Interview mit Jörg Isringhaus

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten 😊

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin Jahrgang '60 und arbeite als Redakteur bei der "Rheinischen Post" in Düsseldorf. Dort bin ich zuständig für die Seiten NRW und Vermischtes - also unter anderem für Crime. Einige der Dinge, die in meine Bücher einfließen, haben also auch etwas mit meinem Alltag zu tun. Das nennt man dann wohl deformation professionelle.

Seit wann schreibst du? 

Wenn man so will, immer schon. Auch früh schon literarisch, aber nur für die Schublade und nicht vorzeigbar. Journalistisch seit Schülerzeitungstagen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Während des Studiums ist mir für eine Geschichtsarbeit die Figur Birger Dahlerus begegnet, ein schwedischer Industrieller, der davon besessen war, den drohenden Zweiten Weltkrieg zu verhindern. Das hat mich fasziniert. Leider hat es dann fast 20 Jahre gedauert, bis ich die Idee aufgegriffen und daraus mein erstes Buch "Unter Mördern" entwickelt habe. Dass es so lange gedauert hat, liegt sicher auch am Beruf, der dazwischen gekommen ist, aber auch an mangelndem Mut und Selbstvertrauen. Irgendwann wollte das Buch dann raus. 

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Sehr früh, der Wunsch war immer da. Auch der, Journalist zu werden, das hat sich vermischt. Wobei das eine mit dem anderen nicht so viel zu tun hat. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Zwei historische Thriller um den ehemaligen Nazi-Agenten Richard Krauss, dessen Rache ihn bis an den Amazonas führt: "Unter Mördern" und "Ein fremder Feind", beide bei Aufbau erschienen. Jetzt "Die Herzlosen", ein Gegenwarts-Thriller über zwei ungleiche Freunde, die in eine Mordserie geraten und dabei ein furchtbares Geheimnis aufdecken. Demnächst erscheint noch "Rache auf Russisch", ein Krimi über eine Truppe von Verlierern, die notgedrungen gemeinsame Sache machen gegen die Mafia, leicht grotesk. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Für die historischen Thriller natürlich, relativ aufwändig sogar, soweit es meine Zeit zuließ. 

Wo schreibst du am liebsten?

Zum Glück brauche ich keinen festen Ort und kann auch beispielsweise im Urlaub schreiben. Was ich auch getan habe, da die Zeit sonst sehr knapp ist. Eher müsste die Frage lauten, wann ich schreibe. Nur am frühen Morgen und vormittags.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Bisher, Gott sei dank, auch keine Blockaden.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Nicht wirklich. Wie schon erwähnt, erscheint demnächst "Rache auf Russisch" in der Edition EP bei Amazon.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Nicht einen, sondern mehrere. Vor allem amerikanische, sowohl Erzähler wie Irving, Franzen, Boyle oder McCarthy als auch Thrillerautoren wie James Lee Burke oder Don Winslow. Und viele andere mehr. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Autoren habe ich schon genannt. Bei Büchern wird das schwieriger, das sind zu viele. Stellvertretend genannt seien "Die Korrekturen" von Franzen, "Unter dem Vulkan" von Lowry, "Garp" von Irving, "Wassermusik" von Boyle, aber letztlich ist das ungerecht, weil es so viele mehr sind, die erwähnt werden müssten. Listen erstellen ist eine knifflige Angelegenheit. Macht Spaß, frisst aber Zeit ohne Ende.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Musikhören, lesen, reisen. Könnte mehr sein. Freizeit, meine ich. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ein Buch zu schreiben, das Gewicht hat. Das besteht. Das überdauert.

 Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Es liefert Anhaltspunkte dafür, ob die Welt, die man erschaffen hat, wirklich funktioniert. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Viel Spaß beim Lesen. 


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