NORDKAP erschienen.

Im März 2018 gibt es dort einen weiteren Roman: EIN LANDARZT ZUM VERLIEBEN

And last but not least: 2018 erscheint ebenfalls der neue Lyn Harms-Krimi, dessen Titel noch nicht feststeht.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Natürlich. Ohne Recherche geht es nicht, das würden die LeserInnen sofort bemerken. Den größten Spaß hatte ich bei der Recherche zu meinem

Wacken-Krimi. Für "Tod in Wacken" konnte ich nach Herzenslust auf dem Wacken Open Air recherchieren. 70.000 Metalheads, gigantische Bühnen,

Mega-Bands...es war phantastisch!

Wo schreibst du am liebsten?

Ich brauche meinen Schreibtisch im Arbeitszimmer. In Cafés und im Garten bin ich zu abgelenkt. Habe ich alles mehrfach probiert,

aber ich schaffe dann nichts weg. 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ritual würde ich es nicht nennen, aber der Morgen beginnt mit einem Kaffee und Social Media, bevor ich mit dem Schreiben beginne.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich habe gerade den neuen Liebesroman "Ein Landarzt zum Verlieben" bei Knaur abgegeben, und schreibe jetzt am neuen Lyn Harms-Krimi.

Inhaltlich darf ich noch nichts verraten.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Nein. Mein Schreiben hat sich entwickelt - einzig aus mir heraus.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Da bin ich einfach gestrickt. Ich liebe Jane Austen-Romane. Und Joanne K. Rowling hat seinerzeit mit Harry Potter meinen Nerv getroffen.

Ich mag das Fantastische, und kann mir sehr gut vorstellen, noch einmal in dieser Richtung zu schreiben.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich verbringe gern Zeit mit meiner Familie. Im Sommer findet man mich im Garten, im Winter mit einem 

Buch auf dem Sofa, wenn wir nicht gerade eine Wochenend-Reise unternehmen. Und ich bin ehrenamtlich in der Kirchengemeinde engagiert.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich habe eine tolle Familie. Wenn sie alle gesund und glücklich sind, sind meine Wünsche für die Zukunft erfüllt.

Aber natürlich hätte ich auch nichts dagegen, eines meiner Bücher verfilmt zu sehen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Ich liebe es von meinen Lesern ein Feedback zu bekommen. Es motiviert ungemein zum Weiterschreiben.

Viele LeserInnen fragen im Laufe des Jahres, wie es wohl bei Lyn Harms weitergeht. Es gab sogar schon den Vorschlag, 

ich könne doch mal ein Buch schreiben, in dem nur das Privatleben der Kommissarin erzählt wird.

In den Krimis dürfen die privaten Szenen natürlich nur einen winzigen Teil einnehmen, aber ich genieße diese Szenen umso mehr, 

weil ich darin meinen Humor ausleben darf.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Sehr gern: Leute, kauft meine Bücher! 


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